Tochter des Sebastokrators (1122-1143)
Isaak Komnenos (tot 1153) und einer unbekannten Prinzessin;
Nichte (Bruders-Tochter) des Kaisers Manuel I.
Komnenos
Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 351
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"Die Zeit der Staufer"
VIII. GENERATION
44 (35) Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA
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* um 1122-etwa 1124, + 10.6.1190
Heiratsplan 1153/54 zur Festigung des Bündnisses mit Kaiser Manuel Komnenos: BARBAROSSA wirbt durch zwei Gesandte um
MARIA KOMNENA
* um 1139/40, + nach 1154
Kaiserliche Prinessin von Byzanz
Nichte (Bruderstochter) des Kaisers
Manuel
Tochter des Sebastokrators (1122-1143)
Isaak Komnenos (tot 1153) und einer unbekannten Prinzessin
Maria galt als berühmte
Schönheit. Ihre väterlichen Großeltern waren Kaiser
Johannes II. Komnenos und Kaiserin
Irene, geborene Prinzessin Piroska
von Ungarn (+ 1134). Durch deren Mutter Adelheid,
Tochter des Herzogs von Schwaben und König
RUDOLFS VON RHEINFELDEN waren Braut und Bräutigam wesentlich
näher miteinander verwandt, als es BARBAROSSA
und
Adela
gewesen waren,
von der er sich soeben wegen "zu naher Verwandtschaft" hatte scheiden lassen.
Dabei war der Verwandtschaftsgrad aller Beteiligten im voraus bekannt =
Piroska
und BARBAROSSAS
Vater waren Enkel von
Geschwistern. Maria ist übrigens
wahrscheinlich jene Kaiser-Nichte, die schon bei den Heiratsabmachungen
für den staufischen König HEINRICH-BERENGAR
1148 und 1150 als Braut ausersehen worden war (vgl. Nr. 58).
Die Verhandlungen zerschlugen sich aus politischen Gründen.
MARIA KOMNENA
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+
1156
oo Stephan IV. König von Ungarn
+ 1165
Auf der Grundlage des Vertrages von Saloniki war FRIEDRICH dann bereit, mit Manuel zu verhandeln, und er bewarb sich sogar um eine byzantinische Prinzessin; von griechischer Seite war Maria, die Tochter des Sebastokrators Isaak vorgesehen, eine Base der österreichischen Theodora. Die Verhandlungen zogen sich lange hin; sie scheiterten aber an der Weigerung des STAUFERS, in Gebietsabtretungen in Unteritalien, die Manuel forderte, einzuwilligen.
Verwandtschaft mit Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA
Otto Graf von Savoyen
1021-19.2.1059
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Bertha von Turin
Adelheid von Turin
21.9.1051-27.12.1087
um 1050/53- 1079
oo HEINRICH IV.
oo RUDOLF GRAF
VON RHEINFELDEN
11.11.1050-7.8.1106
um 1025/30-16.10.1080
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Agnes von Waiblingen
Adelheid von Rheinfelden
1072/73-24.9.1143
um 1065- Mai 1090
1. oo Friedrich I. Herzog von Schwaben
oo Ladislaus I. König von Ungarn
vor 1050-6.4.1105
um 1046-29.7.1095
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Friedrich II. Herzog von Schwaben
Prisca-Irene von Ungarn
1090-4./6.4.1147
- 1134
oo Judith von Bayern
oo Johannes II. Kaiser von Byzanz
11077/11-22.2.1130
1088-8.4.1143
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FRIEDRICH I. BARBAROSSA
Isaak Komnenos
1122/25-10.6.1190
1122- 1143/53
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Maria Komnena
Eine neue Ehe des STAUFERS sollte daher vor allem Nachkommenschaft sichern, sie mußte aber auch politisch wohl erwogen sein. Der Plan einer Eheverbindung mit einer byzantinischen Prinzessin, der in der Frage betrieben wurde, und bei der der Herrscher selbst als Brautwerber auftrat, scheiterte, als es zwischen dem Reich und Byzanz zu Interessenkonflikten wegen des normannischen S-Italien kam.
Hiller, Helmut: Seite 82,87,91
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"Friedrich Barbarossa. Kaiser - Ritter - Held."
Bei Ancona am Adriatischen Meer traf sich FRIEDRICH
mit einer Gesandtschaft des Kaisers
Manuel aus Konstantinopel, die ihm kostbare Geschenke überreichte
und zu erkennen gab, daß Byzanz bereit war, ihm Manuels
schöne Nichte Maria zur Frau zu
geben.
Ende Januar 1156 traf der Kaiser zu Straßburg in
Anwesenheit einiger Herzöge mit Erzbischof Humbert von Besancon zusammen.
Dabei verhandelte er wohl über die Möglichkeit einer Verheiratung
FRIEDRICHS mit Beatrix,
der Erbin von Burgund. FRIEDRICH hatte
längst den Wunsch nach Kindern und wollte sich nach seiner Schweidung
natürlich wieder verheiraten. Zwar war der Kaiser von Byzanz bereit,
dem römischdeutschen König seine Nichte Maria
zur Frau zu gaben, aber FRIEDRICH erschien
zweifellos eine Verheiratung mit der Herrin von Burgund politisch günstiger.
Vielleicht hat Manuel für die
Überlassung seiner Nichte auch Gebietsforderungen in Italien erhoben,
die FRIEDRICH auf keinen Fall erfüllen
konnte der wollte.
Eine Gesandtschaft Kaiser Manuels,
die bald nach der Würzburger Hochzeit in Nürnberg mit FRIEDRICH
BARBAROSSA zusammentraf, mußte überrascht zur Kenntnis
nehmen, daß die Heiratspläne mit der byzantinischen Prinzessin
hinfällig waren.
1156
oo Stephan IV. König von Ungarn
um 1133-13.4.1165
Literatur:
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Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer
im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 Seite 16 - Decker-Hauf
Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog
der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 351 - Heilig, Konrad
Josef: Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts.
Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen
Byzanz und dem Westreich, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs
I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters,
Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 170 - Hiller, Helmut: Friedrich
Barbarossa. Kaiser - Ritter - Held. Wilhelm Heine Verlag München 1977
Seite 82,87,91 - Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine
Zeit. Eine Chronik Paul List Verlag KG München 1977 Seite 84,89,93
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 202 -
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