Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1791
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Gundekar I. (Gunzo), Bischof von Eichstätt
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+ 20. Dezember 1019
Domkustos in Bamberg, wohl noch 1015 von Kaiser HEINRICH II. zum Bischof ernannt. Erster Eichstätter Bischof nachweislich ministerialischer Herkunft, musste Gundekar I. seine Ernennung mit dem Versprechen bezahlen, in die Abtretung des nördlich der Pegnitz gelegenen Teiles der Eichstätter Diözese an das neuerrichtete Bistum Bamberg einzuwilligen, was sein Vorgänger Megingaud stets verweigert hatte.
Quellen und Literatur:
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Gundekar II. [F. Heidingsfelder, St. Weinfurter].
Dass die Erhebung Gundekars
in Eichstätt von HEINRICH II.
nur in der Absicht vorgenommen wurde, für die Durchführung seiner
Bamberger Pläne einen wegen seiner niedrigen Herkunft gefügigeren
Bischof in Eichstätt zu besitzen, ist schon von mir unter Hinweis
auf die Mitgliedschaft Gundekars
im
Bamberger Domstift bezweifelt worden.
Literatur:
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Black-Veldtrup, Mechthild: Kaiserin Agnes (1043-1077)
Quellenkritische Studien, Böhlau Verlag Köln 1995, Seite 23,45,203,205,209,211,228,252,359,369
- Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke
Verlag 1991, Band III Seite 525 - Finckenstein, Albrecht Graf Finck
von: Bischof und Reich. Untersuchungen zum Integrationsprozeß des
ottonisch-frühsalischen Reiches (919-1056), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1989 Seite 97 - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher
am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite
151-153
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