Tochter des Königs Manfred
von Sizilien aus seiner 2. Ehe mit der Helena
von Epirus, Tochter von Despot Michael
II. Angelos
Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 370
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"Die Zeit der Staufer"
XII. GENERATION
111 (91) BEATRIX
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* 1258/61, + vor 1307
Seit dem Tod König ManfredsStaatsgefangene des Karl von Anjou, 18 Jahre lang im Kerker (Neapel, Castel del'Ovo); nach dem Seesieg des aragonesischen Admirals Roger Loria über die Flotte des ANJOU im Gefangenenaustausch freigegeben um 6.6.1284.
I. oo kurz darauf (Herbst 1284) (angeblich ihre
erste Ehe)
RAINER
GRAF VON GHERARDESCA
* um 1260/65, + angeblich erst 13.12.1325
Sohn des Grafen Gherardo von Gherardesca, der mit Konradin am 29.10.1268 hingerichtet worden sein soll, und der Theodora, Markgräfin von Montferrat, Tochter des Bonifazio, Markgrafen von Monteferrat
Aus dieser Ehe ein Sohn Manfred, Graf von Gherardesca (? um 1285/86- ? nach 1323)
Beatrix
II. oo angeblich 3.7.1287
MANFRED IV., MARKGRAF VON SALUZZO
* um 1258/1259, + 16.6.1340
Manfred von Saluzzo hat noch
zweimal geheiratet.
Die Reihenfolge der Ehen und der Gatten der
Beatrix ist umstritten. Nach Pompejo
Conte Litta war Rainer der erste, Manfred der zweite Ehemann
der Beatrix. Litta zufolge starb Rainer
1325.
Aber nach Erich Maschke hat auch
Manfred später noch zweimal
geheiratet und ist erst 1340 gestorben. War Rainer der erste Ehemann
der Beatrix, dann muß er nach
kurzer Ehe um 1286 gestorben sein, und die späteren Frauen (Telda
Guidi und Ginevra Doria) betreffen einen anderen Rainer, vielleicht seinen
Sohn. Handelt es sich jedoch stets um denselben Rainer, dann kann
die Ehe der Beatrixmit Manfred von
Saluzzo nur kurz gedauert haben.
Ohne durchschlagende Gründe hat Julius von Ficker
Beatrix
und ihre Brüder zu unehelichen Kindern König
Manfreds erklärt. Erich Maschke wies das schon 1943 mit
einleuchtenden Argumenten zurück. Aber noch in der jüngst erschienenen
Stammtafel der Monumente Germaniae Historica (Regesti Imperii V, I, 1971)
tauchen diese Geschwister wieder als unehelich auf, gestützt nur auf
dir höchst fehler- und lückenhafte Stammtafel Fickers von 1881,
- ein hübsches Beispiel für die zähe Lebenskraft längst
widerlegter genealogischer Irrtümer.
BEATRIX
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+ vor 1307
1287
oo Manfred IV. Markgraf von Saluzzo
+ 1340
Mühlbacher Josef: Seite 184-190
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"Lebenswege und Schicksale staufischer Frauen"
Nach der Niederlage und dem Tod ihres Vaters König
Manfred 1266 in der Schlacht von Benevent gegen Karl
I. von Anjou, nach dem mißglückten Fluchtplan ihrer
Mutter Helena von Epirus und deren
Gefangennahme wurden die sechsjährige Tochter
Beatrix
und die drei noch jüngeren Söhne Heinrich
(Enrico), Friedrich und
Ansolino
(Enzio) von der Mutter getrennt.
In Beatrix glaubte
Karl
I. von Anjou ein Faustpfand zu besitzen, durch das mancherlei
politische Vorteile zu gewinnen waren. Tatsächlich sollte Beatrixim
Leben Karls von Anjou, allerding nicht
in dem von ihm erhofften Sinn, eine bedeutende Rolle spielen.
