Begraben: Sahagun
Einzige Tochter des Herzogs
Robert I. von Burgund aus seiner 1. Ehe mit der Helie
de Semur, Tochter von Seigneur Damas I.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1408
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Konstanze, Königin von Leon und Kastilien
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+ 1093
Sahagun
Tochter Herzog Roberts I. von Burgund und Nichte Abt Hugos von Cluny
Zweite der vier Frauen Alfons
VI. (oo Ende 1079), einzige Tochter: Urraca
(* um 1080).
Nach Verstoßung seiner ersten Frau Agnes
von Aquitanien 1077 wegen Kinderlosigkeit heiratete
Alfons Konstanze, unmittelbar nachdem er das Kloster S. Maria
de Najera an Cluny übertragen hatte. Nach der Übernahme des römischen
Ritus in den Reichen Alfons‘ VI.,
so wie es der Kardinallegat Richard seit 1078 gefordert hatte, zog Gregor
VII. Mitte 1080 seine Einwände gegen die Rechtmäßigkeit
dieser Heirat zurück. Die Konstanze
begleitenden Kleriker und Mönche nahmen Schlüsselpositionen ein.
Der Cluniazenser Bernhard wurde Abt von Shagun und dann erster Erzbischof
von Toledo (1085). Konstanzes einzige
Tochter war als Thronerbin vorgesehen, da Alfons
nur noch einen illegitimen Sohn Sancho (+ 1108)
und mehrere andere Töchter hatte.
XII. 391 b. Constanze
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* ..., + 1092
Gemahl: a) Hugo Graf von Chalons
+ 1080
b) 1081 V. Alfons VI. König von Leon
+ 1109 30.VI.
VIII. 114b. Constanze
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* ..., + 1092
1. oo Hugo, Graf von Chalon
+ 1080
2. oo 1081 V Alfons VI., König von Leon
+ 1109 VI 30
1076 aus Burgund vertrieben
Vgl. Brandenburg XII, 391.
KÖNIGIN URRACA
* 1080/81, + 8.3.1126
Saldana
Begraben: Kathedrale in Palencia
Eltern: ALFONS VI. (* um 1041, + 30.6.1109 in Toledo, bestattet in Sahagun), König von Kastilien-Leon (1072-1109), und KONSTANZE VON BURGUND (* 1046, + nach dem 2.9.1093, bestattet Sahagun), Tochter Herzog Roberts des Älteren von Burgund (1032-1076) und der Helie von Semus-en-Brionnais, Schwester Abt Hugos von Cluny, die 1046 verstoßen, nach 1055 starb
1. oo Hugo II., Graf von Chalon-sur-Saone (+ 1078 in Aragon)
So sollte Alfons VI.
1079, im selben Jahr, in dem er Cluny das reiche Kloster Santa Maria de
Najera in der Rioja schenkte, die burgundische
Herzogs-Tochter Konstanze heiraten, deren erster Gemahl auf
einem Feldzug gegen die Mauren in Aragon im Kampf gefallen war. Leider
bleibt ihre Persönlichkeit weitgehend im Dunkel, obwohl sie seit Mai
1080 häufig zusammen mit ihrem Gemahl in den Urkunden erscheint. Nur
ihre Frömmigkeit und Verbundenheit mit ihrer Heimat sind aus verschiedenen
frommen Stiftungen zugunsten von Klöstern wie Sahagun und Tournus
ersichtlich. Ihre Tochter Urraca, das
einzige Kind aus ihrer Ehe mit Alfons VI.,
das die schwierigen ersten Lebensjahre überstand, wurde wohl gegen
Ende 1080 oder spätestens 1081 geboren. Über die Kindheit Urracas
ist nichts bekannt. Da der königliche Hof ständig auf Reisen
war und die Königin, wie aus den Urkunden hervorgeht, ihren Gemahl
meist begleitete, war das Kind wahrscheinlich einer Amme anvertraut.
Auf dieser Grundlage baute der König ein neues personelles
Beziehungsgeflecht auf, dem er schon 1079 ein verwandtschaftliches Rückgrat
hatte geben können, als er mit Konstanze,
der Tochter des Herzogs Robert von Burgund,
eine Nichte des Abtes Hugo von Cluny heiratete [Zu
Konstanze, Schwester des Herzogs Odo
von Burgund, und Hugo von Cluny vgl. Segl, Königtum und
Klosterreform (wie Anm. 50), Seite 180f., der jedoch zu Recht davor warnt,
die verwandtschaftlichen Bande zu hoch zu bewerten, zumal die Präsenz
Clunys auf der Iberischen Halbinsel schon seit längerem bestand; Reilly,
Alfonso VI (wie Anm. 27), Seite 107ff., der vermutet, die Heirat habe im
Spätherbst oder Frühwinter 1079 stattgefunden, da Konstanze,
wie bereits Segl beobachtete (Seite 180, Anm. 1030), in der Übertragung
von Santa Maria la Real de Najera an Cluny vom 3. September 1079 unerwähnt
blieb.]. Mit Konstanze waren burgundische
Cluniacenser nach Kastilien-Leon gekommen, darunter der spätere Erzbischof
Bernhard von Toledo.
Daß Gregor VII. seinerseits seine Einwände
gegen die Eheschließung zwischen Alfons
VI. und Konstanze fallen
ließ [JL 5174; Register Gregors VII., ed. Caspar (wie Anm. 35), Seite
519-520 = D. Mansilla, La documentacion pontificia hasta Inocencio III
(965-1216) (Roma 1955), Seite 33-35, Nr. 20 zu 1080 Juni 27, in welchem
dem König das illicitum conubium, quod cum uxoris
tuae consanguinea inisti - gemeint ist die Verwandtschaft zwischen
Konstanze und der bisherigen Königsgattin
Agnes -, vorgeworfen wird. Vgl. zur
Haltung Gregors VII. Reilly Alfonso VI (wie Anm. 27), Seite 109-112.],
während der kastilisch-leonesische König den kurz zuvor eingesetzten,
die mozarabische Liturgie duldenden Abt Robert von Sahagun wohl auf Druck
des Kardinallegaten Richard von Marseille zugunsten Bernhards opferte,
war angesichts dieser Aussichten eher ein Nebenefefkt.
1. oo Hugo II. von Semur Graf von Chalon
- um 1080
1081
2. oo 2. Alfons VI. König von Kastilien
1036-30.6.1109
Kinder:
2. Ehe
Urraca Königin von Kastilien
1082-8.3.1126
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 41 Seite 82 -
Die
Begegnung des Westens mit dem Osten, hg. von Odilo Engels und Peter Schreiner,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993, Seite 236, 237 - Glocker
Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik.
Böhlau Verlag Köln Wien 1989 VIII,110 Seite 344 - Schnith
Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien
Köln 1997 Seite 175,178,180 - Vones Ludwig: Geschichte der
Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen.
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 88 -