IHSIDIDEN


Lexikon des Mittelalters:
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Ihsididen
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Ägyptische Dynastie 935/939-969

Der Name rührt vom Titel 'al-Ihsid' her (wahrscheinlich von altpersisch 'König.-Herrscher'), den der Kalif ar-Radi dem Statthalter von Syrien, Muhammad ibn Tugg, verlieh, der sich 935 zunächst noch unter abbasidischer Kontrolle auch in Ägypten durchsetzen konnte, dann von 939 bis zu seinem Tod 946 praktisch unabhängig über Ägypten und Syrien herrschte. Faktischer Nachfolger wurde sein Günstling Kafur, ein schwarzer Eunuch, als Vormund seiner beiden Söhne. Nach deren Ableben regierte Kafur formell mit dem Einverständnis des Kalifen in Bagdad. Wie sein Vorgänger tolerant gegen Christen und Juden, zeichnete sich Kafur als Mäzen aus und behauptete sich wie dieser geschickt gegen die HAMDANIDEN in Nord-Syrien und die FATIMIDEN in Nord-Afrika. Nach seinem Tod 968 folgte ihm als Statthalter ein Enkel des Muhammad ibn Tugg nach; dieser unterlag den FATIMIDEN, die 969 Ägypten eroberten und so der Herrschaft der IHSIDIDEN ein Ende bereiteten.

P. Thorau