Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 2107
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Phokaia
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Hafenstadt an der Ost-Seite des Eingangs zum Golf von Smyrna (Izmir)
1082 zählte Phokaia zu den Häfen, in denen
Alexios
I. den Venezianern Handelsprivilegien gewährte. Ca.
1088-1029
war Phokaia einer der maritimen Stützpunkte des türkischen
Emirs
Zachas (Caka). Wirtschaftliche Bedeutung erlangte die Stadt, als Kaiser
Michael VIII. 1264 oder 1267, jedenfalls vor 1275) Phokaia
gegen
Tribut den Brüdern Benedetto
und Manuele Zaccaria
zur
Ausbeutung der dortigen Alaun-Vorkommen überließ, die zur
Absicherung
ihres Besitzes noch im 13. Jh. 10 km nördlich die ebenfalls
befestigte
Stadt Focia Nova gründeten. Alt-Phokaia, nun unter der Verwaltung
des Andreolo Cattaneo, ging
vor 1329 in byzantinischen Besitz über,
Neu-Phokaia folgte 1329, blieb aber bis 1340 unter genuesischer
Verwaltung.
1346 durch den genuesischen General Simone Vignoso erobert, wurden
beide
Phokaia durch die Mahona de Chio verwaltet. 1455 ging Phokaia an die
Türken
verloren.