Einziger Sohn des Herzogs
Heinrich I. von Bourbon-Conde aus seiner 2. Ehe mit der
Charlotte von Tremouille, Tochter von Graf Ludwig III.
Thiele Andreas: Band II Teilband 1 Tafel 86
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"
Der postum geborene Heinrich
II. de Bourbon folgte 1588 seinem Vater als Herzog d'Enghien,
Fürst
de Conde, Graf von Clermont-en-Beauvaisis unter der Vormundschafts
einer Mutter. Er wurde erst 1595 nach jahrelangem Ringen der Mutter als
ebenbürtig und "Premier Prince du Sang" vom königlichen
Hof anerkannt und galt damit als der Präsumptiverbe der Krone,
da König Heinrich IV. zu diesem
Zeitpunkt noch keine Kinder hatte. Er war ja eventuell nur der Sohn eines
Liebhabers seiner Mutter.
Er wuchs seitdem am Hof auf und war seit 1610 mit seinem
Cousin schroffer Gegener der Königin-Regentin
Maria Medici und ihres Günstlings Concini und wurde Haupt
des gesamten oppositionellen Adels. Er forderte als nächster Agnat
die Regentschaft, wurde 1615 in den Regentschaftsrat aufgenommen und war
1616-1619 mit anderen inhaftiert. Er diente danach der Krone treu, wurde
Pair
de France und katholisch, Gouverneur von Burgund und Guyenne, Berry,
Boubonnais und Lothringen, General und Präsident des Staatsrates.
Heinrich
II. von Bourbon kämpfte mit gegen die Hugenotten, half
1628 La Rochelle zu erobern, erbte 1632 den Besitz des von Richelieu hingerichteten
Herzog von Montmorency und französischen Connetables (Schwager) und
wurde Herzog von Montmorency und Chateauroux, Herzog d'Albret
und de Belelgarde. Er stand ab 1634 erneut dem Staatrat als Regent
für Ludwig XIII. vor und behauptete
im Dreißigjährigen Krieg unter anderem Dijon.
17.5.1609
oo Charlotte von Montmorency, Tochter des Herzogs
Heinrich I.
11.5.1594-2.12.1650
Kinder:
Sohn
24.12.1617-24.12.1617
Zwillinge (Söhne)
5.9.1618-5.9.1618
Genoveva
27.8.1619-15.4.1679
2.6.1642
oo Heinrich II. Herzog von Longueville
7.4.1595-11.5.1663
Ludwig II. Herzog von Conde
7.9.1621-11.12.1686
Armand Herzog von Conti
11.10.1629-21.2.1666
Literatur:
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Taillander Saint-Rene Madeleine Marie Louise:
Heinrich IV. Der Hugenotte auf Frankreichs Thron. Eugen Diederichs Verlag
München 1995 Seite 276,283,300,309,461-464,469-472,478,481,490,499
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