Sohn des N.N.
Bengtson Hermann: Seite 20
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"Philipp und Alexander der Große. Die Begründer
der hellenistischen Welt."
Wer aber waren nun die Nachfolger des
Perdikkas I., den man als den "Reichsgründer" bezeichnet?
Zwischen Perdikkas I. und Amyntas
I. haben nach der Überlieferung folgende Herrscher regiert:
Argaios, Philipp
I., Aeropos und Alketas.
Sie dürften in der Zeit zwischen 630 und 530 regiert haben, unter
der Voraussetzung, daß die Regierungszeit des Perdikkas
I. wirklich 48 (oder gar 51) Jahre betragen hat. Und diese Annahme
ist nicht unwahrscheinlich, denn die Chronographen geben für die vier
Könige 102 (nach anderer Überlieferung 131) Jahre, doch ist der
Zeitraum von 131 viel zu lang. Auch die 102 Jahre sind für vier Könige
eine sehr lange Zeit.
Die Königsreihe der Makedonen sieht folgendermaßen
aus, wenn man von den ersten fünf Königen (Perdikkas
I., Argaios, Philipp
I., Aeropos, Alketas)
absieht, da über ihre Regierungszeiten nichts Sicheres ausgesagt werden
kann.
Errington Malcolm: Seite 12
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"Geschichte Makedoniens."
Herodot erzählt die früheste, vielleicht
die offiziöse Fassung, die von der Klanggleichheit des peloponnesischen
Stadtnamens Argos und des königlichen Familiennamens Argeadai ausgeht.
Demnach wanderten von Argos drei Brüder aus, Gayanes, Aeropos
und Perdikkas, Sprößlinge
des adligen Geschlechts der TEMENIDEN, die ihren Stammbaum über
Herakles auf Zeus zurückführten. Sie kamen nach Ober-Makedonien,
wo sie zunächst dem dortigen König dienten. Danach wurden die
drei Brüder aber entlassen uund vertrieben, und sie flüchteten
in das Gebiet um die sogenannten Gärten von Midas, am Fuße des
Bermiongebirges. Dort blieben sie und eroberten nach und nach die anderen
Teile Makedoniens: Perdikkas wurde
dann der Gründer des königlichen Geschlechts.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große.
Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs Verlag München
1997 Seite 20,22 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band I Seite 52 - Errington Malcolm: Geschichte
Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 12 -