Sohn des Herzogs
Adalbert von Elsaß aus seiner 1. Ehe mit der Ingina
Eberhard nahm unter dem Titel eines domesticus Herrschaftsrechte im Sundgau wahr und gründete gemeinsam mit seinem Bruder, Herzog Luitfrid, die Abtei Honau auf der Rheininsel. Im Jahre 728 errichtete Graf Eberhard die große Abtei in Murbach, die er dem Märtyrer Leodgar weihte. Im Jahre 731/32 ergänzte er die Ausstattung bereits durch Schenkungen bei Mümpelgard, St. Dizier und Pfettershausen, nördlich von Pruntrut. Als Graf, erneuerte er 735/37 von Remiremont aus seine Schenkung und vermehrte sie reichlich.
Vollmer Franz: Seite 159
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„Die Etichonen“
Ebrohardus/Eberhardus"vir
inluster", "comes" und "domesticus" hat Ermentruda/Hemeltrudis/Chimildrudis
zur Gemahlin. 722/23 schenkt er zusammen mit seinem Bruder
Herzog
Liutfrid den von ihrem Vater ererbten Anteil auf der Insel Honau an das
dortige Kloster. Auch an Weißenburg schenken die Brüder von
ihrem Vater
Adalbert ererbte Besitzanteile. Vor allem als Gründer
von Murbach lebt Eberhard fort. Angeblich
erblindet und ohne Erbe - sein einziger Sohn, den eine jüngere Murbacher
Grabinschrift Anifridus nennt, war schon früh gestorben - dotiert
er um 722 Murbach, trennt sich von seiner Frau, die sich ihrerseits ebenfalls
Gott weiht und nach Remiremont geht. Der deutlichen Absicht Eberhards,
diese Neustiftung in eigenkirchlicher Abhängigkeit von sich zu halten,
wirkt aber Pirmins entschiedene Anlehnung an den Schutz der übergeordneten
fränkischen Zentralgewalt entgegen. So bestätigen sowohl König
Theuderich IV. wie auch Pippin die Neustiftung und beziehen
sie so auf die fränkische Zentrale. 747 stirbt
Eberhard erbenlos
in Murbach.
oo Hemeletrudis (Chimiltrud)
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Kinder:
Anifridus
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Literatur:
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Borgolte Michael: Geschichte der Grafschaften
Alemanniens in fränkischer Zeit. Vorträge und Forschungen Sonderband
31 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1984 Seite 26 - Geuenich Dieter:
Geschichte der Alemannen. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln
1997 Seite 104 -