DANISCHMANDIDEN
Lexikon des Mittelalters:
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Danismend-name
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Legendendurchsetzte Geschichte des Turkmenen-Fürsten
Danismend († ca.
1104)
im nördlichen Kappadokien und Galatien (Residenz in Neocaesarea,
heute Niksar), nach mündlicher Überlieferung zuerst 1245 von
Ibn Ala aufgezeichnet und nach dieser (verlorengegangenen) Fassung 1360
von Arif Ali neu erzählt. Die breite, volkstümliche (daher
türkische) Darstellung in Prosa mit eingestreuten Gedichten atmet
den Geist der Kreuzzugszeit, natürlich aus islamischer Sicht.
A. Tietze
Runciman, Steven: Seite 322
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"Geschichte der
Kreuzzüge"
Die schiitischen Mohammedaner, an deren Spitze der fatimidische Kalif von Ägypten
stand, verabscheute die sunnitischen Türken und den Kalif in
Bagdad nicht weniger als die Christen. Unter den Türken herrschte
unausgesetzte Rivalität zwischen SELDSCHUKEN und
DANISCHMANDIDEN, den ORTOQIDEN und dem Haus TUTUSCH,
und selbst zwischen Tutuschs
Söhnen. Einzelne Atabegs wie Kerbogha
taten durch ihren persönlichen Ehrgeiz das ihre, um den Wirrwar
noch zu vergrößern, während geringere arabische
Dynastien wie die BANU AMMAR
von Tripolis und die MUNQIDHITEN von
Schaizar sich die Unordnung zunutze machten, um ihre allzeit
gefährdete Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten.