Sohn des Königs Leonidas
II. von Sparta und der Kratesikleia
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 220
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Kleomenes III.
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Spartanischer König aus dem Geschlecht der AGIADEN
Er wurde um 260 v. Chr. geboren und bestieg 235, beim Tod seines Vaters Leonidas, den Thron. Kleomenes III. war mit Agiatis, der Witwe Agis‘ IV., verheiratet und übernahm von ihr die Sozialideen ihres toten Mannes. Kleomenes III. verstand es, als guter Organisator, fähiger Feldherr und geschickter Politiker Spartas Macht wiederherzustellen. Seinen militärischen Ruhm holte er sich durch die Eroberungen von Tegea, Orchomenos und Mantineia (229 v. Chr.). 227 besiegte er den Achäerbund und festigte daraufhin seine Macht in Sparta, indem er die Ephoren tötete und die ihm feindlichen Großgrundbesitzer vertrieb. Kleomenes III. führte nun die Reformen Agis' IV. durch, unter dem Vorwand, die Lykurgische Verfassung wiedereinzuführen. Schulden wurden getilgt, Land beschlagnahmt und unter Periöken und Metöken, die spartanischen Bürger wurden, aufgeteilt. Vor der Revolution hatte es nur 700 spartanische Bürger gegeben, nun waren es einige tausend. Kleomemes führte auch die traditionelle spartanische Erziehung und das schlichte Leben wieder ein. Er dehnte die spartanische Herrschaft auf Kosten des Achäerbundes aus, und in seinen neuen Städten hoffte man vergebens, daß er überall die Sozialreformen durchführen werde. 225 eroberte er Argos, 224 belagerte er Korinth. Der achäische Führer Aratos verbündete sich mit Makedonien, das in die Peloponnes eindrang, und 224 eroberte Antigonos Doson Arkadien. Es bildete sich eine griechische Allianz gegen Kleomenes III. Der eroberte zwar 223 Megalopolis, verlor aber 222 die Entscheidungsschlacht bei Sellasia; Klemenes' Reformen wurden wieder abgeschafft. Kleomenes III. floh nach Ägypten, wurde aber vom neuen König Ptolemaios IV. verhaftet. Nach einem mißglückten Aufstand beging Kleomens III. 219 v. Chr. Selbstmord.
Literatur:
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Polyb. 2, 45-70; Plut. Kleom.; A. Fuks, Classical
Philology, 1962, 161 ff.
Setzte das Werk Agis‘
IV. fort und strebte durch soziale und politische Reformen (Abschaffung
des Ephorats) nach Erneuerung der lykurgischen Ordnung. Die Zahl der Spartiaten
(etwa 700) wurde durch Periöken auf 4.000 aufgestockt, diese erhielten
Landlose aus dem eingezogenen Großgrundbesitz. Nachdem er von Antigonos
III. Doson 222/221 bei Sellasia (nördlich von Sparta) besiegt
worden war, wurden seine Reformen aufgehoben; er selbst floh nach Alexandreia,
wo er beim Versuch gewaltsamer Rückkehr getötet wurde. Sparta
wurde dem Bund des Antigonos einverleibt.
241 v.u.Z.
oo 2. Agiatis, Tochter des Gylippos
† 223 v.u.Z.
Sie war die
schönste Frau Griechenlands.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus.
Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 165-185 - Droysen Johann
Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 218-410
- Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München
1986 Seite 162, 211 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus
und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei
KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 162,170,173 - Grant, Michael: Von
Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH &
Co KG, Bindlach 1984 Seite 22,42,43,116,133,144,269,278 - Herm Gerhard:
Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft.
C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 186,317,372 - KLEINES
LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 11,18,79,81,102,154,273,382,385,433,477,482,486,622,737
- Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag
Berlin 1982 Seite 108-110,118 -