4. Sohn des Fürsten Bohemund IV. von Antiochia
aus seiner 1. Ehe mit der Plaisance von Giblet, Tochter von Herr
Hugo III. Embriaco
Thiele, Andreas: Tafel 174
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
HEINRICH
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* ..., + 1276 ertrunken
Er wird 1264 Regent von Jerusalem und kommt bei Plünderungsfahrten um.
1233
oo Isabella von Jerusalem, Tochter und Präsumptiverbin
des Königs Hugo I. von Jerusalem-Cypern
+ 1264
und der Alix de Champagne
ISABELLA DE LUSIGNAN
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+ 1264
Tochter und Präsumptiverbin des Königs Hugo I. von Cypern und der Prinzessin Alix de Champagne (-Blois) (= Tochter und Präsumptiverbin des Königs Heinrich I. de Champagne und der Prinzessin Isabella d'Anjou von Jerusalem)
1233
oo Heinrich de Poitou
+ 1276
Sohn des Fürsten Boemund IV. von Antiochien
Heinrich fühlte sich ganz den kreuzritterlichen
Idealen verpflichtet, wurde 1264 Regent von Jerusalem für König
Hugo II. von Zypern-Jerusalem (Neffe seiner Gattin Isabella).
Es war eine Zeit übelster Intrigen im Restkönigreich. Heinrich
war der Typ des rüden Draufgängers, bekriegte Ägypten und
ertrank bei einem Plünderungszug.
Johann von Ibelin schickte außerdem eine Gesandtschaft
unter seinem Sohn Balian nach Tripolis, um seine Eheschließung zwischen
König
Heinrichs jüngerer Schwester Isabella
und Bohemunds
zweiten Sohn Heinrich zu vereinbaren.
Bohemund war bereitwillig auf den Vorschlag Johanns
von Ibelin eingegangen, dass sein jüngerer Sohn Heinrich Isabella
von Zypern, König Heinrichs älteste
Schwester, heiraten sollte, eine Ehe, die späterhin einen Fürsten
von Antiochia auf den zyprischen Thron bringen sollte.
Bohemund V. schickte bald nach seiner Thronbesteigung
seinen Bruder Heinrich mit Truppenabteilungen aus Akkon und Zypern
aus, um den Ritterorden bei einem neuerlichen Angriff auf Barin zu helfen.
Königin Plaisance von Zypern
starb im September 1261. Ihr Sohn Hugo II.
war 8 Jahre alt, und es wurde folglich ein Regent für Zypern und Jerusalem
benötigt. Der Vater Hugos II.,
Heinrich
I., hatte zwei Schwestern gehabt. Die jüngere, Isabella,
war mit Heinrich von Antiochia, einem Bruder Bohemunds V., verheiratet
und noch am Leben. Ihr Sohn, gleichfalls Hugo
genannt, war älter als sein Vetter Hugo von Brienne, den
Isabella zusammen mit ihrem eigenen Sohn aufzog. Hugo von Brienne,
wenngleich nächstberechtigter Thronerbe, wollte nicht mit seiner Tante
und ihrem Sohn um die Regentschaft in Wettstreit treten. Das Hochgericht
von Zypern gelangte nach ausführlicher Beratung zu der Ansicht, dass
ein Mann einen besseren Regenten abgebe als eine Frau, und überging
Isabellas
Anspruch zugunsten ihres Sohnes, der als ältester Prinz der königlichen
Familie zum Regenten ernannt wurde. Das Hochgericht von Jerusalem ließ
sich mehr Zeit zur Überlegung. Erst im Frühjahr 1263 kam Isabella
mit ihrem Gatten Heinrich von Antiochia nach Akkon. Die dortigen
Edlen anerkannten sie zwar de facto als Regentin und weigerten sich, ihr
den Lehnstreueid zu leisten. Gottfried von Sargines trat von seinem Amt
als Bailli zurück, welches die Regentin sodann ihrem Gatten übertrug.
Sie selbst kehrte befriedigt ohne ihn nach Zypern zurück, wo sie im
folgenden Jahr starb.
1233
oo Isabella von Zypern, Tochter des Königs
Hugo I.
um 1215- 1264
Regentin von Jerusalem
Kinder:
Hugo III. König von Zypern
1235-6.1. oder 4.3.1284
Margarethe
vor 1244-30.1.1308
Titularfürstin von Antiochia, Herrin von Tyros
22.9.1268
oo Johann von Montfort Herr von Tyros
-27.11.1289
Literatur:
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Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge,
Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 220 -
Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge,
Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 976,985,987,1066-1067
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 174,177 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 2. Band,
Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 386,388 -