KRAK DES CHEVALIERS
Lexikon des Mittelalters:
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Krak des Chevaliers (le Crat, le Crac, Qual<at
al Hisn a-Akrad)
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Burg der Johanniter in Syrien, 650 m über NN auf einem
nordwärts gerichteten Bergsporn, in strategisch beherrschender
Lage, kontrollierte den Engpaß, der Homs und Hama mit den
Küstenstädten Tripoli und Tortosa verband. Eine ältere
Burg von 1031, das sogenannte 'Kurdenschloß' (Hisn al-Akrad),
wurde 1110 von Tankred von Antiocheia
eingenommen, 1112 Sitz eines Lehens des Grafen von Tripoli, das 1142
von den Johannitern gekauft wurde. Diese errichteten die Burg neu, die
sie namentlich 1169-70 und 1201-02 weiter ausbauten. Krak
des Chevaliers wurde 1188 gegen Saladin gehalten
und erst am 8. April 1271 an den mamlukischen
Sultan Baibars übergeben.
Die Burg folgte auf drei Seiten dem Gelände; die Süd-Seite
war durch einen Graben geschützt, an den wichtigsten Ecken war die
Burg mit vorspringenden Türmen oder Tourellen befestigt. Um 1205
wurde eine äußere Befestigungsmauer mit Rundtürmen
hinzugefügt. Die Süd- und West-Seite der inneren
Befestigungsmauer war mit einem gemauerten, abgedachten Vorbau (mit
eingebauter Galerie: Schießscharten) verstärkt. Den Zugang
zur Burg bildete eine überwölbte, gebrochene Eingangsrampe
(ca. 130 m Länge).
Krak des Chevaliers ist mit
2,5 ha nicht die größte der Kreuzfahrerburgen (Burg, D. I),
aber eine der besterhaltenen, ein eindrucksvolles Beispiel
konzentrierten Festungsbaues, wie er im Westen erst im späteren
13. Jh. rezipiert wurde. Wilbrand von Oldenburg schätzt 1212
die Besatzung des Krak des Chevaliers
auf 2.000 Mann (die Zahl der Ritter könnte 50 betragen haben).
D. Pringle