Einziger Sohn des Markgrafen Wilhelm VII. von Montferrat
aus seiner 2. Ehe mit der Berta di Clavesana, Tochter von Markgraf
Bonifatius
Lexikon des Mittelalters: Band VI Seite 790
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Montferrat, Markgrafen von
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Von diesem Zeitpunkt an verzichteten die Markgrafen von
Montferrat darauf, ihr Glück im Orient zu suchen. Bonifaz
II. (1235-1253) konnte infolge einer skrupellosen Schaukelpolitik
zwischen Kaiser FRIEDRICH II. und seinen
Gegnern die Markgrafschaft wiederherstellen und konsolidieren.
BONIFATIUS II.
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* um 1202, + 1255
Folgte 1225 als Markgraf von Montferrat uund 1339/40 als Titular-König von Thessalonich
Bonifatius II. geriet als Ghibelline und Anhänger Kaiser FRIEDRICHS II. immer schroffer gegen die lombardischen Städte und wurde zeitweise sogar von ihnen verjagt. Er ging erst nach 1242 zögernd ins päpstliche Lager über und schloß sich wie der Vater formal dem lombardischen Städtebund an. Er konnte seine Ansprüche in Griechenland nie durchsetzen, ging jahrelang mit Savoyen zusammen, was für sein Haus untypisch war und wurde nach 1242 von diesem, das kaiserlich blieb, bekriegt. Er geriet gegenüber von Savoyen immer mehr ins Hintertreffen und wurde immer mehr und mehr von ihm abhängig und zweitrangig.
1235
oo Margarete von Savoyen, Tochter des Grafen Anmadeus
IV.
+ 1254
Vor allem die erbitterten Kämpfe zwischen Ezzelino
da Romano und Graf Richard von San Bonifacio um die Herrschaft in Verona
sowie die Feldzüge Mailands, Piacenzas und Alessandrias gegen Asti
und gegen den Markgrafen Bonifaz II. von Montferrat
(+ 1253) spalteten Oberitalien bis weit in das Jahr 1231 hinein
tief und drohten fast zur Auflösung des Lombardenbundes zu führen.
Aus Furcht vor Gottes Zorn und im Vertrauen auf seine
Gnade erwähle er den besseren Teil und kehre demütig zur heiligen
Mutter Kirche zurück, so kommentierte etwa Markgraf
Bonifaz von Montferrat seinen Frontwechsel
vom Januar 1234. Von anderer Seite erfahren wir freilich, daß eine
ansehnliche Geldsumme, die ihm Mailand und Piacenza versprachen, seine
Konversion wohl erheblich erleichterte.
Bis Oktober 1244 verweilte Innozenz dort, erholte sich
langsam von seiner Krankheit und empfing die Botschafter der papsttreuen
Lombardenstädet und Adlige wie Bonifaz von
Montferrat.
Ebenfalls schon seit dem Juli 1245 gehörte Markgraf
Bonifaz von Montferrat wieder zu seinen Verbündeten und
arbeitete in der westlichen Lombardei eng mit König
Enzio zusammen. Um des eigenen Vorteils willen jederzeit ohne
Zögern zum Parteiwechsel bereit, paktierte er freilich Anfang 1248
erneut mit FRIEDRICHS Gegnern, um am
Ende dieses Jahres zu ihm zurückzukehren.
In Turin gelang es den Kaiserlichen, offenbar tatkräftig
unterstützt von FRIEDRICHS gleichnamigen
Enkel, die Machtübernahme durch Markgraf
Bonifaz von Montferrat zu verhindern.
Bewährte oder sonst wichtige Männer erlangten
in den letzten Wochen des Jahres 1248 zu Vercelli auch wohl zusätzliche
Gunsterweise. Der Delphinus oder Dauphin genannte Graf von Vienne etwa
empfing ein Geldlehen von 300 Goldunzen jährlich, Bonifaz
von Montferrat eine Burg des Bischofs
von Vercelli.
9.12.1235
oo Margarete von Savoyen, Tochter des Grafen
Amadeus IV.
um 1225-
1254
Kinder:
Alessina
um 1240-6.2.1285
1263
1. oo Albrecht I. Herzog von Braunschweig
1236-15.8.1279
1280
2. oo Gerhard I. Graf von Holstein-Itzehoe
1232- 1290
Wilhelm VIII.
um 1243- 1292
Illegitim
Niccolino Podesta von Alessandria (1270-1280)
- nach
1305 Vikar von Caselle 1303
Literatur:
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Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Der Kaiser
1220-1250 Primus Verlag Darmstadt 2000 Seite 269,511, 523,564,574,578 -
Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 460 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II.
2. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 26,39,162,312,318,335,368,457
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