Hartmann                                                   Bischof von Brixen (1140-1164)
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um 1090 -23.12.1164
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1944
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Hartmann, Bischof von Brixen seit 1140
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* um 1090, + 23. Dezember 1164
bei Passau

Hartmann trat zunächst in das Chorherrenstift St. Nikola zu Passau ein. Dank der Förderung durch den reformfreudigen Salzburger Erzbischof Konrad I. wurde Hartmann 1122 Dekan an der Spitze des Domkapitels von Salzburg, 1133 Propst in den Chorherrenstiften Chiemsee und Klosterneuburg und 1140 Bischof von Brixen. Als Bischof entfaltete Hartmann eine kirchliche Reformtätigkeit, förderte die bestehenden geistlichen Gemeinschaften und begründete zusammen mit Reginbert von Säben das Chorherrenstift Neustift bei Brixen. Er war ein Ratgeber Kaiser FRIEDRICHS I., der ihm auch nicht seine Huld entzog, als sich Hartmann wie sein Metropolit im Schisma von 1159 für Alexander III. erklärte. Um 1220 verfasste ein Neustifter Chorherr eine Lebensbeschreibung des bald als Heiligen verehrten Bischofs.

Literatur:
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A. Sparber, Leben und Wirken des sel. H., 1957 - Ders., Die Brixener Fs.bf.e im MA, 1968, 56-66 - St. Weinfurther, Salzburger Bm.sreform und Bf.spolitik im 12. Jh., Kölner Hist. Abh. 24, 1975 - J. Gelmi, Die Brixener Bf.e in der Gesch. Tirols, 1984, 54-57 - F. Riedmann, Das MA (Gesch. des Landes Tirol, hg. J. Fontana u.a., I, 1985), 316-318.