Sohn des N.N.
Hlawitschka Eduard: Seite 73
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"Die Vorfahren Karls des Großen."
4 Theotarius dux
Nachdem Irmina
von Oeren (Nr. 12) im Jahre 698 das Kloster Echternach auf
einem ihr daselbst gehörigen Grundbesitzanteil (portio mea in ipsa
villa Epternaco, hoc est quantumcumque ex successione paterna vel materna
michi obvenit, vgl. C. Wampach, Geschichte der Grundherrschaft Echternach
im Frühmittelalter 1, 2 Quellenband, Luxemburg 1930, Nr. 3, Seite
19 und Nr. 4 Seite 22; die in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts verfaßte
Vita S. Irminae nennt Irminas Anteil ausdrücklich medietas,
MG. SS. 23, Seite 49) gegründet hatte, übergaben 706 Pippin
der Mittlere (Nr 16.) und seine Gemahlin Plektrud dem
Kloster noch illam medietatem de ipso Epternaco, quam Theotarius
quondam dux ibidem tenuit et postae filius suus Theodardus quondam
nobis tradidit, preter illam rem, quam Ermina in ipso Epternaco
tenuit, quantumcumque in ipsa medietate nostra...videtur esse possesio;
vgl. C. Wampach, ebd., Nr 14, Seite 39. Hatte der dux Theotarius
Echternach nur zur Hälfte besessen und lag 698 der andere Teil in
Irminas Hand, so war eine ältere Besitzteilung vorausgegangen.
Dass diese Teilung nicht zwischen
Irmina und Theotarius vorgenommen
worden ist - dies scheinen A. Halbedel, Fränkische Studien, Berlin
1915, Seite 17 und 22, C. Wampach, Geschichte der Grundherrschaft Echternach
im Frühmittelalter 1, 1 Textband, Luxemburg 1929, Seite 128 und 133,
E. Ewig, Trier im Merowingerreich, Trier 1954, Seite 137 unter anderem
anzunehmen -, sondern zwischen Irminas unbekanntem Vater und Theotarius
erfolgte, ergibt sich einerseits schon aus den Lebensdaten der genannten
Personen - 682/83 schenken Theotarius und sein Sohn Theotard
an das Kloster Weißenburg (vgl. C. Zeuss, Traditiones possessionesque
Wizenburgenses, Speyer 1842, Nr. 213, Seite 204), 706, zur Zeit der Ausstellung
der Pippin-Urkunde für Echternach, scheinen dann beide schon
verstorben gewesen zu sein, während
Irmina hingegen noch nicht
als quondam bezeichnet ist - wie andererseits auch aus den älteren
fränkischen Erbgewohnheiten, die eine Tochter vom Landerbe ausschlossen,
falls ein Sohn vorhanden war, so dass Irmina
nicht neben Theotarius
hatte erben können. Außerdem zeigt die von Irmina
698 gebrauchte Formel für ihren Besitzanteil in Echternach - quantumcumque
ibidem ex successione paterna vel materna michi obvenit -, dass sie
offenbar Alleinerbin
dieser portio gewesen ist. Denn die
sonst übliche Formel bei Erbgut, das man direkt nach einer Teilung
empfängt, heißt:
portionem meam, quam contra NN (germanum
bzw. germanam bzw. allodiones)
in pertem recepi! Es
muß also jene Erbteilung bereits in der Generation vor Irmina
gelegen haben; und
Theotard hat also seinen väterlichen
Anteil an Echternach der Tochter seiner Cousine, das heißt Plektrud,
und deren Gemahl übertragen, und von jenen wurde er zur weiteren Ausstattung
der Stiftung
Irminas, der Mutter Plektruds, verwendet.
oo N.N.
†
Kinder:
Theodardus
†
vor 706
Literatur:
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Hlawitschka Eduard: Die Vorfahren Karls des Großen.
In: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben.
Verlag L. Schwann Düsseldorf Band I Seite 73 - Werner, Matthias:
Adelsfamilien im Umkreis der frühen Karolinger. Die Verwandtschaft
Irminas von Oeren und Adelas von Pfalzel. Personengeschichtliche Untersuchungen
zur frühmittelalterlichen Führungsschicht im Maas-Mosel-Gebiet,
Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1982 Seite 27,30,35,87,111,122,126,129-141,
143-147,152,154,160,173,243,255 -