Karl III.                                                10. Herzog von Bourbon (1505-1527)
-----------                                              4. Graf von Montpensier (1501-1527)
17.2.1490-6.5.1527 gefallen
               Rom

Begraben: Sankt Peter Rom
 

2. Sohn des Grafen Gilbert von Montpensier und der Klara Gonzaga von Mantua, Tochter von Markgraf Friedrich I.
 

Karl III. folgte 1501 seinem Bruder Ludwig II. als Graf von Montpensier und 1505 seiner Gemahlin Suzanne als 10. Herzog von Bourbon, 7. Herzog von Auvergne, Graf von Clermont-en-Beauvoisis, von Forez, de la Marche und von Gien, Vicomte von Carlar und Murat und Seigneur de la Roche-en-Renier und von Bourbon-Lancy und Pair von Frankreich und Großkammerherr. Er wurde auch Generalleutnant von Burgund, Gouverneur von Languedoc und Connetable von Frankreich, eroberte nach der Schlacht bei Marignano 1515 Mailand, wurde französischer Vizekönig von Mailand, das er gegen Kaiser MAXIMILIAN I. hielt. Karl war eine strahlende, draufgängerische Feudalgestalt, wurde daher von König Franz I., der sehr eifersüchtig auf ihn war, 1521 aller Ämter enthoben, wodurch Mailand wieder verloren ging. Er ging zu Kaiser KARL V. über und wurde kaiserlicher Statthalter von Mailand, fiel von dort in die Provence ein, wurde 1523 in Frankreich geächtet und enterbt und besiegte am 24.2.1525 in der Schlacht bei Pavia Franz I. von Frankreich und nahm ihn gefangen, die Genugtuung. Zusammen mit Georg von Frundsberg führte er 1527 die kaiserliche Armee gegen Rom und kam beim berüchtigten "Sacco di Roma" um.

Hartmann P.C.: Seite 64
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"Französische Könige und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870."

Im Zuge des Konflikts mit seinem Lehnsherrn um den Besitz seiner verstorbenen Gattin war Charles de Bourbon, Connetable von Frankreich, bereit, auf die Seite des Kaisers zu treten. Im August 1523 versprach die habsburgische Seite, ihm Eleonore zur Gattin zu geben. KARL wollte von Spanien aus militärisch operieren, Heinrich VIII. in der Normandie. Bourbon sollte dafür den Aufstand im Innern Frankreichs organisieren. Als die Verschwörung entdeckt wurde, konnte Charles de Bourbon gerade noch fliehen. Eine neue Aufgabe erhielt er im Dienste der kaiserlichen Sache, als er den S-Frankreich-Feldzug befehligte, der nach anfänglichen Erfolgen, verbunden  mit dem Einzug in Aix (9.8.1524), vor Marsaille, das im August nd September vergeblich belagert wurde, scheiterte.

Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Seite 158,177-179
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"Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron."

