Ältester Sohn des Grafen Eustach II. von Boulogne
aus
seiner 2. Ehe mit der Ida von Lothringen, Tochter von Herzog Gottfried
der Bärtige
Brandenburg Erich: Tafel 27 Seite 54
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XI. 149 b. EUSTACH III., Graf von Boulogne
1100
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* ca. 1058, + nach 1125
Gemahlin: 1102 Marie, Tochter König Malcolms
III. von Schottland
+ ...
EUSTACH III.
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+ 1125
Graf von Boulogne
Eustach III. folgte seinem Vater als Graf von Boulogne, lehnte 1118 die Krone von Jerusalem ab und lebte meist in Palästina.
1102
oo Marie von Schottland, Tochter des Königs
Malcolm III.
+ 1116
Runciman Steven: Seite 110,141,273,278,282-283,289,313,451
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Noch bemerkenswerter war der Beitritt von Mänern,
die dem Kaiser HEINRICH IV. ergeben
waren. Unter ihnen standen an erster Stelle der Herzog von Nieder-Lothringen,
Gottfried von Bouillon, der zusammen
mit seinen Brüdern Balduin und
dem Grafen Eustachius von Boulogne das Kreuz nahm.
Gottfrieds zwei Brüder
hatte ebenfalls das Kreuz genommen. Der ältere, Graf Eustchius
III. von Boulogne, war kein sonderlich begeisterter Kreuzfahrer und
drängte allzeit danach, auf seine reichen Güter zu beiden Seiten
des Ärmelkanals zurückzukehren. Sein Beitrag an Truppen war wesentlich
geringer als der Gottfrieds, den er
folglich bereitwillig als Führer anerkannte. Wahrscheinlich unternahm
er die Reise getrennt von ihm, indem er durch Italien zog.
Gottfried und sein
Bruder Eustachius von Boulogne befehligten den Angriff auf Jerusalem
vom obersten Stockwerk des Turmes aus. Um die Mittagsstunde gelang es ihnen,
eine Brücke vom Turm zum Mauerrand hinüberzuschlagen und in die
Stadt einzudringen.
Von den großen Fürsten waren dem Kreuzzug
nur noch vier verblieben: Raimund von Toulouse, Gottfried
von Lothringen, Robert von Flandern und Robert
von der Normandie. Eustachius von Boulogne hatte stets
nur eine schattenhafte Rolle neben seinem Bruder Gottfried
gespielt.
Gottfrieds Bruder,
Eustachius von Boulogne, begleitete ihn, möglicherweise, um
zu verhindern, daß er wie üblich die gesamte Beute für
sich behielt. Sie wurden zu Nablus gut empfangen, scheinen aber nichts
erbeutet zu haben. Aber auch Balduin
war an der Nachfolge Gottfrieds interssiert.
Er war Gottfrieds Bruder und sein nächster
Anverwandter im Osten - Eustachius von Boulogne hatte Palästina
wahrscheinlich kurz nach Robert von Flandern verlassen - und nicht minder
ehrgeizig als Bohemund.
Sein eigener Bruder Eustachius von Boulogne, der
auf das Erbe Gottfrieds hätte
hoffen können, hatte seinen Ländern am Ärmelkanal den Vorzug
gegeben.
Balduin I. hatte
seine letzte Königspflicht vernachlässigt; er hatte keine Vorsorge
für die Thronfolge getroffen. Der Kronrat des Königreiches trat
in aller Eile zusammen: Einigen der Edlen erschien es undenkbar, dass die
Krone nicht beim Haus BOULOGNE verbleiben
solle. Balduin I. war auf seinen Bruder
Gottfried
gefolgt;
und noch gab es den dritten und ältesten Bruder, den Grafen Eustach
von Boulogne. Boten wurden eilends übers Meer geschickt, um dem
Grafen den Tod seines Bruders anzuzeigen und ihn zu bitten, das Erbe zu
übernehmen. Eustach verspürte keinen Wunsch, seine freundliche
Heimat gegen die Fährnisse des Morgenlandes zu vertauschen; aber es
wurde ihm bedeutet, es sei seine Pflicht. Also machte er sich auf den Weg
nach Jerusalem. Aber in Apulien traf er auf neue Boten mit der Kunde, dass
es zu spät sei. Die Thronfolge war auf einen anderen übergegangen.
Er wies den Vorschlag ab, er solle weiterreisen und für seine Rechte
kämpfen. Durchaus nicht widerwillig lenkte er seine Schritte zurück
nach Boulogne.
Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 164
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"Die Anglonormannen."
Als besonderer Günstling darf der Königs-Neffe
Stephan
gelten, Sohn von Heinrichs I. Schwester
Adele
und Graf Stephans von Blois: Die Übertragung von verwirkten Kronlehen
wie Eye und Lancaster in England und Mortain in der Normandie um 1115 sowie
eines Teils der Belleme-Herrschaften 1118 ebnete den Weg für die glänzende
Ehe mit Mathilde, Tochter Graf Eustachius'
III. von Boulogne, der 1125 Mönch wurde.
1102
oo Maria von Schottland, Tochter des Königs
Malcolm III.
-31.5.1116
Kinder:
Mathilde Erbin von Boulogne
1103-3.5.1152
1120
oo Stephan III. Graf von Blois
vor 1102-25.10.1154
Literatur:
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Appleby John T.:Heinrich II. König von England.
Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stutggart 1962 Seite 20
- Berg Dieter: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige
im Europa des Mittelalters. Verlag W. Kohlhammer 2003 Seite 18 - Brandenburg
Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt
an der Aisch 1998 Tafel 27 Seite 54 - Runciman, Steven: Geschichte
der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München
1978, Seite 110,141, 273,278,282-283,289,295,313,451 - Thiele, Andreas:
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte
Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 170 -