Sohn des N.N.
Thiele, Andreas: Tafel 218
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
WITTERICH
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†
610
Witterich war Vormund
König Leowas
II. und 603 dessen Mörder und Nachfolger. Er
bekriegte ständig Byzanz, Basken und Franken. Mit seiner Regierung
begann der Verfall der königlichen Macht.
Dahn Felix: Seite 133,135-136
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"Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte
Europas."
Fast gleichzeitig hatten sich die Arianer in und um Merida
empört, geführt von Sunna, dem Bischof dieser Stadt,
und drei Grafen, Segga, Witterich
und Vakrila. Allein der katholische Bischof von Merida, jener Mausona,
jetzt siegreich zurückgekehrt aus der Verbannung, unterdrückte
rasch und klug mit einem Herzog Claudius die Empörung, die
zugleich den Thron und die Kirche, nun die engsten Verbündeten, bedrohte.
Zeichen und Wunder kamen wieder dem Schützling der heiligen Eulalia
zu Hilfe: Graf Witterich fühlte in dem Augenblick, da er Mausona vor
dem Tor seiner Basilika erstechen sollte, plötzlich den Arm gelähmt
und verriet die Verschwörung.
Schon nach achtzehn Monaten empörte sich gegen
Leova II. Graf Witterich, nahm
ihn gefangen und ließ ihn nach abgehauener Schwerthand töten.
Witterich
(Dezember 603 bis Oktober 610) vertrat den weltlichen Adel,
der die Bischofsherrschaft nicht willig ertragen mochte. Dies genügt,
seine Strenge gegen die Kirche zu erklären - er ließ in den
sieben Jahren seiner Herrschaft kein Konzil abhalten -, ohne daß
man der unwahrscheinlichen Angabe einer späten Quelle Glauben zu schenken
braucht, er habe den Arianismus wiederhergestellt. In wiederholten Feldzügen
gegen die Byzantiner vermochter er nur Segontia (Gisgonza am Guadalete)
zu erobern. Eine merowingische Heirat
fiel abermals unglücklich aus. Er hatte seine Tochter Herminberga
vermählt mit dem Nachfolger Gunthchramns,
Theuderich
II., dem Sohn Childeberts
und Enkel Brunichildis'. Aber der schickte
die Gotin, der er eine Buhle hatte opfern müssen, nach einem Jahr
unberührt, doch aller mitgebrachten Schätze beraubt, zurück
(607). Diese Schmach zu rächen, verband sich Witterich
mit den beiden anderen MEROWINGER-Königen
und mit den Langobarden zum Krieg gegen Theuderich,
der jedoch aus unbekannten Gründen nicht zum Ausbruch kam. Bald darauf
wurde Witterich bei einem Gastmahl
ermordet,
vielleicht von Verschworenen der bischöflichen Partei.
oo N.N.
†
Kinder:
Herminberga
†
606
oo Theuderich II. Franken-König
587
† 613
Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische
Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 133,135,176,434
- Hartmann Martina: Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger.
Primus Verlag 2003 Seite 67 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das
Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche
Buchhandlung Hannover 2001 Seite 100 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 218 - Thiess Frank: Die griechischen
Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien
1959 Seite 305,363 -