Robert I.                                                 Graf von Bourbon (1288-1318)
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1256-7.2.1318
 

6. Sohn des Königs Ludwig IX. der Heilige von Frankreich und der Margarete von Provence, Tochter von Graf Raimund Berengar V.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 893
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Robert, Graf von Clermont-en-Beauvaisis, aus dem Hause der KAPETINGER
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* 1256, + 7. Februar 1318

6. Sohn von Ludwig dem Heiligen und Margarete von Provence

Robert erhielt 1269 von seinem Vater die Grafschaft Clermont. 1272 nahm er am Feldzug gegen Roger Bernhard, Grafen von Foix, teil. 1279 wurde er in Paris zum Ritter geschlagen und heiratete die Enkelin der Herzogs von Burgund, Beatrix de Bourbon, die ihm Bourbonnais und Charolais in die Ehe brachte. Ein großer Liebhaber des Turniers, empfing er 1279 bei einem zu Ehren des Fürsten Karl von Salerno abgehaltenenen Turnier eine schwere Kopfwunde, die nach Wilhelm von Nangis zu dauernder Geistesverwirrung führte. Trotz seines Zustandes nahm er noch von Zeit zu Zeit am politischen Leben teil (21. Januar 1297 Versammlung im Louvre). Er ließ sich einen Herrensitz in Vincennes errichten. Seine Tochter Margarete heiratete im August 1308 Johann von Namur.



Robert I. wurde 1269 durch den Vater 1. Graf von Clermont-en-Beauvoisis, Seigneur de Creil-sur-Oise und de Sassy-le-Grand, 1288 Seigneur de Bourbon, genannt "Sire de Bourbon", Seigneur de Charolais und de Saint Just-en-Champagne. Er war französischer Kammerherr und war ganz geprägt von den Ritteridealen seiner Zeit und dem Vorbild seines berühmten Vaters. Er zog 1272 mit gegen Foix, wurde 1279 bei einem Turnier schwer am Kopf verletzt, fing danach mehr und mehr zu siechen an, wurde dadurch von Aktivitäten abgehalten und war zuletzt völlig geisteskrank.

Le Goff Jacques: Seite 236,449,650-651
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"Ludwig der Heilige"

Drei letzte Kinder schließlich wurden nach der Rückkehr aus dem Heiligen Land auf französischem Boden geboren, Margarete Ende 1254 oder Anfang 1255, Robert 1256 und Agnes 1260.
Genauso geht Joinville zu Werke, in dieser Unmittelbarkeit spricht er von seinem König. Er gibt deutlich zu erkennen, was er anderen verdankt - etwa Ludwigs Sohn Robert von Clermont, der ihm über den Tod des Königs, bei dem Joinville nicht anwesend war, berichtet hat.
Im Jahre 1269, vor der Abreise nach Tunis, weist Ludwig IX. seinen Söhnen ihre Apanagen zu. Besser als sein eigener Vater - aber auch entsprechend seinen Möglichkeiten - sichert er die Rechte und die Macht der Krone. Den Söhnen überläßt er nur kleinere Grafschaften: Johann-Tristan bekommt das Valois, Peter erhält Alencon und Perche, Robert Clermont-en-Beauvaisis. Aber er vermählt sie mit reichen Erbinnen, die dem ersten Nevers, dem zweiten Blois, dem dritten die Grundherrschaft Bourbon einbringen. Die Ehen von Peter und Robert werden erst 1272, also nach Ludwigs Tod, geschlossen.
 
 
 
 

 1272
  oo Beatrix von Burgund, Erb-Tochter des Seigneur Johann von Bourbon
      1257-1.10.1310
             Chateau de Murat
 
 
 
 

Kinder:

  Ludwig I. der Hinkende
  1279-22./29.1.1342

  Johann de Clermont Baron de Charolois
  1283- nach 17.7.1316

  Margarete
  1289-20.1.1309
          Paris

 1308
  oo Johann I. von Namur Regent von Flandern
      1267-31.1.1330

  Blanka
  um 1281-   1304

25.6.1303
   oo Robert VII. Graf von Auvergne
              -13.10.vor 1325

  Marie Priorin von Poissy (1333-1344)
  1285-17.5.1372
          Paris

  Peter Erzdechant zu Paris
  1287- nach 1330
 
 
 
 

Literatur:
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Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 242 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/ Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 176 - Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000 Seite 236,333,449,650-651 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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