Das erste, was wir von Beatrix
(geboren 1261/65) erfahren, ist,
dass sie ein Jahr, nachdem ihre Mutter 1271 auf Nocera gestorben war, im
Castell dell'Ovo festgehalten wurde. Dort blieb sie bis zu ihrer Befreiung
im Jahr 1284.
Beatrix, noch ein
Kind, wurde von einer Donzella, einer Dienerin, betreut. Zu ihrem Unterhalt
erhielt sie zwei Goldtari täglich. Sie blieb bis 1284 auf Castel dell'Ovo
gefangen, also von ihrem 6. bis zu ihrem 24. Lebensjahr.
Beatrix wurde nach
ihrer Befreiung 1287 mit Manfred, dem Sohn des Markgrafen des im
Piemontinischen gelegenen Saluzzo, vermählt. Sie starb 1307.
Kiesewetter, Andreas: Seite 155,156 A., 392,393
A.
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II.
von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence
und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"
Unmittelbar nach der Schlacht forderte der Admiral von
Karl
von Salerno, der mittlerweile auf das aragonesische Flaggschiff
gebracht worden war, die Auslieferung der Beatrix
von Hohenstaufen, die im Castel dell’Ovo eingekerkert war. Falls
Karl
seinem Begehren nicht nachgebe, drohte er ihm mit sofortiger Hinrichtung.
Der Kronprinz willigte ohne Zögern in den Vorschlag ein. Einer der
gefangenen Franzosen wurde in einer bewaffneten Barke an Land gesetzt und
teilte der Gemahlin Karls die Bedingungen
Laurias mit. Maria von Ungarn
stimmte
selbstverständlich zu und lieferte die Prinzessin nach 18 Jahren Kerkerhaft
aus.
Die Situation in den Jahren 1286 bis 1298 hatte sich
zudem alles andere als günstig für Karl
II. entwickelt, da die Heirat zwischen Beatrix
von Hohenstaufen und Manfred IV., dem erstgeborenen Sohn
des Markgrafen Thomas I. von Saluzzo, im Oktober 1286 die Kluft zwischen
dem Markgrafen und dem ANGIOVINEN noch
vertiefen musste [Beatrix von Hohenstaufen
überträgt anlässlich ihrer Heirat mit Manfred IV. von
Saluzzo alle Rechte auf Sizilien an ihren Neffen Jakob
II. Manfred IV. bestätigt, anlässlich der Eheschließung
mit Beatrix 2.000 Goldunzen Mitgift
erhalten zu haben.].
BILD-Zeitung vom 10.7.2000
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Wer liegt neben dem Staufer-Kaiser im Sarkophag?
Forscher der Universität Palermo glauben, die Frau
identifiziert zu haben, die neben dem STAUFER-Kaiser
FRIEDRICH II. (1194-1250) im Dom entdeckt wurde. Er wurde vor
knapp zwei Jahren geöffnet. Im Sarg liegt sehr wahrscheinlich seine
Enkelin Beatrix. Sie saß 18 Jahre
im Kerker des Schlosses dell Ovo in Neapel, war sechs Jahre alt, als sie
gefangengenommen wurde. Bald nach ihrer Befreiung starb sie abgemagert
und geschwächt.
Vermutung der Forscher: Ihre lange Leidenszeit in Haft
verschaffte ihr die Ehre im Grab des großen Kaisers bestattet zu
werden.
1287
oo Manfred Markgraf von Saluzzo
um 1260/65-13.12.1325
Literatur:
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Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer.
Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band
III Seite 370 - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen
Verlag Düsseldorf 1989 Seite 339 - Kiesewetter, Andreas: Die
Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295).
Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum
zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 155,156 A.,
392,393 A. - Mühlbacher, Josef: Lebensweg und Schicksale der
staufischen Frauen, Bechtle Verlag Esslingen 1977 Seite 184-190 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 418 -