Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte
********************
Montfort
-----------
Burg, von den Kreuzfahrern um die Mitte des 12. Jh.
etwa
35 km nördlich von Haifa auf steil abfallender Spornlage
errichtet.
Die Besitzverhältnisse von Montfort, das,
aufgrund der
wahrscheinlich
römischen Vorgängerbauten, ursprünglich Castellum novum
regis genannt wurde, sind zunächst nicht genau greifbar. Um 1180
im
Besitz des Grafen Josselin III. von Courtenay, wurde Montfort
1187
von Saladin eingenommen und kam
1192
an Josselin zurück. Nach seinem Tod fiel Montfort an die Familie
von Mandele (Amigdaa), die 1228 die Burg an den Deutschen Orden
verkaufte,
der sie Montfort nannte und sie mit finanzieller Hilfe Papst Gregor IX.
unter Hermann von Salza zur
gewaltigen Festung ausbaute, die das Ordensarchiv
und den Schatz barg.Nach einer ersten erfolglosen Belagerung 1266 griff
Sultan Baibars
1271 erneut Montfort
an. Gegen freien Abzug unter Mitnahme des Archivs ergab sich die
Besatzung.
Baibars ließ Montfort
schleifen.