Sohn des Grafen Udo II. im Lahngau aus dem Hause
der KONRADINER
Nach Donald C. Jackman und Johannes Fried Sohn des Grafen
Udo von Orleans (+ 834)
Gebhard I. hatte sich
unter LUDWIG I. DEM FROMMEN Verdienste
und Ansehen erworben, wurde Graf im Niederlahngau und in der Wetterau
und
war eventuell mit den ROBERTINER-KAPETINGERN
verwandt.
Der Vater profitierte durch deren Sturz im Raum Franken. Er gründete
das Hauskloster Kettenbach/Gemünden und war dessen Vogt. Er mischte
in den Bruderkriegen der KAROLINGER
mit, stand auf französischer Seite und wurde daher 861-876 vertrieben.
Von 832-879 ist der in Urkunden bezeugt.
Seine Söhne waren die nepotes des Grafen Ernst,
und der westfränkische Adlige Adalhard, der Seneschall, war ihr propinquus.
Offenbar waren die Brüder die Söhne eine Schwester Ernsts. Gebhard
war also mit einer Schwester Ernsts vermählt oder Ernst hatte eine
Schwester Gebhards
zur Frau.
Friese Alfred: Seite 104
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"Studien zur Herrschaftsgeschichte des fränkischen
Adels"
Nur Gebhardscheint schnell ein gutes Verhältnis zu Ludwig dem Deutschen gewonnen zu haben (D LdD 40), was allerdings nicht hinderte, dass seine Söhne im Jahre 861 an einer Verschwörung gegen den König beteiligten und zu KARL II. fliehen mußten. Die Fronten für und wider Ludwig den Deutschen liefen quer durch die großen Familien.
Boshof Egon: Seite 205,208
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"Ludwig der Fromme"
Noch Ende des Jahres versuchte Ludwg
der Deutsche in direkten Verhandlungen mit LOTHAR
eine Besserung der Lage des Vaters zu erreichen, aber weder er noch seine
an den alten Kaiser abgeordneten Gesandte, der Abt Grimald von Weißenburg
und der Graf Gebhard
vom Lahngau, die im übrigen nur unter der Aufsicht des
Erzbischofs Otgar von Mainz und des Obertürwarts Richard mit dem Häftling
sprechen konnten, hatten Erfolg [Zu Gebhard
vgl. Tremp, Studien, 52f.; Brunner, Oppositionelle Gruppen, 33 u. ö.].
In Blois unterwarf sich LOTHAR
dem Vater. Die letzten Verhandlungen hatten von seiten des alten kaisers
der Bischof Badurad von Paderborn, der Graf Gebhard
vom Lahngau und der Markgraf Bernhard
von Toulouse gefügrt.
Stein, Friedrich: Seite 2
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"Geschichte des Königs Konrad I. von Franken und
seines Hauses"
Crollius und Kremer suchten nun die nächsten Vorgänger Konrads und seines Bruders in derselben Gegend und Grafschaft zu ermitteln und benutzten hierbei zwei von Jakob Kremer in den Archiven zu Dillenburg, Westerburg und Runkel aufgefunde Abschriften von Urkunden, wonach der bis dahin nur aus einer Urkunde vom 15. Juli 832 bekannt gewesene Graf Gebhard im Lahngau noch in den Jahren 845 und 879 lebte und im letzten Jahr den Gründungsbrief des St. Severusstiftes zu Gemünden im Westerwald am 9. November 879 ausstellte, in welchem auch seine Söhne Udo, Berthold und Berengar als solche genannt und Udo und Berengar bei dessen Errichtung mit einem weiteren Sohn Waldo tätig sind, und wonach Udo insbesondere ebenfalls im Lahngau begütert erscheint.
Dümmler Ernst: Band I Seite 92,99,131
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"Geschichte des Ostfränkischen Reiches"
Nach dem heiligen Dreikönigstag des Jahres 834 schickte
Ludwig
von Frankfurt aus wiederum Gesandte nach Aachen: den Grafen
Gebhard vom Lahngau [Thegan.
c. 47. Den
Gebaardum nobilissimus atque fidelissimus ducem kennen
wir aus einer Urkunde des
Kaisers LUDWIG,
worin dieser 13. Juli 833 einen Gütertausch zwischen ihm (Gebehardus
comes fidelis noster) und dem Priester Rikulf in pago Loganaha bestätigt,
sowie aus einer Urkunde Ludwigs des Deutschen,
in der dieser ihm (vir venerabilis fidelisque noster) im Jahre 845 eine
Schenkung für das neugegründete Kloster Kettenbach macht (Boehmer
reg. Kar. N.425, 749).], einen treuen Anhänger seines Vaters
und seinen Kanzler, den Abt Grimoald von Weißenburg. LOTHAR
gestattete den Gesandten diesmal den alten Kaiser selbst zu sehen, doch
nur in Gegenwart der Wächter, denen er seine Hut anvertraute. Grimoald
und Gebhard warfen sich demütig
zu Füßen des Kaisers nieder und richteten ihm Grüße
von seinem Sohn Ludwigs aus, ihre geheimen
Aufträge aber konnten sie ihm in Angesicht der Zeugen nicht mitteilen.
Als daher jetzt der alte Kaiser den Bischof Badurad von
Paderborn, den ostfränkischen Grafen Gebhard
und den Markgrafen Berengar, Bernhards Nachfolger an ihn abschickte,
mußte
LOTHAR die Ermahnungen
des Bischofs geduldig anhören.
Der Kaiser erwartete die Rückkehr der nach Baiern
geschickten Gesandten in Kreuznach, wo er nach einer Urkunde am 8. Juli
839 verweilte. Hierher gehört vermutlich ein Schreiben Einhards, durch
welches auf kaiserlichen Befehl die Grafen in Austria Hatto, Poppo und
Gebhard
unter anderem zu einer Versammlung aufgeboten wurden.
Holtzmann Robert: Seite 40
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"
Das rheinfränkische Haus der KONRADINER,
auch in Hessen begütert, ging auf den Grafen
Gebhard von Lahngau zurück, der unter LUDWIG
DEM FROMMEN sich Verdienste und Ansehen erworben hat. Seine
Söhne, voran der älteste, Udo, sind mit Ludwig
dem Deutschen zerfallen und wurden 861 abgesetzt. Das Geschlecht
trat dann eine Zeitlang zurück, bis die vier Söhne Udos
durch den Anschluß an ARNULF
bei dessen Ergebung wieder zu Macht und Einfluß gelangten, die Brüder
Konrad,
Gebhard,
Eberhard
und Rudolf.
oo NN, Schwester des Grafen Ernst
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Kinder:
Udo Graf im Lahngau
ca. 805/30- nach 879
Waldo Abt von St. Maximin in Trier
ca 825/30- nach 879
Berthold Erzbischof von Trier
ca 835- nach 879
Berengar
ca 836- nach 879
Literatur:
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Boshof Egon: Ludwig der Fromme. Primus Verlag
Darmstadt 1996 Seite 205,208 - Dümmler Ernst: Geschichte des
Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865
Band I Seite 92,99,131 - Friese Alfred: Studien zur Herrschaftsgeschichte
des fränkischen Adels. Der mainländisch-thüringische Raum
vom 7. bis 11. Jahrhundert. Klett-Cotta Stuttgart 1979 - Hlawitschka
Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische
Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9., 10. und
11. Jahrhundert. Kommissionsverlag: Minerva-Verlag Thinnes Nolte
OHG Saarbrücken 1969 Seite 49-51 - Holtzmann Robert: Geschichte
der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München
1971 Seite 40 -