Ältester Sohn des Grafen
Balduin III. von Hennegau und der Jolanthe
von Geldern, Tochter von Graf Gerhard I.
Brandenburg Erich: Tafel 20 Seite 41
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XIII. 290. BALDUIN IV., Graf von Hennegau 1120
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* ca. 1110, + 1171 8. XI.
Gemahlin: a) ca. 1130 Adelheid, Tochter des Grafen Gottfried
von Namur (siehe XII 242)
+ 1168 VII.
b) N., Konkubine
Anmerkungen Seite 147:
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XIII. 290-293
Gisleb. von Mons, cap. 28, 31. Richilde (293) soll nach
Herm. Tronac, S. S. 14, 300 vorher mit Dietrich, einem jung verstorbenen
Sohne Walter Plukiels von Avesnes vermählt gewesen sein. Gisleb. kennt
diese Ehe nicht; vermutlich war es eine Kinderverlobung. Las Matrie kennt
noch eine weitere Tochter Jolante, oo Gerhard von Crequy. Sie ist Gisleb.
unbekannt, und ich kenne keine Beglaubigung für diese Angabe.
Leo Heinrich Dr.: Seite 135-137
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten"
Balduins des Erbauers Regierung ist besonders durch
die Erwerbung bis dahin mittelbarer adeliger Herrschaften im Hennegauischen
für die gräfliche Domäne merkwürdig. Des Ankaufs der
Castellanei von Valenciennes ist bereits in der Note gedacht, aber auch
die Herrschaft von Ath ward in ähnlicher Weise von ihm erworben, denn
Aegydius von Traisegnies und Silly, Gemahl der Beatrix, Erbtochter Walters
von Ath, verkaufte sie ihm, weil er Geld zur Erfüllung eines Kreuzzugsgelübdes
brauchte. Der Widerspruch des Sohnes von Beatrix Schwester Ida, des Raes
van Gaveren ward durch eine Geldabfindung beseitigt, und Ath mit Leuze,
Conde und Antoing bildete seitdem eine zur gräflichen Domäne
gehörige Castellanei, welche nicht mehr erblich verlehnt, sondern
als Gerichtshauptmannschaft bloß lebenslänglich, wo nicht auf
bestimmte Termine, vergeben wurde. Braine-le-Comte erwarb Balduin
der Erbauer ebenfalls vom Stift der heiligen Waltrudis für seine
Domäne.
Von den mannichfachen feindlichen Beziehungen Balduins
IV. zu Flandern ist bereits früher gesprochen worden. Sie endeten
im Jahre 1169 durch die Heirat Balduins
V., des Sohnes Balduins IV. von Hennegau, mit Margarethe
von Flandern. Während seiner langen Regierung gründete
und baute Balduin IV., der von dieser Tätigkeit sogar den Beinamen
erhalten hat, eine Reihe Werke zu öffentlichem oder wenigstens herrschaftlichem
Dienst, wie zum Beispiel eine neue Kirche der heiligen Waltrudis, neue
festere Mauern und Tore um Mons, Binch und Le Quesnoy, ein festes Schloß
in Ath, ein anderes in Le Quesnoy, ein drittes in Bouchain, eine Burg in
Braine-le-Comte usw.
Er starb im Jahre 1171 und hinterließ von
seiner Gemahlin Adele oder Alix
von Namur vier Söhne, indem die beiden ältesten, Balduin
und Gottfried, schon vor dem Vater gestorben waren. Die Hinterbleibenden
waren Balduin V. oder der Mutige, Nachfolger im Hennegau; Wilhelm Herr
von Chateau-Thierry [Dieser Wilhelm von Chateau-Thierry gründete eine
Nebenlinie des hennegauischen Hauses.]; Heinrich, Herr von Seeburg, und
Eustachius oder Gottfried, welchen Namen er auch führt.
um 1130
oo Adelheid von Namur-Luxemburg, Tochter des Grafen
Gottfried
- 7.1168
Kinder:
Gottfried
1147-7.4.1163
Balduin V.
1150-17.12.1195
Agnes
- um
1173
oo Rudolf I. Graf von Coucy
- 11.1191
Balduin
-
1148/49
Lauretta
-9.6.1181
1. oo Dietrich Graf von Aalst
1144- 1166
2. oo Burchard V. Graf von Montmorency
- 1189
Heinrich Herr zu Sebourg
- nach 1207
1. oo Johanna von Peteghem, Tochter Johanns
-
2. oo Anastasia
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Eustach Probst zu St. Waudru in Mons
-
Jolanthe
1131-
1. oo Ives II. von Nesle, Graf von Soissons
- 1178
2. oo Hugo IV. Candavene Graf von St. Pol
- 3.1205
Wilhelm der Onkel Seigneur von Werchin
-
1219
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 20 Seite 41 -
Csendes,
Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993,
Seite 45 - Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte
der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996,
Seite 189,190 A - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer
Geschichten, Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 135-136 -