Begraben: St. Johann zu Akkon
Nachgeborener Sohn des Grafen Walter III. von Brienne-Lecce
und der Maria Elvira von Lecce, Tochter
von König Tankred; Neffe des Königs
Johann von Brienne-Jerusalem
Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 684
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Brienne
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Gautier IV., sein posthumer Sohn, unterstand zunächst
(bis 1221) der Vormundschaft seines Onkels, Johann
(Johann de Brienne), des späteren Königs von Jerusalem.
Gautier IV., genannt "der Posthume" oder
"der Große", Graf von Brienne, Lecce und Jaffa
(oo 1233 Maria von Lusignan, Schwester
König
Heinrichs von Zypern), war einer der aktivsten Verteidiger des
fränkischen Syrien; von den Muslimen 1244 gefangengenommen, wurde
er in der Gefangenschaft getötet. Sein Leichnam wurde 1251 den Christen
zurückgegeben und in St. Johann zu Akkon bestattet. Joinville rühmt
Gautiers
Tapferkeit,
Freigebigkeit und Frömmigkeit. Seiner Ehe mit
Maria
von Lusignan entstammten zwei Söhne.
WALTER IV. "DER GROSSE"
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postum 1205, + um 1244/47 ermordet
Walther IV. der Große war Graf von Brienne, 1221-1244 Graf von Jaffa (Haus IBELIN), Titular-Herzog von Apulien und Graf von Lecce. Er war wie der Vater ein berühmter Haudegen, bekriegte den kaiserlichen Cousin FRIEDRICH II. und versuchte ihm 1228/29 Sizilien-Neapel abzunehmen, unterstützt von seinem Onkel König Johann von Jerusalem. Er ging danach nach Palästina, wurde Graf von Jaffa und Askalon und bekriegte mit wüsten Plündereien ständig Ägypten, gestützt von Johannitern und Templern. Walter IV. geriet in der Schlacht bei Gaza schwer verwundet in Gefangenschaft, weigerte sich, Jaffa zur Aufgabe zu überreden und wurde 1244 oder später ermordet.
oo Marie de Lusignan, Tochter des Königs Hugo
I. von Cypern und Jerusalem/Akkon
+ 1251/53
Runciman, Steven: Seite 992,997,1005-10066
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"Geschichte der Kreuzzüge"
1239
Tibald beschloß,
wahrscheinlich auf den Vorschlag Walters von Brienne, des Grafen
von Jaffa, der nicht zur Familienpartei der IBELINS gehörte, daß
das Heer zuvörderst die ägyptischen vorgeschobenen Stellungen
in Askalon und Gaza angreifen und sodann sich gegen Damaskus wenden solle.
Alsdann wurden auch die beiden Baillis des Königreichs,
Balian von Sidon und Odo von Montbeliard, denen Tibalds
Oberbefehl nicht genehm war, zusamemn mit Walter von Jaffa und einem
der IBELINS, Johann von Arsuf, in die geheime Verabredung einbezogen.
1240
Die einheimischen Barone, mit Ausnahme Walters von
Jaffa, unterstützten die Tempelritter; die Hospitaliter begannen
folglich, sich um die Freundschaft Filangieris undd er Kaiserlichen zu
bemühen.
1244
Das christliche Heer war das größte, welches
Outremer seit dem verhängnisvollen Tag von Hattin ins Fed gestellt
hatte. Es umfaßte 600 weltliche Berittene unter Führung Philipps
von Montfort, des Herrn von Toron und Tyros, und des Grafen von Jaffa,
Walter
von Brienne. Die Tempelritter und Hospitaliter stellten jeweils über
300 ihrer Ordensritter unter den beiden Großmeistern. Eine Abteilung
des Deutschen Ordens war zur Stelle. Bohemund von Antiochia schickte seine
Vettern Johann und Wilhelm von Botrun und den Konnetabel von Tripolis,
Johann von Ham. Das ägyptische Heer lag vor Gaza; sein Befehlshaber
war ein junger mameluckischer Emir namens Rukn
ed-Din Baibars. Es bestand aus 5.000 besonders ausgewählten
Soldaten und der choresmischen Horde. Die gegnerischen Heere kamen am 17.
Oktober bei dem Dorf Herbiya oder La Forbie einige Meilen nordöstlich
von Gaza miteinander in Berührung. Viele der Christen waren der Meinung,
den ägyptischen Angriff in einer befestigten Stellung abzuwarten,
aber Walter von Jaffa drängte stürmisch auf einen sofortigen
Angriff. Die Franken schlugen sich tafer, aber vergeblich. Binnen weniger
Stunden war ihr ganzes Heer vernichtet. Der Graf von Jaffa, der Großmeister
der Hospitaliter und der Konnetabel von Tripolis wurden gefangengenommen.
Philipp von Montfort entkam zusammen mit dem Patriarchen nach Askalon,
wo die Überlebenden der Ritterorden zu ihnen stießen, nämlich
330 Templer, 26 Hospitaliter und drei Deutsche Ordensritter. Die Zahl der
Toten wurde auf nicht weniger denn 5.000 und wahrscheinlich wesentlich
mehr geschätzt. 800 Gefangene wurden nach Ägypten gebracht.
Die Choresmier eilten mittlerweile nach Jaffa, dessen
gefangenen Grafen sie mit sich führten, und drohten, ihn aufzuknmüpfen,
wenn die Besatzung sich nicht ergäbe. Der Graf jedoch rief seinen
Leuten zu, sie sollten nicht nachgeben. Die Befestigungen erwiesen sich
als zu gewaltig für die Choresmier. Sie zogen sich mit ihrem Gefangenen,
dem sie das Leben schenkten, wieder zurück. Er starb später in
der Gefangenschaft nach einem tätlichen Streit mit einem ägyptischen
Emir, mit dem er Schach gespielt hatte.
1233
oo Maria von Jerusalem-Zypern, Tochter des Königs
Hugo I.
um 1214- 1251/53
Kinder:
Hugo
um 1236- 1296
Johann II.
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1260
Literatur:
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Payne Robert: Die Kreuuzüge. Zweihundert
Jahre Kampf um das Heilige Grab. Albatros Verlag Düsseldorf 2001 Seite
348,357 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe
in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 909-910,992,997,1005-1006,1066
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 140 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte,
Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker
& Humblot Leipzig 1873, Seite 63,261 -