Sohn des Grafen Robert II. von Flandern und der
Clementia
von Burgund, Tochter von Graf Wilhelm II.
Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 38
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XII. 148 a. BALDUIN VII., Graf von Flandern 1111
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* 1093, + 1119 1.VII..
Gemahlin: 1110 Hedwig, Tochter des Herzogs Alains IV.
von Bretagne (siehe XIII. 40)
+ ....
geschieden wegen Verwandtschaft
Anmerkungen: Seite 142
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XII. 147-148.
Vanderkindere I, 303 f.
Angaben über weitere Kinder und eine angebliche
zweite Frau Balduins VII. (Margarete Gräfin von Boulogne) sind
nicht genügend begründet.
Ehlers Joachim: Seite 95
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter"
Unter diesen auf Dauer schwer erträglichen Umständen überrascht es nicht, daß die Kämpfe drei Jahre später wieder ausbrachen; mit dem Schwerpunkt im Vexin sucht Ludwig seine Lage zu bessern. Der Erfolg blieb aber aus, und durch den Tod Graf Balduins VII., der im September 1118 kämpfend gefallen war, verlor das capetingische Lager einen starken Bundesgenossen.
Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 171,172,174
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"Die Anglonormannen"
Wohl stäker als Vater und Bruder entwickelte Heinrich
I. das Mittel des Geldlehens, um Vasallen außerhalb der
Normandie anzubinden. Ein besonders kostspieliges Beispiel war Flandern:
Am 17. Mai 1110 erneuerte Heinrich I.
den Vertrag von 1101; er lautete jetzt auf 400 Mark Geldlehen, die allerdings
für nur noch die Hälfte der militärischen Hilfe aufzubringen
waren, die vorher zugesagt worden war - mit zweifelhaftem Erfolg, da Graf
Robert II. bereits 1111 starb, als ausgerechnet beim Kampf gegen
Heinrichs
I. Verbündeten Graf Theobald IV von Blois auf der Brücke
zu Meaux vom Pferd geworfen wurde. Ohnehin waren es nur wirtschaftliche
Erwägungen, die flandrische Grafen zum Abgehen von ihrer Politik einer
Trennung Englands von der Normandie bestimmten, und entsprechend schwenkte
Roberts
Sohn und Nachfolger Balduin VII. wieder auf nachdrückliche
Gegnerschaft gegen die Normandie ein.
Als König Heinrich I.
sich seines Neffen Wilhelm Clitos bemächtigen
wollte, brachte dessen Vormund Elias von Saint-Saens ihn in Sicherheit,
und ausgerechnet Balduin VII. von Flandern schlug Wilhelm
Clito in seinem 14. Lebensjahr zum Ritter.
Im April 1116 kam es zum Krieg, bei dem Heinrich
I. seine Neffen Theobald und Stephan
von Blois unterstützte, während Fulko
der Junge von Anjou und Balduin VII. von Flandern auf
kapetingischer
Seite standen. Nach bewährtem Muster wurden auch innere Gegner aktiviert,
indem die kapetingische Partei und
einige normannische Barone Wilhelm Clito
als Herzog der Normandie anerkannten. Hauptkriegsschauplatz waren das Vexin,
die Picardie und die Brie, aber auch die Umgebung von Alencon und Chartres
wurde gekämpft; im September 1118 wurde Balduin VII. sogar
im Grenzgebiet der Normandie tödlich verwundet. Das bedeutete das
Ausscheiden Flanderns aus diesen Auseinandersetzungen.
Leo Heinrich: Seite 32-33
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"
Robert II. folgte in der Markgrafschaft sein Sohn
Balduin
Hapkin oder die Axt, der diesen Namen wohl erhielt, weil er
mit unerbittlicher Strenge die Blutrache unter den adeligen Familien auszurotten,
und vor allem die ärmeren Freien gegen den Adel zu schützen suchte
[Dies ist wahrscheinlicher, als daß er den Namen von der Streitaxt
erhalten, welche er stets führte; denn die letztere war Auszeichnung
der Fürsten, und ihm nicht eigentümlich.]. Das Raubwesen des
Ritterstandes, was seit der Abwesenheit seines Vaters im Heiligen Lande
außerordentlich zugenommen hatte, unterdrückte er mit aller
Gewalt, und machte die Landstraßen den Kaufleuten wieder sicherer.
Immer reiste er im Lande umher, kümmerte sich um Recht und Gericht,
und strafte treulose Amtleute, ungerechte, das Volk unterdrückende
Richter ohne Ansehen der Person. Im Kampf zwischen England und Frankreich
war er seinem Lehnsherrn stets treu und gewärtig.
Eine Fehde mit Hugo Haberfeld (Champdavaine), Grafen
von St. Pol (dem Sohne des Grafen Anselm), fällt in die Jahre 1115
bis 1117; sie scheint von ähnlicher Art gewesen zu sein, wie die früher
von Balduin zur Demütigung des Adels unternommen, und wurde
durch Vermittlung des Grafen Eustachius von Boulogne verglichen.
Zwei Jahre später, im September 1119, wurde Balduin
in dem Krieg, der noch zwischen Frankreich und England dauerte, verwundet,
und starb im Junius des folgenden Jahres zu Rousselaere in Folge
davon.
oo 1. Hedwig von der Bretagne, Tochter des Herzogs
Alain IV.
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 19 Seite 38 -
Ehlers
Jochim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000
Seite 101 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter.
W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 77,95 - Favier, Jean: Frankreich im
Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart
1989 Seite 43 - Jäschke Kurt-Ulrich: Die Anglonormannen. Verlag
W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1981 Seite 171,172,174 -
Leo
Heinrich: Zwölf Bücher niederländischer Geschichten, Eduard
Anton Verlag Halle 1832 Seite 32-33 -