Nabis                                              Tyrann von Sparta (200-192 v.u.Z.)
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    192 v.u.Z. ermordet
 

Sohn des Königs Demaratos von Sparta
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 282
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NABIS
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Sohn von Demaratos, letzter König von Sparta (200-192 v. Chr.). Beim Tod des jungen spartanischen Königs Pelops riß Nabis den Thron mit Gewalt an sich. Er stützte seine Macht auf ein Söldnerheer und stellte das Reformprogramm von Kleomenes III. wieder her: Nabis befreite viele Heloten, enteignete reiche Spartaner und verteilte Land. Er verbündete sich mit kretischen Piraten und versuchte, seine Macht auf Kosten der Achäer und Messinas auszudehnen; 201 v. Chr. wurde er aber von Philopoimen geschlagen. Im 2. makedonischen Krieg kämpfte Nabis an der Seite Philipps V. und erhielt Argos, wo er sein revolutionäres Programm durchführte. Bald schlug sich aber Nabis auf seiten Roms. Die Achäer beschuldigten ihn der Tyrannei, und 194 wuurde er gezwungen, Argos und die Städte der Periöken zu räumen. Seine Versuche, das Verlorene wiederzugewinnen, wurden von Philopoimen vereitelt. 192 v. Chr. wurde Nabis ermordet. Er wird manchmals als Gesellschaftsreformer und "Held der Habenichtse" gefeiert, manchmal hingegen schlicht und einfach als Tyrann bezeichnet.
Berve, Tyrannis, 408ff.



Nabis setzte das von Agis IV. und Kleomenes III. begonnene sozialpolitische Reformwerk fort und verlieh den Periöken und Heloten das Bürgerrecht. Eine von Rom organisierte Koalition besiegte Nabis, der 192 v.u.Z. von den Ätolern ermordet wurde. Dies bedeutete das Ende der sozialen Reformen in Sparta, den Verlust der spartanischen Selbständigkeit und den Eintritt in den Achäischen Bund.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 223, 240 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 185 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984  Seite 43,116,134,144 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 110 -