Philhetairos                                    Dynast von Pergamon (283-263 v.u.Z.)
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343 v.u.Z. 263 v.u.Z.
Tios
 

Sohn des Attalos aus Tios und der Boa aus Paphlagonien
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 316
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Philhetairos
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Sohn des Makedonen Attalos und einer paphlagonischen Mutter, Gründer des attalidischen Königreiches Pergamon. Lysimachos ernanntre ihn zum Oberbefehlshaber von Pergamon, wo er den riesigen Schatz von 9.000 Talenten bewachen mußte. Gerade rechtzeitig vor dem Sturz seines Herrn lief Philhetairos zu Seleukos I. über (282 v. Chr.) und blieb dann bis zu seinem Tod (263) nominell unter dessen Herrschaft. Er konnte sein Land gegen die Galatier verteidigen und unterstützte griechische Städte. Philhetairos war Eunuch. Sein Nachfolger wurde sein Neffe und Adoptivsohn Eumenes I. Philhetairos wurde unter Eumenes auf Münzen abgebildet; es war das beste Münzporträt des Hellenismus.

Literatur:
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Hansen, Attalids², 15ff.



Lexikon Alte Kulturen: Band III Seite 151
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Philetairos, Gründer des Pergamenischen Reiches und Begründer der ATTALIDEN
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     263 v. Chr.

Bruder des Eumenes von Kardia, Sohn des Makedonen Attalos

Burgkommandant des Lysimachos in Pergamon ab etwa 302/301, trat dann 282 zu Seleukos I. über. Er baute seine Stellung zu der eines Lokal-Dynasten aus und gewann besonderen Einfluß in den griechischen Städten. Als Eunuch ohne Nachkommen vererbte er seinen Machtbereich an seinen Neffen Eumenes I. Nach seinem Tod als Euergetes verehrt. In Pergamon erbaute er den Demetertempel.



Philhetairos wurde im Korps der königlichen Knaben erzogen und wurde unter Alexander dem GroßenTaxiarch (Oberst). Von Lysimachos zum Phrurarch, Kommandant der Burg Pergamon, ernannt und wurde er zugleich Hüter von dessen Kronschatz. Als Lysimachos den Thronerben Agathokles ermorden ließ, unterstellte Philhetairos seine Burg, Truppe und den Schatz dem Seleukos. Die Leiche des gemeuchelten Seleukos kaufte er von dessen Mörder und sandte die Asche Antiochos I., dessen Freundschaft er damit gewann. Unter seiner Herrschaft wurden die Städte Philhetaireia und Attaleia gegründet, eigene Münzen geprägt und eine philhellenische Politik betrieben.
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 132,135 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 57,236 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 57,167, 175,178,422,426 -