Ptolemaios                                      König von Zypern (80-58 v.u.Z.)
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105 v.u.Z. 58 v.u.Z. Selbstmord
 

Illegitimer Sohn des Königs Ptolemaios IX. Soter II. von Ägypten aus dem Hause der PTOLEMÄER
 

Thiele, Andreas: Tafel 248
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PTOLEMÄUS
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    58 v.u.Z.

Ptolemaios wurde 80 v.u.Z. König von Zypern und wurde von den Alexandrinern in den Bruderkriegen gegen Ptolemaios XII. Neos unterstützt. Im Jahre 58 v.u.Z. eroberte Cato für Rom Zypern und Ptolemaios beging daher Selbstmord.



Ptolemaios erhielt bei der Reichsteilung nach der Ermordung von Ptolemaios XI. Alexander II. Zypern, das 58 v.u.Z. die Römer besetzten. Ptolemaios beging Selbstmord.

Hölbl Günther: Seite 188,192,195,200
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"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung."

Angesichts der gefährlichen innepolitischen Lage brachte Kleopatra III. ihre drei Enkel, die späteren Könige Ptolemaios XI., XII. und Ptolemaios von Zypern, samt einem großen Teil ihres Schatzes auf der Insel Kos in Sicherheit. Im Jahre 88 v.u.Z. besetzte Mithridates VI. von Pontus auch die Insel Kos, wo er die PTOLEMÄER-Prinzen samt dem ptolemäischen Staatsschatz an sich bringen konnte. Die Prinzen ließ er an seinem Hofe weiter ausbilden; zwei von ihnen, den künftigen Ptolemaios und Ptolemaios von Zypern, verlobte er später sogar mit zwei eigenen Töchtern.
Um das Gesetz des Handelns nach der Ermordung von Ptolemaios XI. an sich zu reißen, riefen die Alexandriner umgehend die beiden, wahrscheinlich noch am Hof Mithridates' VI. lebenden Söhne Ptolemaios' IX. zurück. Den einen der beiden Prinzen, Ptolemaios XII., erhoben sie zum König in Ägypten, den anderen zum "König von Zypern". Als solcher war dieser Ptolemaios von Zypern der einzige PTOLEMÄER, der die Insel als rechtlich selbständiges, von Ägypten getrenntes Königreich regierte (80 v.u.Z.-58 v.u.Z.). Mit der staatsrechtlichen Trennung Zyperns von Ägypten hoffte man vielleicht in Alexandria, eher die Zustimmung Roms für die eigenständige Thronfolge zu gewinnen.
Zypern war seit 80 v.u.Z. rechtlich ein selbständiges Königreich, aber im Testament Alexanders I. grundsätzlich mit einbezogen. In den Vereinbarungen zwischen Rom und Ptolemaios XII. scheint Zypern übergangen worden zu sein. Das bildete offenbar die Voraussetzung dafür, daß der berüchtigte Volkstribun des Jahres 58 v.u.Z. und Caesars Handlanger Publius Clodius Pulcher, ein Gesetz über die Einziehung des Königreiches Zypern als römische Provinz beantragte und es auch durchbrachte. Die Notwendigkeit der Maßnahme wurde damit begründet, daß der König von Zypern den Piraten bei ihren Operationen an der kilikischen Küste Hilfestellungen geleistet hätte. Mit dieser Lex Clodia wurde gleichzeitig der zyprische Königsschatz konfisziert und Marcus Porcius Cato unter ehrenvollem Schein von Rom entfernt. Dieser Mann, überzeugter Republikaner wie Cicero und Vertreter der Senatsaristokratie, erhielt den Auftrag, als quaestor pro praetore die Annexion Zyperns durchzuführen. Damals hätte Ptolemios XII. Einspruch erheben müssen; er war jedoch eingeschüchtert, jedenfalls nicht an einer Konfrontation mit Rom interessiert und verhielt sich ruhig. Cato versuchte inzwischen von Rhodos aus durch einen Gesandten, Ptolemaios von Zypern zur Übergabe der Insel zu überreden, und bot ihm dafür die Priesterstelle am Tempel der Aphrodite in Paphos. Ptolemaios von Zypern zog dagegen den ehrenvollen Selbstmord durch Gift vor und erleichterte damit dem Cato seine Aufgabe.
 
 
 
 

Literatur:
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Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 188,192,195,200 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 248 -