Eumenes von Kardia                      Makedonischer Feldherr
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362 v.u.Z. Winter 317/16 v.u.Z. hingerichtet
 

Sohn des N.N.
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 153
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Eumenes von Kardia
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Er wurde 362/61 v. Chr. geboren, arbeitete unter Philipp II. und Alexander als Sekretär und erhielt in den letzten Regierungsjahren Alexanders ein militärisches Kommando. In den Diadochenkämpfen trat er stets für die Erben Alexanders ein und für jene, die die Einheit des Reiches bewahren wollten. Er wurde Satrap von Kappadokien und Armenien, und 321 v. Chr. besiegte er Krateros. Als er sich gegen Antigonos I. in Kleinasien nicht halten konnte, floh er nach Osten und hob dort eine Armee aus, die er durch einen Alexander-Kult zusammenzuhalten versuchte. 317 kämpfte er bei Paraitakene eine große, unentschiedene Schlacht gegen Antigonos, und 316 wurde Eumenes bei der Schlacht von Gabiene von seinen eigenen Soldaten verraten und hingerichtet. Der Grieche Eumenes zeigte in seiner Fähigkeit, eine makedonische Armee zu befehligen und dabei gegen große Feldherren zu konkurrieren, seine außerordentlichen militärischen und diplomatischen Fähigkeiten.
Diod. Sic. 18; Plut. Eumenes.



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 660
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Eumenes von Kardia
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* um 362, 316 v. Chr.
                   Gabiene (im heutigen Iran)

Königlicher Kanzleichef und einer der engsten Berater Philipps II. von Makedonien und Alexanders des Großen, Feldherr und Diadoche

Nach dem Tod Alexanders 323 erhielt Eumenes von Kardia als Anhänger von dessen Vertrauten Perdikkas die Satrapien Paphlagonien und Kappadokien, nachdem Eumenes diese für das Reich gewonnen hatte. 321 besiegte er Perdikkas‘ Gegner Krateros, wurde aber im gleichen Jahr nach dem Tod des Perdikkas durch die Heeresversammlung in Triparedeisos (Nord-Syrien) geächtet, konnte sich allerdings gegen Antigonos I. Monophthalmos behaupten, gegen den er vor allem seit 318 im Auftrag der Olympias und des Reichsverwesers Polyperchon als oberster Stratege für Asien für die dynastische Reichseinheit kämpfte. Die makedonischen Truppen, denen er als Grieche verhaßt war, suchte er durch Einführung eines Alexander-Kultes für sich zu gewinnen; doch die Machtverschiebung in Griechenland zugunsten Kassanders (317) schwächte Eumenes' Position. Nach einer unentschiedenen Schlacht mit Antigonos in der Paraitakene (317) wurde Eumenes in der Gabine (Bergland in West-Iran) geschlagen und von seinen Truppen an Antigonos ausgeliefert und hingerichtet. - Lebensbeschreibungen von Cornelius Nepos und Plutarch nach dem verlorenen Werk seines Freundes Hieronymus von Kardia.
Literatur: Westlake, H.D.: Eumenes of Cardia. In: Bull. of the John Rylands Library, Manchester 37 (1954/55) Seite 309.



Privatsekretär und Diplomat Alexanders des Großen

Eumenes erhielt nach Alexanders Tod Kappadokien und Paphlagonien und trat neben Perdikkas für die Erhaltung der Reichseinheit ein. Er besiegte 321 v.u.Z. Krateros, der fiel, und wurde von seinen Gegnern geächtet. Später erhielt er das Amt des Strategen in Kleinasien (319 v.u.Z.) und betrieb im Heer einen Alexander-Kult. 318 v.u.Z. erkannte ihn der Reichsverweser Polyperchon in diesem Amte an; trotzdem stellte sich Eumenes auf die Seite von dessen Gegner Kassandros. Nach der Niederlage in Gabine 317 v.u.Z. von seinem Heer an Antigonos ausgeliefert, wurde er von diesem 316 v. u.Z. hingerichtet.
 
