Nach Alfred Friese eventuell Sohn des Grafen
Heimarih/Heinrich (+ 836) im Saalgau
Radulf folgte 873 Thankulf in dessen Stelle nach. Von ihm erfahren wir nur, dass er 874 zusammen mit dem Mainzer Erzbischof Liutbert gegen die abgefallenen Sorben und Siusler zog.
Friese Alfred: Seite 104
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"Studien zur Herrschaftsgeschichte des fränkischen
Adels"
Thakulfs Nachfolger Ratolf (dux),
874, schon zur Zeit der sehr selbständigen Regierung Ludwigs
des Jüngeren in Ostfranken eingesetzt, als der POPPONEHeinrich
princeps militae war und maßgebenden Einfluss auf dessen Politik
hatte, weist mit seinem Namen in die Verwandtschaft der Hadaburg . Er ist
vielleicht ein Sohn des 836 verstorbenen POPPONEN
Heimarih/Heinrich.
Vielleicht hat Ratolf seinem
ehrgeizigen Verwandten (Vetter?) Poppo
II. Platz gemacht und ist in jenem Kleriker wiederzuerkennen,
der seit 876 in Fuldaer Urkunden erscheint (Donke: Codex 617 ff.). Poppo
II. ist in Fuldaer Belangen 889 und 891 zusammen mit einem comes Deotpold
( = Theotbald) tätig (D Arn 588; Annalista Saxo S. 588), der den Namen
des Ahnen der Hadaburg, des dux Theotbald, wiederholt. - Unsicher ist,
ob dieser möglichen popponischen Nebenlinie
Heimarih/Ratolf/Theotbald auch der
missus Ludwigs des Deutschen Buobo/Poppo
(864: D LdD 113) und ein vielleicht mit ihm identischer Puopo (847: D LdD
46), der zu den Zeugen der Schenkung des Königs an den Slawenfürsten
Priwina zählt, angehört; Vgl. Dronke: Codex 512 mit der Erwähnung
eines comes Ratolf zum Jahre 838 im Grabfeld.