Jüngere Tochter des Königs
Leo II. von Armenien aus seiner 2. Ehe mit der
Sibylle de Lusignan von Zypern-Jerusalem, Tochter von König
Amalrich
Runciman, Steven: Seite 940-941,948-950
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"Geschichte der Kreuzzüge"
König Leo II. von Armenien
starb zu Beginn des Sommers 1219 und hinterließ nur zwei Töchter.
Die ältere, Stephanie, war die
Gemahlin Johanns von Brienne; die jüngere,
Isabella, die Tochter der Prinzessin
Sibylle von Zypern und Jerusalem, war 4 Jahre alt. Leo
hatte die Thronfolge seinem Neffen Raimund-Ruben von Antiochia versprochen,
aber auf dem Sterbebett ernannte er Isabella
zu seiner Erbin. Johann von Brienne
machte unverzüglich namens seiner Gattin und ihres kleinen Sohnes
Ansprüche geltend, da aber beide innerhalb kurzer Zeit starben, verlor
er jeden Anspruch.
Aber die armenischen Edlen befolgten die Wünsche
des verstorbenen Königs und anerkannten seine junge Tochter Isabella
als Königin unter der Regentschaft des Adam von
Baghras. Die Armenier benötigten das Wohlwollen Antiochias; folglich
schlug der Regent Konstantin vor, Bohemund solle seinen 4. Sohn Philipp
entsenden, damit er die junge armenische Königin heirate, bestand
lediglich darauf, dass der Bräutigam in die getrennte Armenische Kirche
eintrete. Philipps Neigungen blieben unverbesserlich lateinisch,
und er verbrachte so viel Zeit wie nur möglich in Antiochia. Gegen
Ende des Jahres 1224 verhafteten die HETHUMIER
ihn eines Nachts, als er nach Antiochia unterwegs war, und sperrten ihn
in Sis ein, wo er einige Monate später vergiftet wurde. Als die junge
Königin, Philipps Witwe, gebrochenen Herzens nach Seleukia
floh, um sich in den Schutz der Hospitaliter zu begeben, gaben sie die
ganze Stadt in die Hände des Regenten Konstantin, um so der der Schande
zu entgehen, sie leiblich auszuliefern. Danach wurde die unglückliche
Königin Isabella gezwungen, Konstantins
Sohn Hethum zu heiraten. Sie weigerte
sich viele Jahre lang, mit ihm zusammenzuleben, gab aber zum Schluß
doch nach. Hethum und sie wurden zusammen
im Jahr 1226 gekrönt.
Boemund V. von Antiochia
und Tripolis versuchte vergeblich, den Papst dazu zu bewegen, eine Ehescheidung
zwischen der jungen RUBENIER-Erbin Isabella
und dem neuen König hethum einzuleiten, um auf diese Weise
Hethum sein Anrecht auf den Thron zu
nehmen.
1222
1. oo Philipp Fürst von Antiochia
um 1200- 1224 ermordet
1226
2. oo Hethum I. König von Armenien
um 1200- 1271
Kinder:
2. Ehe
Leo III.
um 1230/35- 1289
Thoros
-24.8.1266
Sibylle
um 1240- 1290
1254
oo Bohemund VI. Fürst von Antiochia
1237-11.5./7.1275
Euphemia
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oo Julian Herr von Sidon
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Maria
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oo Guido von Ibelin
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Literatur:
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Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge,
Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 223 -
Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge,
Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 940-941,948-950,1010
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 174,178 -