 
 
 

  oo Artonis, Tochter des Persers Artabazos
        
 
 
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 12,15,18,26,30,32,34,36,49,88,178,203 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 - Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs  Verlag München 1997 Seite 78,132,182,194,200,253,258 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band I Seite 166,310,350,360,405,447,448,451/Band II Seite 8,17, 37,55,62,68,70,71,75,82,90,92,96,99,102,119,121,123,124,146,162,163,165,166,168,171,174,175,177, 182,183,185,187,190,192/Band III Seite 55,483 - Droysen Johann Gustav: Geschichte Alexanders des Großen. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion Kettwig 1990 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 105,114,117,128 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 29,32,35,41,44, 47,51,53,274 - Geyer, Fritz: Alexander der Große und die Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite 96,98,112,117-129,145,147 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 16,17,78,114 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 9,19,33,39,49,51,68,77,139 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 52,57,93,201,211,241,248,254,287,329,422,472,483-485, 536,609,711 - Kornemann Ernst: Große Frauen des Altertums. Verlag Schibli-Doppler Birsfeld-Basel Seite 103,105 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 69, 80-83,177 - Lauffer Siegfried: Alexander der Große. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München 1993 Seite 151,169,191,193 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Hermann Bengtson: Seite 24,44
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"Herrschergestalten des Hellenismus"

In Vorderasien hatte sich nämlich Eumenes von Kardia zum Vorkämpfer für das Königtum aufgeworfen, er pflegte den Kult des toten Alexander in seinem Lager, und die Paradetruppe der Argyraspiden unter Antigenes bildete den Kern seiner Streitmacht. Aber er hatte in Antigonos dem Einäugigen einen machtvollen Gegenspieler, und die Heeresversammlung in Triparadeios hatte Eumenes in Acht und Bann getan, weil er im Jahre 321 v.u.Z. den Sieg über Krateros und Neoptolemos in Kleinasien davongetragen hatte. Krateros, der Abgott des makedonischen Heeres, und Neoptolemos waren im Kampf gefallen. In der Schlacht in der Paraitakene (im Winter 317/16 v.u.Z.) unterlag Eumenes endgültig.
Im Winter 317/16 v.u.Z. war Eumenes hingerichtet worden, man hatte ihn nach einer Niederlage an Antigonos ausgeliefert. Der Tod dieses Mannes, der am nachdrücklichsten die Einheitsidee verfochten hatte, war von seinen Gegnern, auch von Ptolemaios, mit Genugtuung begrüßt worden.
 

Hermann Bengtson: Seite 15,18,26,30,32,34,36-39
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"Die Diadochen"

