Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 995
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Nablus
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Mittelpalästinensische Stadt Siedlungsnachfolger des östlich gelegenen atlischen Sichem
Im Juli 1099 wurde Nablus von den Kreuzfahrern unter
Tankred
eingenommen, der es als persönliches Eigentum behielt. 1101 trat
er
Nablus an König
Balduin ab, der
es zu einer durch Vizegrafen verwalteten Domäne machte und zum
Schutz
der unbefestigten Stadt westlich davon eine Burg errichten ließ
(Turris
Neapolitana). In den 70-er Jahren des 11. Jh. fiel Nablus durch Heirat
an die Familie IBELIN und wurde zu einer unabhängigen
Seigneurie.
1180 gründeten die Johanniter ein Hospital in Nablus, das in
fränkischer
Zeit kein Bistum war, sondern in kirchlicher Hinsicht dem Abt des
Tempels
von jerusalem unterstellt war. Nach der Schlacht von Hattin (1187)
wurde
Nablus von Saladin
eingenommen und blieb fortan in muslimischer Hand.