Macon
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 61
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Macon, Grafschaft
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Das römische Castrum Matisco war wohl seit Beginn der fränkischen Periode Grafensitz, doch ist erst mit Warinus (835-853) ein Graf namentlich bekannt. Diesem folgte sein Sohn Isembardus, dann Humfried (Onofroi), Markgraf von Gothien, nach dessen Empörung (863) Odo, der Bruder Roberts des Tapferen. Seit 878 war die Grafschaft Macon ein Teil der Besitzungen der Markgrafen von Auvergne, unter Bernhard Plantapilosa, Wilhelm dem Frommen, Wilhelm dem Jüngeren, Acfred (+ 927) und danach Hugo dem Schwarzen. Doch erreichten in dieser Zeit auch die Vizegrafen, Raculf und sein Schwager Albericus (Aubry), die Grafenwürde. Leutald (Lietaud, + 961/62), der Sohn von Albericus, erweiterte seinen Machtbereich über die Saone hinaus; seine Besitzungen fielen an Sohn und Enkel, schließlich an einen andern seiner Nachkommen, Guido (Guy, 994-102), Sohn von Ott-Wilhelm. Das Geschlecht der Nachkommen Guidos erlosch mit Guido II., der 1078 in Cluny eintrat. Macon kam an die Grafen von Burgund; nach dem Tode Wilhelms des Deutschen (+ 1126) erbten die Grafen von Vienne, eine jüngere Linie, die Grafschaft Macon, mit Wilhelm I. (+ 1155), Gerhard (Girard) von Vienne (1185-1226) und Wilhelm II., dessen Tochter Alix mit Johann von Dreux, Grafen von Braine, verheiratet war. Dieser verkaufte die Grafschaft Macon 1239 an den König von Frankreich.



 
 
 
 


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