Ganz oben auf der Liste derer, denen Louise de Savoie etwas heimzuzahlen hat, steht Anne de Beaujeu-Bourbon. Pierre de Beaujeu-Bourbon war 1503 gestorben, und damit wurde beider Tochter Suzanne zu einer der reichsten Erbinnen Frankreichs. Durch die kluge Vermittlung der Mutter hatte sie Charles de Bourbon-Montpensier geheiratet, Erbe einer Seitenlinie der BOURBONEN. Für ihn hat Louise de Savoie eine fatale Vorliebe entwickelt. Francois kann zwar Charles de Bourbon, den die Frauen lieben und den die Männer achten, nicht ausstehen. Dennoch macht er ihn umgehend zum Konnetabel von Frankreich, da Maman es so wünscht.
Genau wie in Navarra aus dem maßlosen Ehrgeiz der Favoritin und ihres Klüngels fast ein Krieg mit Spanien entsteht, verscherzt sich Francois auch in der Lombardei alle Chancen, die er dort durch die Wirkung seiners persönlichen Auftretens und die ausgezeichnete Verwaltungsarbeit des Konntabels de Bourbon hatte. Auf dringenden Bitten seiner leider auch als politische Beraterin so geschätzten Mätresse setzt er ohne Begründung den Konnetabel ab und ersetzt ihn durch den ältesten Bruder seiner Juno.
Schon strömen die Ritter und Söldner nach Süden, da hält ihn selbst das Ergebnis einer langjährigen Kabale, der sogenannte "Verrat" des Konnetabels de Bourbon in Frankreich zurück. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Louise de Savoie hatte eine fatale Liebe zu dem 14 Jahre jüngeren Konnetabel entwickelt. Als seine Ehe mit Suzanne, der Tochter der Anne de Beaujeu, durch Tod der Gattin endet, bedrängt Louise ihn so, daß er eine klare Antwort geben muß. Er sagt ihr, da er 31 Jahre alt sei und keinen Erben habe, könne er nicht eine Frau von über 45 heiraten. Nicht charmant, aber ehrlich. Die sonst gar nicht so zartbesaitete Louise soll in Ohnmacht gefallen sein. Man weiß von ihr, daß sie nie eine Kränkung vergißt. Sie beschließt Bourbons Untergang. Er verliert alle Befugnisse, behält nur seinen Titel. Da sie den Mann nicht bekommen kann, will Louise seinen Besitz. Sie ficht das Testament der verstorbenen Suzanne de Bourbon an.
Anne de Beuajeu rät ihrem Ex-Schwiegersohn, sich dem Kaiser zu unterstellen, dem er für einige Ländereien lehnspflichtig ist. Aus mittelalterlichem Verständnis heraus ein legitimer Rat, einen Lehnsherrn zu verlassen, der einen seit Jahren nur gedemütigt hat und jetzt anscheinend auch noch zulassen will, daß eine rachsüchtige Frau Anspruch auf das ihr nicht zustehende Erbe eines der größten Häuser Frankreichs erhebt. Seite dem 12. August übt Louise wieder die Regtentschaft aus, und sie hat sich nicht gescheut, das Parlament massiv zu bedrohen, um endlich eine Entscheidung gegen Bourbon zu erzwingen. Bourbon wechselt endgültig ins Lager des Kaisers.

Tamussino Ursula: Seite 240-243,249
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"Margarete von Österreich. Diplomatin der Renaissance"

Das Unternehmen wurde im nächsten Jahr wiederholt, nachdem der Abfall des Connetable von Frankreich, des Herzogs Charles de Bourbon (Schwiegersohn der Anne de Beaujeu), der Franz I. wegen eines Streits um das Erbe nach seiner Gemahlin Suzanne die Treue aufgesagt hatte, die Strategen des "großen Planes" wieder belebt hatte. Als über die verräterischen Umtriebe Bourbons keine Zweifel mehr bestanden und der König sein Gebiet umstellen ließ, konnte er sich nur durch eine abenteuerliche Flucht retten.
