Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1957
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Hattin, Schlacht von (3./4. Juli 1187)
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Fand statt auf einem Plateau nahe dem - abgegangenen - Ort Hattin (10 km nordwestlich von Tiberias in Galiläa), am Süd-Ende eines Hügels mit ‚zwei Hörnern‘. Dem von südlich des Sees Genezareth vorstoßenden Saladin gelang es, durch Belagerung der Eschiva, Gemahlin Raimunds III., im Kastell Tiberias das christliche Heer unter König Guido aus seinem Lager bei Saffuriya herauszulocken (der König folgte dem fatalen Rat des Templermeisters). Die in drei Schlachtreihen (1. Raimund III. von Tripolis, 2. König Guido, 3. Balian von Ibelin) gegen Tiberias vorrückenden, durch Sonnenglut und Wassermangel geschwächten Christen, insgesamt wohl knapp 20.000 Mann (bei etwa gleicher Stärke des muslimischen Heeres), erlitten am 4. Juli nach einem Nachtlager in ungünstiger Position eine vernichtende Niederlage. Der König und die überlebenden Ritter (mit Ausnahme der von Raimund geführten Abteilung) wurden gefangengenommen; das Hl. Kreuz fiel in die Hände Saladins, der vor allem unter Templern und Johannitern ein Blutbad anrichtete und an Rainald von Châtillon Rache nahm. Die Schlacht von Hattin führte zum Verlust Jerusalems und zum Ende der ersten Kreuzfahrerherrschaft. Kreuzzüge.
P. Herde