Ältester Sohn des Grafen Simon V. von Montfort
und der Alix von Montmorency, Tochter von Sire Burchard V.
Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 802
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Montfort
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Große französische und anglonormannische Adelsfamilie
Simons Sohn und Nachfolger Amauri hob am 25. Juli die Belagerung auf und zog sich nach Carcassonne zurück. Ohne das Format des Vaters, verließ er nach einigen meist erfoglosen militärischen Operationen und dem Tod seines Bruders Gui am 15. Januar 1224 endgültig Carcassonne, trat seine Rechte an König Ludwig VIII. ab und lebte fortan auf seinen nordfranzösischen Gütern, bei Hofe wohlgelitten (Ernennung zum Connetable durch Blanca von Kastilien). Er starb 1241 in Otranto bei der Rückkehr von einer Orientfahrt.
AMALRICH VII. DE MONTFORT
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* um 1192, + 1241
Amalrich VII. von Montfort folgte 1218 seinem Vater als Graf von Leiester und Montfort-l'Amaury, Titular-Graf von Toulouse, Vicomte von Carcassonne und Beziers, was der Papst ausdrücklich bestätigte. Er verfocht seine Ansprüche gegen das angestammte Grafenhaus TOULOUSE, geriet 1224 in Carcassonne in Gefangenschaft und wurde zum Verzicht gezwungen, trat 1229 alle seine südfranzösischen Ansprüche an die französische Krone ab und wurde 1230-1235 Connetable de France und blieb Graf von Montfort. Er war wie der Vater ein ganz eifriger "Sohn der Kirche" und verzichtete 1239 auf alle englischen Titel und Besitzungen zugunsten seines Bruders Simon VI. Amalrich VII. reiste 1239 nach Palästina, wurde dort bis 1241 gefangengehalten und starb auf der Rückreise an den Folgen der Haft in Otranto.
1214/22
oo Beatrix von Burgund, Tochter des Dauphins Guido
VII. Andreas von Vienne
+ 1248
Ehlers Joachim: Seite 156,160
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"Die Kapetinger."
Päpstliche und königliche Absichten konvergierten
hier so weit, daß Honorius III. sogleich Simons Sohn Amalrich
zum Nachfolger seines Vaters einsetzte und vom König einen neuen Feldzug
verlangte, diesmal unter Ludwigs Führung.
Als Ludwig VIII.
Ende Mai 1226 von Bourges aus den Feldzug antrat, auf dem Gebiet des Imperiums
links der Rhone auf Avignon marschierend, hatte ihm Amaury von Montfort
schon alle Rechte an den Eroberungen seines Vaters Simon abgetreten.
Le Goff Jacques: Seite 58,89,146,158
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"Ludwig der Heilige"
Ludwig VIII. teilte
diese Skrupel nicht. Er akzeptierte die Erbansprüche Amaurys von
Montfort und setzte sich an die Spitze des Kreuzzuges gegen die Albigenser.
Die Vizegrafschaft Carcassonne, die Ludwig
VIII. 1226 gemeinsam mit Beaucaire von der Kommune Avignon erworben
hatte, und die Vizegrafschaften Nimes und Agde - von Bernhard Aton Simon
von Montfort überlassen, aber durch dessen Sohn und Erben Amaury,
der im nämlichen Jahr 1229 alle seine Rechte und Ländereien im
französischen Süden an den König von Frankreich abgetreten
hatte, der Krondomäne zugeschlagen.
1229 trat Amaury von Montfort alle seine Rechte
im Süden des Landes an den König von Frankreich ab, und die Krondomäne
erweiterte sich um die Senechauseen Beaucaire und Carcassonne.
1239 war auch das Jahr, in dem die Blüte der Ritterschaft
französischer Barone unter Führung Theobalds
IV. von der Champagne ins Heilige Land aufbrach. Der junge König
hatte die Kreuzfahrt begünstigt, ihnen die Ausfahrt erlaubt und die
Finanzierung des Feldzugs erleichtert. Ja, er hatte ihrem Heer sogar einen
"königlichen" Charakter verliehen, indem er den Konnetabel Amaury
von Montfort die Lilienblüten tragen ließ.
Runciman, Steven: Seite 991,994,996
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Im Frühsommer 1239 stand eine namhafte Gruppe französischer
Adliger bereit, um nach Osten zu segeln. An ihrer Spitze befand sich der
König von Navarra, Tibald von Champagne,
der Neffe Heinrichs von Champagne.
Er wurde begleitet von Herzog Hugo IV. von Burgund,
von Peter Mauclerc, dem Grafen von
Bretagne, den Grafen von Bar, Nesle, Montfort, Joigny und
Sancerre, und zahlreichen geringeren Herren.
Heinrich von Bar jedoch wollte das Fußvolk, das
er in die Falle geführt hatte, nicht allein lassen, und seine engsten
Freunde blieben mit ihm zurück. Die Schlacht war bald vorüber.
Die Franken konnten nichts ausrichten, denn ihre Pferde und ihre schweren
Fußtruppen torkelten hilflos in den Sanddünen umher. Über
tausend von ihnen wurden erschlagen, unter ihnen Graf Heinrich selbst.
Weitere sechshundert wurden gefangengenommen und nach Ägypten verschleppt.
Unter ihnen befand sich der Graf von Montfort und der Dichter Philipp
von Nanteuil.
Tibald war hocherfreut,
die Freilassung Amalrichs von Montfort und seiner übrigen Freunde
zu erlangen und hatte den Hospitalitern seine Unterstützung geliehen.
1214
oo Beatrix von Burgund, Tochter des Dauphins Guido
VI. Andreas
um 1205-18.9. nach
1248
Kinder:
Margarete
- um 1284
oo Johann von Nesle, Graf von Soissons
- 1286
Laura Dame d'Epernon
- kurz
nach 8.1270
1. oo Ferdinand von Kastilien, Graf von Aumale
nach 1239- um 1268
2. oo Heinrich von Grandpre Seigneur de Livry
- um 1286
Petronella Äbtissin von Port-Royal
- 12.1275
Johann I.
um 1225- 1249
Adele
- 1279
1242
oo Simon II. von Clermont-Nesle, Seigneur d'Ailly
- 1286
Literatur:
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Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer
GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 156,160 - Ehlers Joachim:
Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 145,148
- Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller
Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis
Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 167,171,173
- Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000
Seite 58,89,146,158 - Pernoud Regine: Herrscherin in bewegter Zeit.
Blanca von Kastilien, Königin von Frankreich. Diederichs Verlag München
1991 Seite 174 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge,
Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 991,994,996
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage, ein Auszug,
R.G. Fischer Verlag 1996 Tafel 172 -