Nachdem die vereinten kaiserlichen und päpstlichen Truppen die Franzosen aus Mailand vertrieben hatten und der abtrünnige Herzog von Bourbon einen wenig erfolgreichen Einfall in die Provence unternommen hatte, beschloß Franz I., noch einmal über die Alpen zu ziehen. Gegen den Rat der meisten seiner Heerführer marschierte Franz gegen Pavia, verschanzte sich und richtete sich in scheinbar unangreifbarer Stellung auf eine längere Belagerung ein. Obwohl den kaiserlichen Generälen bereits die Soldgelder ausgegangen waren, gelang es dem Marchese di Pescara, die spanischen, italienischen und deutschen Knechte dazu zu bewegen, noch einige Tage ohne Sold zu dienen. Unter seiner Führung, der des Herzogs von Bourbon und Georgs von Frundsberg umgingen die Kaiserlichen die französischen Stellungen und drangen in den nördlich der Stadt gelegenen Park von Mirabello ein, um sich mit den Belagerten zu vereinigen. König Franz meinte, sie in dem unbefestigten Gelände leicht fassen zu können, verließ trotz der Warnungen seiner erfahrenen Offiziere die Schanzen und griff an, ungestüm und unüberlegt. Die Kaiserlichen gewannen die Oberhand, und der König, der sich zusammen mit einer Schar von Gefolgsleuten zu weit vorgewagt und die Verbindung mit seiner Hauptmacht verloren hatte, sah sich plötzlich von spanischen Hakenbüchsenschützen umzingelt. Nur das Eingreifen von Charles de Lannoy, Vizekönig von Neapel rettete sein Leben.
Georg von Frundsberg zog im Spätherbst noch einmal über die Alpen und überschritt mit Unterstützung der Kanonen des Herzogs Ercole II. von Ferrara den Mincio. Während General Antonio Leyva Mailand hielt, vereinigten sich Mitte Februar die von Frundsberg und dem Herzog von Bourbon geführten deutschen und spanischen Kriegsknechte, die durch fehlenden Sold, Hunger und Entbehrungen in eine immer gefährlichere Stimmung gerieten. Sie gaben die Schuld dem Papst, dem "geldgierigen Antichrist im lasterhaften römischen Babel", und setzten sich Richtung Kirchenstaat in Marsch. Habgier und Beutelust taten ein übriges. Weder ihren Anführern, denen sie drohend entgegentraten (Frundsberg wurde vom Schlag gerührt und fiel aus), noch den aus Neapel angereisten kaiserlichen Diplomaten gelang es, das Unheil aufzuhalten. Papst Clemens hatte sich vorgegaukelt, seine Bundesgenossen würden ihn schützen, und viel zu lange gezögert, auch mit der Beschaffung von Geld. Am 5. Mai langten die Landknechtshorden vor der Ewigen Stadt an, am 6. Mai begann der Sturm. Der Herzog von Bourbon fiel beim Besteigen der ersten Sturmleiter, Philibert von Oranien wurde schwer verwundet. Die endgültig führerlos gewordene Soldateska plünderte nun in einem wildem Rausch Kirchen und Paläste, Bürgerhäuser und Werkstätten, Speicher und Handelskontore und belagerte den Papst, der sich in die Engelsburg geflüchtet hatte. Monatelang  dauerten das Chaos und die Greuel des Sacco di Roma, von vielen beschrieben und beklagt.