Hinter den Makedonen stehen die anderen weit zurück, mit einer Ausnahme, und dies ist Eumenes von Kardia, ein Grieche von der Halbinsel Gallipoli.
Bemerkenswert war bei den Verhandlungen nach dem Tode Alexanders die Rolle des klugen Griechen Eumenes, der zur Versöhnung der zerstrittenen Makedonen nicht wenig beigetragen haben soll.
Perdikkas, der Verfechter der Einheit des Reiches, verfügte in dem Griechen Eumenes von Kardia über einen hervorragenden Mitstreiter, auch wenn dieser von den Makedonen nicht als gleichberechtigt anerkannt wurde. Unter Alexander war er der Leiter der Kanzlei gewesen, im Felde war er nicht hervorgetreten. Aber der Schein trog.  Eumenes hat sich in der Folgezeit als ein hervorragender Stratege erwiesen. Als er Schwierigkeiten hatte, die ihm übertragene Satrapie Kappadokien zu übernehmen, kam ihm Perdikkas mit dem Reichsheer zu Hilfe; der persische Satrap Ariarathes erlitt eine Niederlage.
Perdikkas ernannte vor seinem Zug nach Ägypten Eumenes zum bevollmächtigten Strategen; er sollte ihm den Rücken freihalten. In Kleinasien hatte Eumenes, der Freund und Waffenbruder des Perdikkas, wenige Wochen vor dessen Untergang einen Sieg über Krateros und Neoptolemos davongetragen. Krateros, der Abgott des makedonischen Heeres, hatte in der Schlacht den Tod gefunden, und Neoptolemos war von Eumenes mit eigener Hand erschlagen worden. Dies alles geschah im Mai des Jahres 321 v.u.Z.; als die Nachricht davon nach Ägypten gelangte, war Perdikkas gerade zwei Tage tot. Die Erbitterung des Heeres in Ägypten war groß, denn jedermann hatte mit einem Sieg des Krateros in Kleinasien gerechnet; die eilends einberufene Heeresversammlung verurteilte Eumenes mitsamt 50 seiner engsten Freunde zum Tode; auch Attalos sollte sterben, sobald man seiner habhaft werden konnte. Da nicht anzunehmen war, dass sich Eumenes ergeben würde, standen langwierige Kämpfe in Kleinasien bevor, von denen niemand wußte, wie sie ausgehen würden. Durch die Beschlüsse von Triparadeisos (321 v.u.Z.) wurde Eumenes noch einmal ausdrücklich als abgesetzt erklärt; die Satrapie Kappadokien wurde dem Nikanor übergeben.
Im Jahre 317 v.u.Z. hatte der Reichsverweser Polyperchon Eumenes zum bevollmächtigten Strategen von Asien ernannt, ohne auf die Stellung des Antigonos Rücksicht zu nehmen. Eumenes' Position war illegal, weil die Ernennung Polyperchons durch Antipater der Zustimmung der hierfür zuständigen makedonischen Heeresversammlung entbehrte. Bereits seit 320 v.u.Z. war es zu Kämpfen zwischen Antigonos, dem Strategen von Asien, und Eumenes gekommen. Eumenes war mit Perdikkas eng befreundet gewesen, und wie dieser war er immer für die Einheit des Alexander-Reiches eingetreten. Er hatte Perdikkas den Rücken in Kleinasien freigehalten und einen entscheidenden Sieg über seine Feinde, vor allem Krateros, davongetragen. Antigonos war sein Gegner, denn dieser strebte nach der Herrschaft über ganz Vorderasien. Eumenes dagegen hatte wiederholt mit der Unbotmäßigkeit seiner Soldaten zu kämpfen. Er hatte sich gezwungen gesehen, in der Bergfeste Nora an der Grenze zwischen Kappadokien und Lykaonien, Zuflucht zu suchen. Mit einer kleinen Schar seiner Anhänger war Eumenes auf dem steilen Felsen eingeschlossen worden. Die Belagerung dauerte ungefähr ein Jahr (320 v.u.Z.-319 v.u.Z.); sie wurde durch ein Übereinkommen zwischen Eumenes und Antigonos beendet. Eumenes hatte es verstanden, gegen den Willen des Antigonos in den Vertragstext die Namen der Könige - Philipp III. Arrhidais und Alexander IV. - einzusetzen.
Die Jahre 319 v.u.Z. bis 317/16 v.u.Z. brachten in Vorderasien die Wiederaufnahme des Krieges zwischen Eumenes und Antigonos. Er wurde mit großer Erbitterung auf beiden Seiten geführt. Auch die Zivilbevölkerung wurde schwer mitgenommen; sie hatte große Not zu leiden, denn sie mußte den Kriegsführenden Geld, Lebensmittel und Unterkünfte bereitstellen. Auf die Entscheidung hatte sie nicht den geringsten Einfluß. Eumenes befand sich insofern im Nachteil, als er sich nicht voll auf seine Soldaten verlassen konnte. Durch Wiederbelebung des Andenkens an Alexander den Großen versuchte er seine Soldaten zu motivieren. Er ließ ein Zelt mit einem Altar Alexanders errichten, an dem man Opfer darzubringen pflegte. Auch die Beratungen über die Kriegsführung fanden in diesem Zelt statt. Hier führten die Generale der Argyraspiden, Antigenes und Teutamos, das große Wort, weil sie wußten, dass Eumenes auf ihre Hilfe angewiesen war. Seine Hoffnung, aus Europa von Polyperchon Unterstützung zu erhalten, mußte Eumenes begraben, denn Antigonos hatte über Kleitos, Polyperchons Admiral, einen