GOLIATHSQUELLE


Lexikon des Mittelalters:
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Goliathsquelle (arabisch Ain Galut)
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Name einer Quelle und Ortschaft zwischen Baisan und Nablus (Palästina), wo David Goliath erschlagen haben soll.

Im Herbst 1259 fiel der Ilchan Hülägü in Syrien ein u. bedrohte Ägypten. Die dort herrschenden Mamluken lehnten die verlangte Unterwerfung ab. Der ägyptische Sultan Qutuz zog den unter dem Befehl des Feldherren Kitbuga stehenden Mongolen entgegen, da Hülägü Syrien bereits mit dem Gros seiner Armee verlassen hatte. Die mamlukische Armee, deren Vorhut vom Emir Baibars befehligt wurde, lockte die Mongolen zu dem strategisch günstig gelegenen Flecken Ain Galut., wo es am 3. September 1260 (25. Ramadan 658) zur Schlacht kam. Bei annähernd gleicher Gefechtsstärke wurde die mongolische Armee durch geschickte taktische Manöver vernichtend geschlagen. Damit war zunächst die Gefahr eines weiteren mongolischen Vordringens im Nahen Osten gebannt. Dieser Sieg trug wesentlich zur Legitimation der mamlukischen Herrschaft bei.

P. Thorau