Ältere Tochter und Erbin des Seigneurs Rainald
I. de Courtenay
(†
1161) aus seiner 1. Ehe mit der Hedwig de Donjon,
Tochter von Friedrich von Donjon
Weitverzweigte französische Adelsfamilie, durch
die
Kreuzzüge vor allem im Lateinischen Osten (Edessa, Konstantinopel)
bedeutend, desgleichen in England.
A. Die COURTENAY in Frankreich und im
Lateinischen
Osten
I. DIE ÄLTEREN COURTENAY
Die ältere
Linie der COURTENAY geht auf Milo
(† 1127), den älteren
Bruder von Josselin I. von Edessa,
zurück. Milo stiftete
1124 die Zisterzienserabtei Fontaine-Jean. Sein
älterer Sohn, Guillaume, Sire de Courtenay,
starb 1148 auf
dem 2. Kreuzzug; der jüngere,
Renaud, der bereits Sire de
Chateaurenard war, erbte Courtenay. Aus seiner Ehe mit der Tochter
des Herren von Corbeil gingen zwei Töchter hervor: die
jüngere
heiratete den Sire de Seignelay, während die ältere, Elisabeth,
1150 den jüngeren Sohn König
Ludwigs VI., Peter (Pierre),
ehelichte; dieser wurde damit Herr von Courtenay, Chateaurenard und
Montargis.
II. DIE COURTENAY ALS SEITENLINIE DER KAPETINGER
Das zweite Haus der COURTENAY war also ein
Zweig
der KAPETINGER. Ebenso wie das
ebenfalls
von Ludwig VI. abstammende Haus
DREUX führten die COURTENAY
nicht die königliche Linie im Wappen, vielmehr nahmen sie einen
goldenen
Schild, belegt mit drei Scheiben, an; die war wahrscheinlich das Wappen
des alten Hauses COURTENAY, das auch die englischen
COURTENAY,
die eine jüngere Linie der alten COURTENAY waren,
führten.
Peter I. († 1183)
verlieh 1170 Montargis die Freiheiten von Lorris und nahm 1179 das
Kreuz;
seine Witwe, die ihn noch bis 1219 überlebte, gab 1185 den
Bewohnern
von Courtenay die Freiheit.
Das älteste der 13 Kinder aus dieser Ehe,
Peter
II., der spätere
Kaiser von Konstantinopel, heiratete in
erster Ehe Agnes, Erb-Tochter
der
Grafschaften Auxerre, Nevers
und Tonnerre; Peter
mußte
Montargis an den König abtreten, um dessen Zustimmung zur Heirat
zu
erlangen.
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"
ELISABETH DE COURTENAY
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† nach 1205
Erbin von Courtenay, Champignelles, Chateau-Renard, Montargis etc., da Vater und Brüder in Frankreich enterbt wurden.
um 1153
oo PETER
I. VON FRANKREICH
† um 1183
Sohn des Königs Ludwig VI. (KAPETINGER), Bruder des Königs Ludwig VII.
Peter I. bekam durch seinen königlichen Bruder die gesamte Erbschaft seiner Frau und dazu noch Tanlay, Charny und Chantecocq. Er zog 1178 nach Palästina, wo er wohl um 1183 starb.
oo Peter I. Prinz von Frankreich
um 1126 † 1179/83
Kinder:
Eustachie Dame de Placy-sur-Armancon
† nach
1235
1. oo Wilhelm von Brienne und von Rameru
† um 1199
2. oo Wilhelm I. von Champlitte Fürst
von
Achaia
† 1210
3. oo Wilhelm I. von Blois Graf von Sancerre
und
St.-Bricon
† 1217
Konstanze
†
1. oo Gasce de Poissy, de Chateaufort
† 1189
2. oo Wilhelm Seigneur de Breteuil-(Puiset)
† 1226
Clemence
†
oo Guido VI. Vicomte de Thiers
†
Robert I. de Courtenay Seigneur de
Champignelles
1168 † 1239
Wilhelm I. de Courtenay
†
Isabella
†
1194
oo Aimon III. Seigneur de Charost
†
Alix
um 1160 † 1218
1178
1. oo Wilhelm I. Graf von Joigny
† 1220/1
2. oo Aymar III. Taillefer d'Angouleme de la
Marche
† 1202
Johann de Courtenay Seigneur de Yerre
† nach
1221
Peter II.
Lateinischer Kaiser
um 1155 † nach 1219
Literatur:
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Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1
Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G.
Fischer
Verlag 1993 Tafel 113 -