Alice von Armenien                         Prinzessin von Antiochia
-------------------------                        Gräfin von Tripolis
1182/83 nach 1234
 

Tochter des Fürsten Ruben II. von Armenien
 

Thiele, Andreas: Tafel 174
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

RAIMUND II.
-------------------
    † 1199

Raimund II. war 1187-1189 Graf von Tripolis, danach Mitregent in Antiochia und durch seine Ehe Eventualerbe von Armenien. Er machte 1187 die Schlacht bei Hittin gegen Saladin mit und konnte entkommen. Es war eine Zeit vieler Fehden und Bürgerkriege.

  oo ALIX VON ARMENIEN
             nach 1234

Tochter und Erbin des Fürsten Rupen II.; Erbin ihrers Onkels, König Leo I. von Armenien; Witwe des Fürsten Hethum von Armenien-Sassoun


Alice war die Erbin ihres Onkels Leo I. von Armenien († 1219), Erbin von Toron und die Witwe des Fürsten Hethum von Armenien-Sassoun.

Mayer, Hans Eberhard: Seite 222
*******************
"Geschichte der Kreuzzüge"

Boemunds Sohn Raimund heiratete als Zeichen der Aussöhnung Leos Nichte Alice, starb aber bald, nachdem ihm ein Sohn Raimund Rupen geboren war.

Runciman, Steven: Seite 864-865,874,948-949
***************
"Geschichte der Kreuzzüge"

Zur Besiegelung des Vertrages und, wie man hoffte, zwecks späterer Vereinigung der Fürstentümer, sollte Bohemunds Erbe Raimund die Nichte und voraussichtliche Erbin Leos, nämlich Rubens III. Tochter Alice, heiraten. Alice war allerdings zugegebenermaßen bereits mit Hethum von Sassun verheiratet, doch diese Schwierigkeit wurde leicht behoben. Hethum wurde von einem plötzlichen, aber zeitgenössischen Tod erteilt.
Die glückliche Vorkehrung, mittels derer Kilikien und Antiochia durch seinen Sohn Raimund und dessen armenische Gattin miteinander vereint werden sollten, brach zusammen, als Raimund zu Beginn des Jahres 1197 plötzlich starb. Er hinterließ einen kleinen Sohn namens Raimund-Ruben, der nach dem Erbrecht Thronfolger von Antiochia war. Bohemund schickte die Witwe Alice mit ihrem kleinen Sohn zurück nach Armenien, möglicherweise weil er plante, die Thronfolge auf einen der Söhne Sibylles zu übertragen, vielleicht aber auch, weil er sie dort sicherer glaubte.
Raimund-Ruben war nunmehr (1220) zusammen mit seiner armenischen Mutter in Kilikien eingefallen und hatte sich in Tarsos festgesetzt, wo er auf Hilfe von den Hospitalitern wartete, mit denen er auf gutem Fuß stand. Aber die armenischen Edlen befolgten die Wünsche des  verstorbenen Königs und anerkannten seine junge Tochter Isabella als Königin unter der Regentschsft des Adam von Baghras.
Zu Beginn des Jahres 1221 zog der neue Regent Konstantin gegen Tarsos und eroberte es mitsamt dem Fürsten und seiner Mutter. Raimund-Ruben starb bald darauf im Gefängnis.
 
 
 
 

  1. oo Hethum Fürst von Armenien-Sassoun
                  1194

 1194/95
  2. oo Raimund II. Graf von Tripolis-Antiochia
                 5./6.1199
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Raimund-Ruben
  1196 1221/22

 1210
  oo Helvis Lusignan von Zypern
             nach 1221/22
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 222 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 864-865,874,948-949 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 174 -