Treffer Gerd: Seite 48,132-139,198
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"Franz I. von Frankreich Herrscher und Mäzen"

Louise setzt beim König ihre Günstlinge durch: So wird Charles de Bourbon - angeblich Louises Liebhaber - Konnetabel von Frankreich, obwohl Franz ihn nicht sonderlich leiden kann. Charles de Bourbon ist einer der letzten großen Feudalherren. Mitten im Königreich herrscht er  wie ein kleiner König - schon deshalb ist er Franz ein Dorn im Auge. Charles hatte Anne de Beaujeus Tochter Suzannes geheiratet, die über ihren Vater 1503 den Besitz der BOURBONEN geerbt hatte. Ihm selbst hatte Montpensier gehört, so daß er nun über das ganze Zentralmassiv herrscht. Charles ist so schweigsam und behherrscht wie Franz lebenslustig und impulsiv ist, außerdem ein glänzender Heerführer.
Charles de Bourbon, am 27. Februar 1490 geboren, ist der letzte Sproß einer alten Familie, die neben ORLEANS und den ANGOULEME thronwürdig ist. Franz hatte ihn - auf Wunsch seiner Mutter - zum Konnetable gemacht, zum Oberbefehlshaber der französischen Armee. Er hat Vorrang vor allen herren, den Marschällen, selbst den Prinzen von Geblüt. Aus seinen Besitzungen bezieht er immense Renten: Er ist Herzog von Bourbon, der Auvergne und von Chatellearult, Graf von Clermont-en-Beaujolais, von Combrailles, von Mercoeur, von Annonay, von Roche-en-Rainier, von Bourbon-Lancey, Prinz von Dombes. Kurz: Das ganze Zentrum Frankreichs gehört ihm. Und Charles verwaltet es mit einer eigenen Kanzlei. Charles ist ebenso schweigsam, verschlossen, adelsstolz wie Franz extrovertiert, lustig, kumpanenhaft. Sicher, er hatte während des Marignano-Feldzugs verwundet, ihm dann die Statthalterschaft von Mailand übertragen. Ebenso brüsk aber hatte er ihn 1516 zurückgerufen und durch Lautrec ersetzt.
1521 dann hatte ihm Franz zwar die Armee der Champagne übertragen - aber eben nicht die von Italien: die größere, die wichtigere, und jedermann wußte doch, das des Königs Interessen Italien uind nicht der Nordarmee galten. Schlimmer noch: im Oktober 1521, im Angesicht der Truppen KARLS V., hatte Franz dem Herzog von Valenciennes das Kommando der Vorhut übertragen, das nach Brauch und Übung niemand denn dem Konnetabel zustand. Und vom Feldzug 1522 war Charles de Bourbon völlig ausgeschlossen worden. Einen so mächtigen Mann wiederholt zu brüskieren, ist selbst für einen König gefährlich.
Charles de Bourbon ist kinderlos. Sein Erbe verstorben. Und Suzanne de Beaujeu, seine Gemahlin, ist am 28. April 1521 verschieden. Mit zwei aufeinanderfolgenden Urkunden hat sie Charles als Erben eingesetzt: durch eine allumfassende Schenkung für den Fall, daß er sie überlebe - die Bestandteil schond es Ehevertrages war - und durch ein Testament, das etwa ein Jahr vor ihrem Ableben aufgesetzt worden war. Das juristische Problem: Suzannes Eigentum stand ihr als "Königskind" zu, das eigentlich nur auf ihren eigenen Erben vermacht werden konnte. Nur: König Ludwig XII. hatte die königlichen Ansprüche quasi annulliert. Um alles zu komplizieren, kommt auch noch das Seelenleben der Königin-Mutter ins Spiel. Man sagt, Louise von Savoyen habe den Konnetabel nach dem Tod seiner Gemahlin mit Heiratsanträgen verfolgt, wobei ihr Werben zweifellos mehr noch als der ritterlichen Erscheinung dem reichen Familienbesitz des Mannes galt, dessen Devise "Nicht Furcht, nicht Hoffnung" lautete. Furcht hatte er keine, aber Hoffnungen mochte er der zwanzig Jahre älteren Königin-Mutter auch nicht machen.
Wenn sie schon den Mann nicht bekommt, will Louise wenigstens einen Teil des finanzieleln Kuchens. Sie behauptet, ihr stehe das Erbe der verstorbenen Frau des Konnetabels, Suzanne de Beaujeu, zu. War ihre Mutter nicht eine Schwester des Sire de Beaujeu, des Mannes von Anne de Beaujeu gewesen? Und Louise begründet ihre Ansprüche: da Suzanne ohne Testamant verstorben sei, falle ihr deren Besitz als Erbe zu. Man hält ihr entgegen, es gebe nicht nur das Testament, sondern auch die Schenkung.
Ist Franz denn blind? Er muß doch wissen, wie dieser Große seines Reiches vom Ausland umworben wird. Schon geraume Zeit umschmeichelt ihn KARL V. Das hatte 1519 begonnen, als ihm der Kaiser 100.000 Livres Ausgleichszahlung für das neapolitanische Erzherzogtum Sesse bezahlt hatte. Dann hatten noch zu Lebzeiten Suzannes Gerüchte die Runde gemacht: sollte des Konnetabels Gemahlin dahinscheiden, wäre der Kaiser ernsthaft an dessen Wiedervermählung - und zwar mit seiner Schwester Eleonore - interessiert.
Die Advokaten tragen den Streit vor das Parlamant von Paris. Was tut der König? Er stellt durch eine offenbar vorsorglich bewahrende, aber für den Konnetabel beleidigende und offen drohende Verwaltungsmaßnahme diese Güter unter Sequester. Der Marschall von Chabannes wird als Verwalter eingesetzt. Schlimmer noch: am 7. Oktober 1522 leistet Louise dem König den Lehnseid für einige Herzogtümer, Grafschaften und Seigneuerien aus Bourbons Besitz. Franz nimmt den Eid entgegen und erkennt damit de facto seiner Mutter Rechte über die Gebiete an, die er zwischenzeitlich zum Kronbesitz erklärt hat. Bald darauf schenkt er ihr den Rest des Landes, über den er auf keinen Fall verfügen kann, da die Krone kein Recht darauf hat - und dies alles zu einem Zeitpunkt, da der Rechtsfall noch vor dem Pariser Parlament abhängig ist.
Am 5. Mai 1527 stehen die Truppen Bourbons vor Rom. Am nächsten Morgen beginnt der Angriff mit einem Artillerieduell. Die Kanonen der Engelsburg reißen Lücken in die Reihen der Angreifer. Dann, bei Sonnenaufgang, herrscht dichter Nebel. Die Angreifer nutzen die Deckung, um sich an die Mauern heranzuarbeiten. Bourbon ist vom Pferd gestiegen. Der Feldherr, der seinen Mannen ein Beispiel geben will, ergreift eine Leiter. Als er sie an die Mauern anlegen will, trifft ihn eine Arkebusenkugel in den Leib. Kurz danach verstirbt Bourbon. 37 Jahre alt war er geworden. Und der "Bürger von Paris" vermeldet: "Die Spanier bestatteten besagten Seigneur de Bourbon in der Kirche Sankt Peter von Rom, wo großer Triumph und Ehre ihm bereitet wurden, gerade wie für einen König."

