Raoul de Soissons                                           Regent von Jerusalem 1240-1244
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um 1215nach 9.1277
 

Jüngerer Sohn des Grafen von Soissons, Raoul III. de Nesle ( 1235)
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 442
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Raoul de Soissons, Trouvere
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* um 1215, nach September 1277
                     kurz nach der Rückkehr aus dem Kreuzzug

Jüngerer Sohn des Grafen von Soissons, Raoul III. de Nesle

Raoul de Soissons nahm 1239,1250 und 1270 an den Kreuzzügen teil und hielt sich lange im Orient auf, wo er - allerdings vergeblich - unter anderem durch Heirat mit Alix de Champagne (* um 1193, 1246), Witwe Hugos von Lusignan, ein eigenes Territorium zu erwerben trachtete. Raoul ist einer der wichtigstern Exponenten der Adelslyrik des 13. Jh. und steht in Verbindung mit Thibaut de Champagne und später, nach der Jahrhundertmitte, mit Charles d'Anjou. Er ist ein rein höfischer Dichter und orientiert sich an den großen Autoren vom Ende des 12. Jh., vor allem an Gace Brulé. Seine formal und melodisch eleganten Chansons erfuhren verschiedene Kontrafakturen.

St. Asperti

Thiele, Andreas: Tafel 118
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

ALIX
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    1246

Regentin von Cypern und Jerusalem, Prätendentin für Champagne

 1208
  oo HUGO I. DE LUSIGNAN, König von Cypern, Stiefbruder der Alix
              1218

 1225-1229
  oo BOEMUND V., Fürst von Antiochien und Tripolis
              1252

 1240/41
  oo RUDOLF VON SOISSONS, 1240-1244 Regent von Jerusalem
              nach 1247


Runciman, Steven: Seite 993,1000,1002
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"
Geschichte der Kreuzzüge"

Peter von Bretagne ritt  unverzüglich mit zweihundert Rittern aus und legte sich in einen Hinterhalt. Die Karawane war gut bewaffnet, und ind er nun folgenden Schlacht wurde Peter um ein Haar getötet.
Am 5. April 1243 wurde KONRAD VON HOHENSTAUFEN 15 Jahre alt und offiziell großjährig. Es war seine Pflicht, in Akkon zu erscheinen und persönlich sein Königreich in Besitz zu nehmen. Da er selbst nicht in den Osten kam, hielten sich die Barone nach Recht und Gesetz für verpflichtet, den nächstberechtigten Erben, der zur Verfügung stand, zum Regenten zu ernennen. Dies war seine Großtante Alice, die Königin-Mutter von Zypern. Sie hatte sich nach ihrer Scheidung von Bohemund V. mit ihren IBELIN-Vettern ausgesöhnt und im Jahr 1240 mit deren Billigung den Grafen Ralph von Soissons geheiratet, der etwa halb so alt war wie sie selbst und zusammen mit König Tibald ins Morgenland gekommen war. Am 5. Juni 1243 leistete die Versammlung der Barone in Akkon vorbehaltlich der Rechte König KONRADS Alice und Ralph den Lehnstreueid. Wenig später verließ Ralph gedemütigt und von Abscheu erfüllt das Heilige Land und kehrte nach Frankreich zurück. Königin Alice, deren 50 Lebensjahre sie Geduld gelehrt hatte, blieb dem Titel nach Regentin, bis sie im Jahr 1246 starb.
Ralph von Soissons hatte zuversichtlich angenommen, daß die Regenten die Regierungsaufsicht über die eroberte Stadt erhalten würden. Aber Philipp von Montfort wünschte Tyros für sich selbst, um sein Lehen Toron abzurunden; und die IBELINS liehen ihm ihre Unterstützung. Als Ralph zornig die Stadt forderte, erwiderten die Barone mit belustigtem Zynismus, sie würden sie selbst als Treuhändler in den Händen behalten, bis mit Sicherheit feststehe, wem sie gehören solle. Ralph erkannte plötzlich, daß er lediglich eine bedeutungslose Repräsentationsfigur darstellen sollte. Gedemütigt und von Abscheu erfüllt, verließ er kurzerhand das Heilige Land und kehrte nach Frankreich zurück.





  oo 3. Alice von Jerusalem-Champagne, Tochter des Königs Heinrich
           um 1193
1246




Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 993,1000,1002 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 118 -