entscheidenden Seesieg davongetragen. Antigonos beherrschte jetzt die Übergänge von Europa nach Kleinasien, so dass Eumenes von allen Hilfsquellen in Europa abgeschnitten war. So war es kein Wunder, wenn Antigonos seinen Rivalen aus Kleinasien verdrängen konnte. Im Jahre 318/17 v.u.Z. hatte Eumenes in Babylonien überwintern können; als sein Hauptquartier wird der Ort Karon Komai (die "Dörfer der Karer") genannt. Sein Versuch, die Satrapen von Babylonien und Medien, Seleukos und Peithon, auf seine Seite herüberzuziehen, sollte sich bald als Illusion erweisen. Andererseits konnte Eumenes in die Susiane eindringen und sich hier mit den Kontingenten der Oberen Satrapien vereinigen. Es waren dies nicht weniger als 20.000 Mann, dazu noch 120 Elefanten. Rein zahlenmäßig war Eumenes dem Aufgebot des Antigonos gewachsen, wenn nicht sogar überlegen Er strebte nun danach, Antigonos eine Entscheidungsschlacht zu liefern. Aber dieser war nicht nur der bessere Stratege, er konnte sich auch auf seine Soldaten verlassen. Sogar im Heer des Eumenes verfügte er über Sympathien. Die Operationen des Eumenes und des Antigonos hat Diodor eingehend geschildert; es ist eine im höchsten Grad objektive Darstellung.
Das Ende des Eumenes kam schneller als gedacht. Nach einer unentschiedenen Schlacht in der Paraitakene mußte Eumenes in der Gabine eine schwere Niederlage hinnehmen. Seine Soldaten, unter denen sich die Argyraspiden durch Treulosigkeit hervortaten, lieferten ihn an Antigonos aus. Dieser aber ließ Eumenes umbringen (Winter 317/16 v.u.Z.)
Eumenes hatte sich für das Königreich bis zum letzten eingesetzt. Aber ihm hatten die Sonderinteressen der Satrapen und der militärischen Führer entgegengestanden. Er war mehr oder weniger auf sich allein gestellt gewesen, auch Polyperchon hatte ihm nicht helfen können. Vielleicht hätten die Kämpfe in Vorderasien einen anderen Ausgang genommen, wenn es Antipater vergönnt gewesen wäre, einige Jahre länger zu leben. Die Idee des nationalen makedonischen Königtums aber mußte allmählich verblassen, je länger der Tod Alexanders des Großen zurücklag; gegenüber der zielstrebigen Strategie des Antigonos konnte sich die Idee nicht durchsetzen.
Noch heute erscheint die Persönlichkeit des Eumenes zwielichtig. Ganz ohne Zweifel war er nicht nur ein fähiger Feldherr, sondern vor allem auch ein gewandter Diplomat. In seiner Verhandlungsführung war er unübertroffen. Dies zeigt der von ihm aufgesetzte Vertrag von Nora. Beloch hat dagegen geschrieben, Eumenes habe alle Fehler besessen, die für einen Griechen charakteristisch seien; es sei die Habsucht, die ihn ins Verderben gestürzt habe. Aber Beloch übersieht, dass Eumenes das Geld für die Entlohnung seiner Soldaten unbedingt brauchte; sie wären ihm schwerlich gefolgt, wenn er sie nicht gut besoldet hätte. Um seine Soldschulden abzugelten, hat er sie mit Landgütern in Anatolien abgefunden. Er handelte hier nach dem Vorbild Alexanders der Großen, der seinen Kampfgefährten Landbesitz zur Verfügung gestellt hatte. Im übrigen hat Eumenes auch dann noch einen Schein des Rechts gewahrt, als er längst durch die Heeresversammlung geächtet war. Als er nämlich aus den Gestüten am Idagebirge im nordwestlichen Kleinasien Rosse holen ließ, hat er die Belege hierfür dem Reichsverweser Antipater zugesandt. Dies ist um so bemerkenswerter, als auch Antipater seiner Ächtung zugestimmt hatte. Mag sein, dass Eumenes mit seinen Kontributionsforderungen, die er den kleinasiatischen Gemeinden abverlangte, gelegentlich zu weit gegangen ist, doch hier galt, wie so oft in den Diadochen-Kriegen, das Wort "Not kennt kein Gebot". Hätte Eumenes hier Milde walten lassen, so wäre dies mit seinem Untergang gleichbedeutend gewesen.
Eumenes war fest davon überzeugt, die Sache der Könige in Vorderasien zum Sieg führen zu können. In ihm war das Andenken an Alexander gegenwärtig, der Makedonenkönig war sein großes Vorbild, obwohl Eumenes nicht zu den Makedonen, sondern zu den Griechen gehörte. Wer jedoch die Geschichte allein nach dem Erfolg beurteilt, wie Beloch, der wird der Leistung des Eumenes nicht gerecht. Sie wird um so größer erscheinen, wenn man bedenkt, dass er gegenüber den makedonischen Offizieren einen harten Stand gehabt hat. Dass er ein Freund und Parteigänger des Perdikkas gewesen war, haben ihm die anderen Diadochen nie verziehen. So bleibt Eumenes, der Grieche, eine einmalige Erscheinung. Die Treulosigkeit seiner Soldaten und Offiziere hat ihn zu Fall gebracht. In der Darstellung der Diadochenkämpfe hat ihm der Historiker Hieronymus von Kardia, sein Landsmann, ein Denkmal gesetzt, das unvergänglich bleiben wird.