Ridley Jasper: Seite 151-152,155-156
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"Heinrich VIII. Eine Biographie."

Die Verwüstung der Grafschaft Boulonnais war nur als Vorspiel der vollständigen Vernichtung Frankreichs 1523 gedacht. Franz' erster General, der Herzog von Bourbon und Konnetabel von Frankreich, trat in geheime Verhandlungen mit KARL. Er bot an, Franz zu hintergehen und gleichzeitig mit den Überfällen von außen eine Revolte im südästlichen Frankreich anzuzetteln. Dafür wollte Bourbon KARLS Schwester Eleonore zur Frau und eine Mitgift von 100.000 Kronen. Dochs ein Verrat, der Franz den Rest geben sollte, schwächte in erster Linie dessen Feinde. Er säte Mißtrauen zwischen KARL und Heinrich, denn KARL erzählte Heinrich und Wolsey nichts von Bourbons Angebot. Bourbon sorgte selbst dafür, daß sie es erfuhren. Ihre Furcht wuchs, als Heinrichs Gesandter am Hofe Margaretes von Österreich berichtete, er habe gehört, Bourbon wolle nach Franz' Niederlage selbst König der Franzosen werden.
Das Sammeln von Geld für den Krieg, die Vorbereitungen für den Transport der Armee nach Calais und die Verhandlungen mit Bourbon kosteten viel Zeit. Erst Anfang September war endlich alles bereit. Da verriet im letzten Augenblick Bourbons Page den Herzog an Franz. Bourbon konnte gerade noch rechtzeitig nach Italien fliehen, um sich seiner Verhaftung wegen Verrats zu entziehen. Heinrich und Wolsey waren mißtrauischer denn je, als KARL Bourbon zum Oberbefehlshaber seiner Armee in N-Italien ernannte. Heinrich und Wolsey luden Bourbon nach England ein, um ihm die Leitung der Invasion Frankreichs von Calais aus zu übertragen, doch Bourbon lehnte ab. Ganz offensichtlich stand er völlig unter dem Einfluß KARLS.
Im Jahre 1524 wurde der Krieg gegen Frankreich fortgesetzt. Unter Führung von Bourbon griffen KARLS Armeen die französischen Truppen in der Lombardei an, besiegten sie in einer Schlacht, in der der große Bayard getötet wurde, und marschierten in die Provence ein. Heinrich und Wolsey schickten Pace und Russell mit Geld für Bourbon los. Pace begleitet Bourbon auf seinem Marsch entlang der Mittelmeerküste nach Marseille.
 
 
 
 

10.5.1505
   oo Susanne von Bourbon, Tochter des Herzogs Peter II.
       10.5.1491-28.4.1521
                     Chateau de Chetellerault

     9. Herzogin von Bourbon
     Die Ehe war nicht sehr glücklich.
 
 
 
 

Kinder:

  Franz Graf von Clermont
  7.1517-   1518

  Zwillinge (Söhne)
  1519-   1519

Illegitim

  Katharina
        -

  oo Bertrand von Salmart Seigneur von Ressis
            -

  Johann
        - nach 1560
 
 
 
 

Literatur:
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Fraser Antonia: Die sechs Frauen Heinrichs VIII. Claasen Verlag GmbH Hildesheim 1995 Seite 110,118 - Hartmann P.C.: Französische Könige und Kaiser der Neuzeit. Von Ludwig XII. bis Napoleon III. 1498-1870. Verlag C. H. Beck München 1994 Seite 60,64,146 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 158,162,164,175,177-179,182,191,204 - Ridley Jasper: Heinrich VIII. Eine Biographie. Weltbild Verlag GmbH Augsburg 1995 Seite 102,151-152,155-156,170 - Tamussino Ursula: Margarete von Österreich. Diplomatin der Renaissance Verlag Styria Graz Wien Köln 1995 Seite 201,240-243,249 - Treffer Gerd: Franz I. von Frankreich Herrscher und Mäzen Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1993 Seite 32,48,52,54,56,65,73,119,123,132,135,137,139,143,161,167,171,185,191,198,200,232,247,268,309 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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