Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte
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Akkon
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Stadt
Ab 636 mohammedanisch, von König
Balduin I. 1104 erobert und bis 1187 von den Lateinern gehalten.
1191 wurde es durch den dritten Kreuzzug wieder eingenommen und danach
Regierungssitz der lateinischen Könige und Patriarchen sowie Zufluchtsort
für viele aus Jerusalem verbannte Ordenshäuser. Als Haupthafen
für Damaskus übte es eine große Anziehungskraft auf viele
europäsche Kaufleute aus, die während des 12. Jh. dort Handelsgemeinschaften
gründeten. Ab etwa 1180 konkurrierte Akkon mit Alexandria als wichtigstem
Absatzmarkt für Gewürze im Mittelmeerraum. Die Stadt wuchs beträchtlich
und die Bevölkerung erreichte eine Zahl etwa 30.000. Nach 1250, als
Mamluken und Mongolen um das Hinterland kämpften, und der Handel sich
weiter nach Norden verlagerte, verlor die Stadt langsam an Bedeutung. Ihre
Eroberung durch die Mamluken (1291) kennzeichnete den Zusammenbruch des
Königreiches Jerusalem.