Balduin VII. mit dem Beil                          Graf von Flandern (1111-1119)
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um 1095-17.1.1119
               Rousselaere
 

Sohn des Grafen Robert II. von Flandern und der Clementia von Burgund, Tochter von Graf Wilhelm II.
 

Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 38
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XII. 148 a. BALDUIN VII., Graf von Flandern 1111
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* 1093, + 1119 1.VII..

Gemahlin: 1110 Hedwig, Tochter des Herzogs Alains IV. von Bretagne (siehe XIII. 40)
                                 + ....

               geschieden wegen Verwandtschaft

Anmerkungen: Seite 142
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XII. 147-148.

Vanderkindere I, 303 f.
Angaben über weitere Kinder und eine angebliche zweite Frau Balduins VII. (Margarete Gräfin von Boulogne) sind nicht genügend begründet.


Balduin VII. mit dem Beil war sehr streitbar, bekriegte den Adel und versuchte die Bauern zu schützen. Er stritt mit Holland und Hennegau, half Frankreich gegen die Normandie, gegen die er fiel. Da er kinderlos starb, hinterließ er das Land seinem Vetter Karl von Dänemark.

Ehlers Joachim: Seite 95
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter"

Unter diesen auf Dauer schwer erträglichen Umständen überrascht es nicht, daß die Kämpfe drei Jahre später wieder ausbrachen; mit dem Schwerpunkt im Vexin sucht Ludwig seine Lage zu bessern. Der Erfolg blieb aber aus, und durch den Tod Graf Balduins VII., der im September 1118 kämpfend gefallen war, verlor das capetingische Lager einen starken Bundesgenossen.

Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 171,172,174
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"Die Anglonormannen"

Wohl stäker als Vater und Bruder entwickelte Heinrich I. das Mittel des Geldlehens, um Vasallen außerhalb der Normandie anzubinden. Ein besonders kostspieliges Beispiel war Flandern: Am 17. Mai 1110 erneuerte Heinrich I. den Vertrag von 1101; er lautete jetzt auf 400 Mark Geldlehen, die allerdings für nur noch die Hälfte der militärischen Hilfe aufzubringen waren, die vorher zugesagt worden war - mit zweifelhaftem Erfolg, da Graf Robert II. bereits 1111 starb, als ausgerechnet beim Kampf gegen Heinrichs I. Verbündeten Graf Theobald IV von Blois auf der Brücke zu Meaux vom Pferd geworfen wurde. Ohnehin waren es nur wirtschaftliche Erwägungen, die flandrische Grafen zum Abgehen von ihrer Politik einer Trennung Englands von der Normandie bestimmten, und entsprechend schwenkte Roberts Sohn und Nachfolger Balduin VII. wieder auf nachdrückliche Gegnerschaft gegen die Normandie ein.
Als König Heinrich I. sich seines Neffen Wilhelm Clitos bemächtigen wollte, brachte dessen Vormund Elias von Saint-Saens ihn in Sicherheit, und ausgerechnet Balduin VII. von Flandern schlug Wilhelm Clito in seinem 14. Lebensjahr zum Ritter.
Im April 1116 kam es zum Krieg, bei dem Heinrich I. seine Neffen Theobald und Stephan von Blois unterstützte, während Fulko der Junge von Anjou und Balduin VII. von Flandern auf kapetingischer Seite standen. Nach bewährtem Muster wurden auch innere Gegner aktiviert, indem die kapetingische Partei und einige normannische Barone Wilhelm Clito als Herzog der Normandie anerkannten. Hauptkriegsschauplatz waren das Vexin, die Picardie und die Brie, aber auch die Umgebung von Alencon und Chartres wurde gekämpft; im September 1118 wurde Balduin VII. sogar im Grenzgebiet der Normandie tödlich verwundet. Das bedeutete das Ausscheiden Flanderns aus diesen Auseinandersetzungen.

Leo Heinrich: Seite 32-33
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"

Robert II. folgte in der Markgrafschaft sein Sohn Balduin Hapkin oder die Axt, der diesen Namen wohl erhielt, weil er mit unerbittlicher Strenge die Blutrache unter den adeligen Familien auszurotten, und vor allem die ärmeren Freien gegen den Adel zu schützen suchte [Dies ist wahrscheinlicher, als daß er den Namen von der Streitaxt erhalten, welche er stets führte; denn die letztere war Auszeichnung der Fürsten, und ihm nicht eigentümlich.]. Das Raubwesen des Ritterstandes, was seit der Abwesenheit seines Vaters im Heiligen Lande außerordentlich zugenommen hatte, unterdrückte er mit aller Gewalt, und machte die Landstraßen den Kaufleuten wieder sicherer. Immer reiste er im Lande umher, kümmerte sich um Recht und Gericht, und strafte treulose Amtleute, ungerechte, das Volk unterdrückende Richter ohne Ansehen der Person. Im Kampf zwischen England und Frankreich war er seinem Lehnsherrn stets treu und gewärtig.
Eine Fehde mit Hugo Haberfeld (Champdavaine), Grafen von St. Pol (dem Sohne des Grafen Anselm), fällt in die Jahre 1115 bis 1117; sie scheint von ähnlicher Art gewesen zu sein, wie die früher von Balduin zur Demütigung des Adels unternommen, und wurde durch Vermittlung des Grafen Eustachius von Boulogne verglichen.
Zwei Jahre später, im September 1119, wurde Balduin in dem Krieg, der noch zwischen Frankreich und England dauerte, verwundet, und starb im Junius des folgenden Jahres zu Rousselaere in Folge davon.
 
 
 
 

  oo 1. Hedwig von der Bretagne, Tochter des Herzogs Alain IV.
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 19 Seite 38 - Ehlers Jochim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 101 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 77,95 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 43 - Jäschke Kurt-Ulrich: Die Anglonormannen. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1981 Seite 171,172,174 - Leo Heinrich: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten, Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 32-33 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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