Sohn des Grafen N.N. ; Tochtersohn der Bischöfe
Salomo III. von Konstanz und Waldo von Freising
Finckenstein Finck von: Seite 137
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"Bischof und Reich"
Dem Bischof Theodulf folgte 920 Waldo,
der Schwester-Sohn Bischof Salomons III. von Konstanz. Der Name und die
Familie des Vaters sind unbekannt. Vielleicht dem Bruder seiner Mutter,
Bischof Waldo von Freising, nachbenannt, stammte er möglicherweise
von der im Argengau begüterten Familie der "WALDONEN" ab, die
mit den "SALOMONEN" versippt sogleich in Zusammenhänge des indigenen
Adels führen. Bezüglich seiner persönlichen Verbindung ist
auch eine Urkunde Salomons III. von 909 bemerkenswert, in der der Bischof
dem Kloster St. Gallen sein Kloster Pfäfers schenkte, dessen Nutzung
er sich auf Lebenszeit und nach seinem Tod seinem Neffen Waldo
bis zu dessen eventueller Bischofspromotion vorbehielt. Diese
Schenkung erfolgte im Einverständnis mit Waldo
und dessen advocatus Graf Erchanger, war, wenn nicht verwandtschaftliche,
so doch mindestens enge persönliche Bindungen zwischen Waldo
und Erchanger voraussetzt. Vor diesem Hintergrund wäre der genaue
Zeitpunkt der Promotion Waldos, der
in St. Gallen erzogen, 915 auch Abt von Disentis wurde und die Abtei
Pfäfers bis an sein Lebensende behielt, in Zusammenhang mit Erchangers
Hinrichtung (917) und dem Regierungswechsel 918/19 von Interesse. Schlüsse
auf
Waldos Verhältnis zum Königtum
KONRADS
I. und HEINRICHS I. sind
indessen unmöglich, zumal der Bischof offenbar auch mit Burchard II.,
dem Rivalen Erchangers um den Vorrang in Schwaben, in gutem Einvernehmen
stand. 926 nahm Waldo mit anderen alemannischen
Großen an der ersten großen Reichsversammlung unter HEINRICH
I. in Worms teil, auf der in Anwesenheit Rudolfs
II. von Burgund der schwäbische Dukat dem Franken Hermann
übertragen wurde. Diese Teilnahme sowie sein durch königliche
Schenkung belegbares gutes Verhältnis zu HEINRICH
I., wie später auch zu OTTO I.,
bei welchem Hermann von Schwaben für ihn intervenierte, sind Zeugnisse
seines kooperativen und loyalen Verhaltens zur Reichsspitze und damit zum
Gesamtreich. 940 in einer Schenkung OTTOS I.,
zuletzt genannt, ist er wahrscheinlich am 17. Mai 949 gestorben.