ALEPPO


Lexikon des Mittelalters:
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Aleppo (arab. Halab)
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Stadt in Syrien, liegt im Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen und Karawanenwege, 390 m über Meeresspiegel am Fluß Quwaiq. Bereits im ausgehenden Altertum eine Stadt mit starker arabischer Zuwanderung, wurde Aleppo 638 n. Chr. von den Muslimen erobert. Aleppo erlangte um die Mitte des 10. Jh. weltgeschichtliche Bedeutung als Hauptstadt und Residenz des HAMDANIDEN Saifaddaula (944-967) und durch seinen erfolgreichen Kampf gegen das byzantinische Kaisertum. In diese Zeit fiel auch Aleppos höchste kulturelle Blüte. Die folgenden Jahrhunderte sind vom Auf und Ab rivalisierender Mächte bestimmt, vom ständigen Krieg um ein wichtiges Grenzland zwischen türkischen Stämmen im Norden, ägyptischen FATIMIDEN und Bagdader Kalifen und ihren Vasallen. Aufreibende Kämpfe mit den Kreuzfahrern brachten Aleppo im 12. Jh. an den Rand des Zusammenbruchs. Unter den AYYUBIDEN (1183-1260) blühte die Stadt als Handels- und Wirtschaftszentrum und als Sitz einer vielfältigen Gelehrsamkeit erneut auf. 1260 wurde Aleppo von den Mongolen fast völlig zerstört; nach ihrem überraschenden Abzug fiel es an die ägyptischen Mamluken, unter denen es sich zu einem der bedeutendsten Märkte des Vorderen Orients entwickelte. Von der Zerstörung durch (1400) erholte sich die Stadt schnell; die Befestigungsanlagen wurden erweitert. Mit der Herrschaft der OSMANEN (seit 1520) verstärkte sich die Bedeutung Aleppos als Handelsplatz, vor allem durch den Handel mit den Ländern West-Europas, die in Aleppo über Niederlassungen verfügten.

R. Sellheim



Saifaddaula (HAMDANIDEN)
Emir (944- 967)
Tutus (SELDSCHUKEN)
Emir (um 1090-1095)
Dukak (SELDSCHUKEN)
Emir (1095-1104)
Ridwan (SELDSCHUKEN)
Emir (1104-1113)
Alp Arslan (SELDSCHUKEN)
Emir (1113-1114)
Sultanschah (SELDSCHUKEN)
Emir (1114-1118)
Aq Sunqur al Bursuqi
Atabeg (1125-1126)
Izz ed-Din Mas'ud
Atabeg (1126-1127)
Ibrahim der Seldschuke
Emir (1126)
Badr ad-Daulah (ORTOQIDEN)
Emir (1126)
Ibn el-Milhi
Statthalter (1115-1118)
Tuman
Statthalter (1126)
Imad ad-Din Zengi
Atabeg (1127/28-1146)
Nureddin Mahmud
Atabeg (1146-1174)
Madschd ed-Din
Statthalter 1160
Gümüschtekin
Statthalter (1174-1177)