Jüngerer Sohn des Fürsten Bohemund I. von
Antiochia und der Konstanze von Frankreich,
Tochter von König Philipp I.
Brandenburg Erich: Tafel 25 Seite 51
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XIII. 395 b. Boemund, Fürst von Antiochia
1126
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* 1108, + 1130 II.
Gemahlin: 1126 Alix, Tochter König Balduins II. von
Jerusalem (siehe XII 380)
+ ...
BOEMUND II.
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* 1107, + 1130 gefallen
Bohemund II. folgte unter der Regentschaft seiner Mutter und eines Neffen des Fürsten Tankred von Tiberias. Er gewann Antiochia-Stadt zurück, mußte die italienischen Besitzungen an die dortigen Vettern aufgeben und setzte die üblen Traditionen der Kreuzfahrer fort, Plünderungsfeldzüge zu unternehmen und fiel dabei.
1126
oo Elisa von Jerusalem(-de Rethel), Tochter des
Königs Balduin II.
Herrin von Latakia (= Laodicea) und Jabala (= Gibel),
1130 Regentin; gerät wegen der Regentschaft gegen ihren Vater und
en Grafen von Triopolis, muß1136 verzichten; versucht bis zuletzt,
Konstanzes
Heirat
zu verhindern.
Mayer, Hans Eberhard: Seite 79,80
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Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH
1995 -
Im Jahre 1126 wurde König Balduin II. endlich seiner antiochenischen Regierungsgeschäfte ledig, denn Bohemund II., der Sohn des Gründers des Fürstentums Antiochia, kam aus Apulien, um seine Erbschaft anzutreten. Seine Aufgabe hätte in der Eroberung von Aleppo bestehen müssen, dessen Atabeg eben damals ums Leben kam, worauf das Emirat in einem unvorstellbaren Chaos von Diadochenkämpfen versank. Es war die letzte Gelegenheit zur Bezwingung Aleppos, aber Bohemund II., der mit Joscelin von Edessa in einen der nun bereits üblichen Bruderkriege geriet, ließ die Chance ungenutzt verstreichen. Ein Versuch Balduins II., Damaskus nach dem Tode des mächtigen Tugtakin (+ 1128) zu erobern, scheiterte. Zwei Jahre später fiel Bohemund II. kämpfend in Kilikien. Da er nur eine minderjährige Tochter Konstanze hinterließ, mußte der König erneut die Mühen der Regentschaft auf sich nehmen, nachdem ein Versuch seiner eigenen Tochter Alice, als BohemundsWitwe die Herrschaft an sich zu reißen, unter beschämenden Umständen gescheitert war.
Pernoud Regine: Seite 60
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"Frauen zur Zeit der Kreuzzüge"
Bohemund hatte seine
Kindheit in Italien verbracht und war 1126 in Antiochia eingetroffen. König
Balduin II. hatte ihm unverzüglich seinen Besitz überlassen,
der ihm aus dem väterlichen Erbe zustand. Die Chroniken jener Zeit
sind voll des Lobes über diesen jungen Mann. Kaum älter als 18
Jahre, war er bereits ein vollendeter Ritter: "Er war groß, gerade
gewachsen und sehr schön, hatte blondes Haar, weiche anmutige und
sehr ebenmäßige Züge. Unter allen anderen erkannte man
in ihm den Fürsten."
Der schöne, blonde Normanne heiratete die junge
Alice
von Jerusalem, und die Einwohner Antiochias begrüßten
voll freudiger Erwartung diese vielversprechende Verbindung. "Alle freuten
sich, denn sie dachten, der König werde ihr Land künftig
mehr lieben und sich mehr um sie kümmern." Unglücklicherweise
wurde Bohemund im Februar 1130
bei einer Schlacht in Kilikien getötet. Nach einer allzu kurzen Regierungszeit
von weniger als 4 Jahren war sein Tod eine "wahre Katastrophe für
Antiochia und das fränkische Syrien. Der Emir von Kappadokien, Ghazi,
fand sein Haupt auf dem Schlachtfeld inmitten von Toten - eine recht sonderbare
Art der Begegnung. Er ließ es mitnehmen und mit verschiedenen anderen
Geschenken dem Kalifen von Bagdad überbringen.
Houben, Hubert: Seite 45
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"Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und
Okzident"
Dass Wilhelm II. seinen
Onkel Roger II. wirklich als Erben
eingesetzt hat, ist unwahrscheinlich. Alexander von Telese hätte einen
solchen Akt sicher erwähnt. Außerdem waren die Beziehungen zwischen
Herzog und Graf in den letzten Jahren gespannt. Möglich ist, dass
er ihm eine mündliche Zusage gemacht hatte, die aber nicht in die
Praxis umgesetzt wurde. Wilhelm von Tyrus berichtet, der Herzog habe 1126
mit Bohemund II.bei
dessen Abreise nach Antiochia einen Erbvertrag abgeschlossen. Wer von beiden
den anderen überlebte, sollte ihn beerben. Dieser Nachricht widersprechen
andere Chronisten: Nach Alexander von Teles hatteBohemund
II. als Verweser für sein süditalienisches Herschaftsgebiet
den Papst eingesetzt, nach Romuald von Salerno einen Verwandten, den Grafen
Alexander von Conversano. Wilhelm scheint nach allen Seiten hin Versprechungen
gemacht zu haben.
1126
oo Alice von Jerusalem, Tochter des Königs
Balduin II.
1108- nach 1136
Herrin von Latakia ( = Laodicea)
und Jabala ( = Gibel)
Kinder:
Konstanze I.
1126- 1163/67
Literatur:
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Bünemann, Richard: Robert Guiskard 1015-1085.
Ein Normanne erobert Süditalien. Böhlau Verlag GmbH & Cie,
Köln 1997 Seite 252 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls
des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel
25 Seite 51 -
Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher
zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997 Seite 45 - Kugler
Bernd: Geschichte der Kreuzzüge. Reprint-Verlag-Leipzig 1880 - Lehmann
Johannes: Die Kreuzfahrer. Abenteurer Gottes. Gondrom Verlag Bindlach 1991
Seite 207,210 - Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge,
Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 79,80 - Norwich John Julius:
Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf
und München 1993 Band III Seite 90,93,95,143 - Payne Robert:
Die Kreuuzüge. Zweihundert Jahre Kampf um das Heilige Grab. Albatros
Verlag Düsseldorf 2001 Seite 138 - Pernoud Regine: Frauen zur
Zeit der Kreuzzüge Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1995 Seite 60
- Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe
in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 481-482,486-487,488
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 173 -