Philippos II. Philorhomaios ("Römerfreund")   König von Syrien (69-64 v.u.Z.)
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um 95 v.u.Z. um 57 v.u.Z.
 

Sohn des Königs Philippos I. Philadelphos von Syrien aus dem Hause der SELDSCHUKEN
 

Thiele, Andreas: Tafel 252
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PHILIPP II. "PHILOTHOMAIOS"
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    55 v.u.Z. ermordet

Philippos II. Philorhomaios wurde 83 v.u.Z. König von Kilikien und stand gegen König Tigranes I. von Armenien. Er gewann ab 69 v.u.Z. Syrien zurück, verjagte seine Vettern Antiochos XIII. und Seleukos VII. und wurde von Pompeius verjagt. Er behielt Kilikien als römischer Vasall, war 55 v.u.Z. ägyptischer Thronprätendent, scheiterte und wurde ermordet.



Seine Thronansprüche schoben die Römer 64 v.u.Z. beiseite.

KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS.: Seite 62,370,719
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In den dyanstischen Wirren und Aufstandsbewegungen im SELEUKIDEN-Reich im 2. und 1. Jahrhundert spielten nicht nur die uns am besten bekannten Nabatäer, sondern auch andere arabische Dynastien eine Rolle; so war der Araber-Scheich Iamblichos an der Usurpation des Diodotos Tryphon beteiligt; der seleukidische Prätendent Philippos II. Barypus wurde 67/66 von dem Phylarchen Azizos unterstüzt, der 88 Demetrios III. den Parthern ausgeliefert war.
Die Pedias wurden 83-69 zusammen mit dem übrigen SELEUKIDEN-Reich von Tigranes I. von Armenien annektiert, der Einwohner in seine Neugründung Tigranokerta umsiedelte. In Teilen Kilikiens scheinen sich die SELEUKIDEN Philipp I. unnd II. gehalten zu haben.
Seleukos VI. Epiphanes Nikator (96-95), ältester Sohn des Antiochos VIII., schlug 95 seinen Oheim Antiochos IX. (Selbstmord), wurde aber noch 95 von dessen Sohn Antiochos X. Eusebes Philopator (95-92 oder 83) verdrängt und von den Einwohnern von Mopsuestia (Kilikien) getötet: sein Bruder Antiochos XI. Epiphanes Philopator (94) wollte ihn an Antiochos X. rächen, wurde geschlagen und ertrank. Inzwischen hatte Ptolemaios IX. den 4. Bruder Demetrios III. Theos Philopator Soter "Eukairos" (96/95-88) gekrönt; er herrschte um Damaskus, der 3. Bruder Philipp I. Epiphanes Philadelphos (94-83) in anderen Teilen des Rest-Reichs; beide hatten gegen ihren Vetter Antiochos X., Demetrios auch gegen die Juden zu kämpfen. 88 wurde er von den Arabern und Parthern gefangengenommen und starb in parthischer Gefangenschaft. Um 87 erhob sich der jüngste Bruder, Antiochos XII. Dionysios Epiphanes Philopator Kallinikos in Damaskus gegen Philipp I.; er fiel um 84 gegen die Nabatäer.
In diesen anarchischen, Syrien ruinierenden Zuständen rief die Bevölkerung einen fremden Herrscher ins Land: Tigranes II. von Armenien machte Syrien zur armenischen Provinz (83-69). Philipp I. starb wenig später in einem kilikischen Rest-Reich. Das Schicksal des Antiochos X. ist unklar; nach Josephos fiel er schon 92 gegen die Parther; nach Appian und anderen lebte er noch 83 und verlor sein Teil-Reich an Tigranes.
Als Tigranes' armenisches Großreich 69 zusammenbrach, fiel Syrien mit Duldung des Lucullus an den Sohn des Antiochos X., Antiochos XIII. Philadelphos "Asiatikos" (69-64), der 75 als Sohn der PTOLEMÄERIN Kleopatra Selene erfolglos Ansprüche auf den ägyptischen Thron erhoben hatte. Schon um 76/66 vertrieb ihn mit  arabischer Hilfe Philipp II. (67/66-66/65), ein Sohn Philipps I., der sich eine kleine Herrschaft in Kilikien gerettet hatte; seine Herrschaft wurde schon 66/65 durch Aufständische beendet; er zog sich nach Kilikien zurück und bewarb sich 57/56 vergeblich (Einspruch Roms) um den ptolemäischen Thron und die Hand der Berenike IV. (Tochter des Ptolemaios XII.). Antiochos XIII. war inn Gefangenschaft des Emirs Samsikeramos geraten; 65/64 entlassen, regierte er noch einmal kurze Zeit, wurde aber 64 von Pompeius entthront und bald von Samsikeramos beseitigt. Syrien wurde römische Provinz.
 
 
 

Literatur:
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KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Otto Harrossowitz Verlag Wiesbanden 1993 Seite 62, 370,719 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 252 -