Jüngerer Sohn des Herzogs
Ludwig I. von Bourbon-Conde aus seiner 1. Ehe mit der Eleonore
von Roye, Tochter von Graf Karl
Thiele Andreas: Band II Teilband 1 Tafel 85
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"
Karl de Bourbon, schwach
an Körper und Geist, wurde als Waise streng katholisch erzogen und
neigte zu billigen Possen und Prasserei. Er war eitel und habgierig und
orientierte sich an seinem ähnlich gearteten Onkel, Kardinal
Karl de Bourbon, der ihn förderte. Er wurde Abt von
St. Denis, St. Germain-des-Pres, Ourcamp und Bourgeuil,
1582 Koadjutor von Rouen, 1583 Kardinal, 1590 Erzbischof
von Rouen und Pair de France. Karl
anerkannte
1589, obwohl Hugenottenhasser, seinen königlichen Cousin Heinrich
IV. und wurde Chef des Staatsrates und Großsiegelbewahrer;
ging aber bald von ihm zu den GUISEN zurück und erstrebte selbst die
Krone. Er scheiterte an den GUISEN und siechte zuletzt stark, eventuelle
durch Gift. Es gab über ihn etliche Spottlieder.