Tochter des Herzogs Franz I. von Guise und der
Anna
von Modena-d'Este, Tochter von Herzog Ercole II.
Eine politische Heirat, um Ludwig III. von Montpensier an die herrschsüchtige Familie zu binden; nach der Ermordung ihrer zwei Brüder wollte Katharina ihren dritten Bruder Mayenne zum König machen, da sie Heinrich IV. von Navarra verabscheute. Sie unterstützte die Liga und war an der Ermordung Heinrichs III. beteiligt.
Hartmann P.C.: Seite 140
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"Französische Könige und Kaiser der Neuzeit.
Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870."
Im Herbst 1588 war das französische Königtum am tiefsten Punkt seiner Geschichte angelangt. Der Weg zu einem Dynastiewechsel zugunsten des Hauses GUISE, das seine Ahnherren in den KAPETINGERN erblickte, schien frei. Freimütig sprach man im GUISE-Clan davon, Henri, wie einst den letzten MEROWINGER Childerich, ins Kloster zu schicken, und Catherine-Marie de Montpensier, die haßerfüllte Schwester der GUISE-Brüder, trug sichtbar an ihrem Gürtel die goldene Schere, die seit Jahren dafür reserviert hatte, Henri III. seine "dritte Krone", nämlich die Tonsur, zukommen zu lassen.
Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 394,416,421-423
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"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen
und Mätressen um den Lilienthron."
Die Schwetser des Herzogs von Guise, durch ihre Heirat
Herzogin
von Montpensier, ist der Ansicht, daß die Familie GUISE
direkt von Charlemagne abstammt und
damit ein Anrecht auf den französischen Thron habe. Dieser Anspruch
sei sogar größer als der der KAPETINGER-VALOIS,
da deren Abstammung indirekter auf KARL DEN GROSSEN
zurückgehe. Sie lebt nur für den Tag, an dem der verkommene letzte
VALOIS endlich vom Thron vertrieben wird. Um für diesen
Tag bereit zu sein, trägt sie angeblich immer eine goldene Schere
am Gürtel, um ihm die Haare abzuschneiden, bevor er für immer
in einem Kloster verschwindet. Wieso hatte die Dame nicht mitbekommen,
daß sie seit längerem keiner Schere mehr bedurfte, um Henri
III. von seiner Lockenpracht zu befreien?
Inzwischen ist auch die Herzogin de Montpensier
in Paris eingetroffen und stürzt sich mit Inbrunst ins revolutionäre
Getümmel. Sie wird der Kumulationspunkt der Rebellion (Breton, 343).
Zunächst holt sie ihren jüngsten Bruder, den Herzog von Mayenne,
als neuen Chef an die Spitze der Liga. Doch der hat nichts von den Führerqualitäten
seines Bruders Henri.
Das Volk von Paris ist eigentlich schon bereit, dem König
die Tore zu öffnen. Doch die Dame de Montpensier, die immer
noch einiges Ansehen genießt, und vor allenm der Klerus, sind strikt
dagegen.
Am 30. Juli 1589 erscheint ein Edelmann des Königs
bei der erstaunten Madame de Montpensier und erklärt ihr, daß
sie der Grund allen Übels der Pariser sei und sie dem Scheiterhaufen
überantwortet werden müsse. Noch ist sie der Überzeugung,
daß das Feuer eher für Sodomiten wie den König sei als
für sie. Sie hat Fürsorge getroffen.
Während der ekstatischen Träumereien in dieser
künstlichen Umgebung hat der arme Jacques Clement eines Tages eine
sehr real wirkende Vision. Es erscheint eine zunächst geheimnisvolle
Frau, sie ist eine Dame, ja eine Prinzessin! Es ist die von ihm hochverehrte
Herzogin
von Montpensier! Sie ist es wirklich. Trotz ihrer Kleinheit und ihrer
kurzen Beine erscheint sie dem verwirrten Jungen in ihrem durchscheinenden
Kleid unglaublich schön mit ihren funkelden Augen und ihrer runden
Brust, die sie ihm darbietet. Verzaubert bewundert sie der kleine Mönch.
Taillander Saint-Rene Madeleine Marie Louise: Seite
202,219
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"Heinrich IV. Der Hugenotte auf Frankreichs Thron."
Die Gattin des Herzogs ist unter dem Schutz der Stadt
in Paris verblieben und hat hier einen Sohn zur Welt gebracht. Der Vorsteher
der Pariser Schöffen hält das Kind über die Taufe, in der
es den Namen Paris-Lothringen empfängt. Das Doppelkreuz der Lothringer
taucht an Hauseingängen und in Läden auf, die Schwester der GUISEN,
die Herzogin von Montpernsier, hat das Neugeborene vom Balkon des
Palais Guise der jubelnden Menge gezeigt, wie man vom Louvre die Dauphis
zu zeigen pflegte.
Als man der Herzogin von Montpensier, der Schwester
des Herzogs von Guise, die Nachricht vom Tode Heinrichs
III. brachte, hatte sie nur ein Bedauern: daß das Ungeheuer
vor seinem Ableben nicht erfuhr, daß sie es war, die ihm den Dominikaner
geschickt hatte. Das Messer war der kleinen goldenen Schere noch vorzuziehen.
Sie fiel dem Überbringer der Botschaft um den Hals. Sie band eine
grüne Schärpe um den Kopf, stieg mit ihrer Mutter zu Pferde und
hielt dem Volk vor der Franziskanerkirche eine Ansprache. Ein leidenschaftlicher
Ausbruch der Liebe für die gerächten GUISEN bemächtigte
sich des Volkes. Man nannte die Mutter der GUISEN "Königin-Mutter",
obwohl es keinen König mehr gab.
4.2.1570
oo 2. Ludwig III. der Gute Herzog von Montpensier
x 10.6.1513-23.9.1582
Literatur:
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Hartmann P.C.: Französische Könige und
Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870. Verlag
C. H. Beck München 1994 Seite 140 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia:
Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen
um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 394,400,404,416,421-423,425
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Taillander Saint-Rene Madeleine Marie Louise: Heinrich IV. Der
Hugenotte auf Frankreichs Thron. Eugen Diederichs Verlag München 1995
Seite 202,219,263 -