Daimbert                                          Patriarch von Jerusalem 1099-1101
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    16.6.1107
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 433
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Daimbert (Daibert), Patriarch von Jerusalem 1099-1101
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     16. Juni 1107

Der aus Pisa stammende Daimbert war seit 1088 Bischof  von Pisa und wurde 1092 von Urban II. zum Erzbischof von Pisa, Metropolitan von Korsika und Legaten von Sardinien erhoben. Nach dem Tode des päpstlichen Legaten auf dem 1. Kreuzzug, Adhémar v. Monteil (1098), wurde Daimbert von Urban II. zum Legaten ernannt und nach Syrien entsandt. Daimbert annullierte die Wahl Arnulfs von Chocques und wurde 1099 erster lateinischer Patriarch von Jerusalem. Als Gegner des Byzantinischen Reichs und der orthodoxen Kirche führte er einen pisanischn Angriff gegen das byzantinische Latakia, weihte lateinische Bischöfe für Provinzen im orthodoxen Patriarchat Antiochia und nahm vielleicht die Lehnseide der lateinischen Fürsten Gottfried von Bouillon und Bohemund I., Fürst von Antiochia, entgegen, womit er yzantinischen Ansprüchen auf eine Oberherrschaft über die neuen Kreuzfahrerstaaten entgegentrat. Daimberts autokratisches Gebaren rief den Widerstand des 1100 von Daimbert gekrönten 1. Königs von Jerusalem, Balduin I., hervor; der König veranlaßte den Legaten, Kardinal Mauritius, zur Absetzung Daimberts unter dem Vorwurf des Verrats, der Unterschlagung und der Angriffe auf orthodoxe Christen (Aug. 1101). Unter antiochenischem Einfluß wieder eingesetzt (1102), wurde Daimbert bald darauf durch den neuen Legaten, Robert von Paris, wieder seines Amtes enthoben. Gegen diese Maßnahme appellierte er erfolgreich bei Paschalis II. (1105), starb aber am 16. Juni 1107 in Messina auf der Reise nach Jerusalem.

B. Hamilton