BAR-SUR-SEINE
Lexikon des Mittelalters:
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4. Bar-sur-Seine
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Stadt und ehemalige Grafschaft in der Champagne (heut. Dép.
Aube), gehörte zum Bistum Langres. Die Grafschaft Bar-sur-Seine
ging aus einer Aufteilung des pagus
latiscensis hervor. Am Ende des 10. Jh. mit der Grafschaft
Tonnerre vereinigt, wurde sie 1065 von dieser wieder abgetrennt, als Graf Hugo Reinhard (Hugues-Renard) Bischof von Langres wurde.
Bar-sur-Seine fiel an das Haus BRIENNE
und Tonnerre an das Haus NEVERS.
Anfangs scheint die Grafschaft Bar-sur-Seine unter dem Einfluß
des Herzogtums Burgund gestanden zu haben, doch erlangten die
Bischöfe von Langres die Oberhoheit. Im 12. Jh. wurde die
Grafschaft durch den Grafen der Champagne, der sie um 1224-1249 erwarb,
mediatisiert. 1435-1477 war sie Teil des burgundischen Staates. - Die
Stadt, zu Füßen der Burg gelegen, besaß im Mittelalter
nur eine
Pfarrei, die seit 1068 Sitz eines Priorates von St-Michel-de-Tonnerre
(Tonnerre) war. Außerdem bestand in der Burg seit dem
12. Jh. eine kleine Kollegiatkirche (? St-Georg). Die Burg wurde
am Ende des 16. Jh. zerstört.
M. Bur