4. Sohn des Tankred
von Hauteville aus seiner 1. Ehe mit der Murielle
von Normandie, illegitime Tochter von Herzog Richard I.
Thiele, Andreas: Tafel 416
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs-
und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
GOTTFRIED
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† 1063
Seit 1053 in Italien, Herr von Capitanata, Graf
von Loritello (Linie † im 12. Jh.)
GAUFREDUS
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Etwa seit 1059 Graf der Capitanata
Verheiratet mit einer Langobardin Sichelgaita
Gestorben vor 10171.
Es ist einleuchtend, warum Humfred
sich nicht an das Senioratsprinzip hielt, wonach er seinen Bruder Gottfried,
der älter als Robert
war, nominiert haben müßte. Der
Graf von Capitanata
war erst nach der Schlacht von Civitate nach Italien eingewandert und
konnte
es an Macht und Ansehen mit dem Guiskard in keiner Weise
aufnehemn.
So blieb Humfred nichts anders übrig, als den ungeliebten
Bruder
zu benennen.
Seit Anfang der 1060-er Jahre hatte Guiskards
Halbbruder Gottfried, Graf der Capitanata, das Gebiet
von
Chieti angegriffen. Gottfrieds Sohn,
Robert
von Loritello, stieß seit Anfang der 1070-er Jahre bis Ortona
vor. Die Abruzzen aber sah die römische Kirche als ihr
Interessengebiet
an. Hildebrand
wird von Robert Guiskard erwartet haben, daß er seine
Verwandten
zügelte.
"Aber als Mauger
starb", so Malaterra, "hinterließ er dem Bruder Wilhelm
seine ganze Grafschaft; Wilhelm, der seinen Bruder Gottfried
liebte, belehnte diesen damit."
Die Tankreds-Söhne Robert und Roger
sind
damals ihrem Bruder Gottfried,
dem Grafen der Capitanata,
der nach Norden vorgestoßen war, zu Hilfe geeilt.
Man hat vermutet, es habe sich um
Integritätsverletzungen
des Kirchenstaates gehandelt. Übergriffe auf päpstlich
beanspruchtes
Gebiet in den Abruzzen würden allerdings zu Lasten von Roberts
Bruder Gottfried gehen.
Mauger, Wilhelm der
Jüngere
und Gottfried machten mit Humfreds Hilfe Karriere. Die
Loyalität
der Jüngeren gegenüber den Älteren, ihren Lehsnherrn,
scheint
selbstverständlich gewesen zu sein. Das Prinzip Solidarität
vereinte
die ältesten
HAUTEVILLE auch mit
den Verstärkungen durch Verwandte und Landsleute aus der Normandie
sowie mit Nachbarn.
Mit seinem älteren Stiefbruder Gottfried hat
Robert sich offenbar immer gut verstanden. Obgleich Tankred den
Viertgeborenen als Alleinerben eingesetzt haben soll, war auch dieser
Sohn
nach der Schlacht von Civitate mit seinen jüngeren
Halbbrüdern
Mauger
und Wilhelm nach Süd-Italien ausgewandert. Nach dem
frühen Tod
Maugers,
der Wilhelm die Capitanata vererbte, hat dieser seinem
Stiefbruder
Gottfried die Grafschaft übertragen. Als der neue Herr der
Capitanata nördlich des Fortore mit rivalisierenden Normannen
zusammenstieß, bekam er Hilfe von Robert und Roger,
die ihn aufs grausamste von einem Rivalen befreiten. Gottfried
eröffnete
die Expansion in die Abruzzen.
oo Sichelgaita (Langobardin)
†
Kinder:
Robert I. Graf von Loritello
†
Literatur:
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Bünemann, Richard: Robert Guiskard
1015-1085.
Ein Normanne erobert Süditalien. Böhlau Verlag GmbH &
Cie,
Köln 1997 Seite 26,80,168,170, 214,242,244,247 - Thiele,
Andreas:
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte
Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser
II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 416 -