Sohn des N.N.
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 153
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Eumenes von Kardia
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Er wurde 362/61 v. Chr. geboren, arbeitete unter
Philipp
II. und Alexander als Sekretär
und erhielt in den letzten Regierungsjahren Alexanders
ein
militärisches
Kommando. In den Diadochenkämpfen trat er stets für die Erben
Alexanders ein und für jene, die die Einheit des Reiches
bewahren wollten. Er wurde
Satrap von Kappadokien und Armenien,
und 321 v. Chr. besiegte er
Krateros. Als er sich gegen Antigonos
I. in Kleinasien nicht halten konnte, floh er nach Osten und
hob dort eine Armee aus, die er durch einen Alexander-Kult
zusammenzuhalten versuchte. 317 kämpfte er bei Paraitakene eine große,
unentschiedene Schlacht gegen Antigonos,
und 316 wurde Eumenes bei der Schlacht von Gabiene von seinen eigenen
Soldaten verraten und hingerichtet. Der Grieche Eumenes zeigte
in seiner Fähigkeit, eine makedonische Armee zu befehligen und dabei
gegen große Feldherren zu konkurrieren, seine außerordentlichen
militärischen und diplomatischen Fähigkeiten.
Diod. Sic. 18; Plut. Eumenes.
Königlicher Kanzleichef und einer der engsten Berater Philipps II. von Makedonien und Alexanders des Großen, Feldherr und Diadoche
Nach dem Tod Alexanders
323 erhielt Eumenes von Kardia als Anhänger von dessen Vertrauten
Perdikkas
die Satrapien Paphlagonien und Kappadokien, nachdem
Eumenes
diese für das Reich gewonnen hatte. 321 besiegte er
Perdikkas‘
Gegner Krateros, wurde aber im gleichen Jahr nach dem Tod des Perdikkas
durch die Heeresversammlung in Triparedeisos (Nord-Syrien) geächtet,
konnte sich allerdings gegen Antigonos I. Monophthalmos
behaupten,
gegen den er vor allem seit 318 im Auftrag der Olympias
und des Reichsverwesers Polyperchon als oberster Stratege für
Asien für die dynastische Reichseinheit kämpfte. Die makedonischen
Truppen, denen er als Grieche verhaßt war, suchte er durch Einführung
eines Alexander-Kultes für sich
zu gewinnen; doch die Machtverschiebung in Griechenland zugunsten Kassanders
(317) schwächte Eumenes' Position. Nach einer unentschiedenen
Schlacht mit Antigonos in der Paraitakene
(317) wurde Eumenes in der Gabine (Bergland in West-Iran) geschlagen
und von seinen Truppen an Antigonos
ausgeliefert und hingerichtet. - Lebensbeschreibungen von Cornelius
Nepos und Plutarch nach dem verlorenen Werk seines Freundes
Hieronymus von Kardia.
Literatur: Westlake, H.D.: Eumenes of Cardia.
In: Bull. of the John Rylands Library, Manchester 37 (1954/55) Seite 309.
Eumenes erhielt nach Alexanders
Tod Kappadokien und Paphlagonien und trat neben Perdikkas für
die Erhaltung der Reichseinheit ein. Er besiegte 321 v.u.Z. Krateros,
der fiel, und wurde von seinen Gegnern geächtet. Später erhielt
er das Amt des Strategen in Kleinasien (319 v.u.Z.) und betrieb
im Heer einen Alexander-Kult. 318 v.u.Z.
erkannte ihn der Reichsverweser Polyperchon in diesem Amte an; trotzdem
stellte sich Eumenes auf die Seite von dessen Gegner Kassandros.
Nach der Niederlage in Gabine 317 v.u.Z. von seinem Heer an Antigonos
ausgeliefert, wurde er von diesem 316 v. u.Z. hingerichtet.
oo Artonis, Tochter des Persers Artabazos
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Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger
Alexanders des Großen. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
München 1987 Seite 12,15,18,26,30,32,34,36,49,88,178,203 - Bengtson
Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München
1975 - Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große.
Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs Verlag
München 1997 Seite 78,132,182,194,200,253,258 - Droysen Johann
Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band I Seite 166,310,350,360,405,447,448,451/Band
II Seite 8,17, 37,55,62,68,70,71,75,82,90,92,96,99,102,119,121,123,124,146,162,163,165,166,168,171,174,175,177,
182,183,185,187,190,192/Band III Seite 55,483 - Droysen Johann Gustav:
Geschichte Alexanders des Großen. Akademische Verlagsgesellschaft
Athenaion Kettwig 1990 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens.
C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 105,114,117,128 - FISCHER
WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt
im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite
29,32,35,41,44, 47,51,53,274 - Geyer, Fritz: Alexander der Große
und die Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite
96,98,112,117-129,145,147 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra.
Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984
Seite 16,17,78,114 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders
Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München
1978 Seite 9,19,33,39,49,51,68,77,139 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS.
Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 52,57,93,201,211,241,248,254,287,329,422,472,483-485,
536,609,711 - Kornemann Ernst: Große Frauen des Altertums.
Verlag Schibli-Doppler Birsfeld-Basel Seite 103,105 - Kreißig
Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 69,
80-83,177 - Lauffer Siegfried: Alexander der Große. Deutscher
Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München 1993 Seite 151,169,191,193
-
Hermann Bengtson: Seite 24,44
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"Herrschergestalten des Hellenismus"
In Vorderasien hatte sich nämlich Eumenes von Kardia
zum Vorkämpfer für das Königtum aufgeworfen, er pflegte
den Kult des toten Alexander in seinem Lager, und die Paradetruppe der
Argyraspiden unter Antigenes bildete den Kern seiner Streitmacht. Aber
er hatte in Antigonos dem Einäugigen einen machtvollen Gegenspieler,
und die Heeresversammlung in Triparadeios hatte Eumenes in Acht und Bann
getan, weil er im Jahre 321 v.u.Z. den Sieg über Krateros und Neoptolemos
in Kleinasien davongetragen hatte. Krateros, der Abgott des makedonischen
Heeres, und Neoptolemos waren im Kampf gefallen. In der Schlacht in der
Paraitakene (im Winter 317/16 v.u.Z.) unterlag Eumenes endgültig.
Im Winter 317/16 v.u.Z. war Eumenes hingerichtet worden,
man hatte ihn nach einer Niederlage an Antigonos ausgeliefert. Der Tod
dieses Mannes, der am nachdrücklichsten die Einheitsidee verfochten
hatte, war von seinen Gegnern, auch von Ptolemaios, mit Genugtuung begrüßt
worden.
Hermann Bengtson: Seite 15,18,26,30,32,34,36-39
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"Die Diadochen"
Hinter den Makedonen stehen die anderen weit zurück,
mit einer Ausnahme, und dies ist Eumenes von Kardia, ein Grieche von der
Halbinsel Gallipoli.
Bemerkenswert war bei den Verhandlungen nach dem Tode
Alexanders die Rolle des klugen Griechen Eumenes, der zur Versöhnung
der zerstrittenen Makedonen nicht wenig beigetragen haben soll.
Perdikkas, der Verfechter der Einheit des Reiches, verfügte
in dem Griechen Eumenes von Kardia über einen hervorragenden Mitstreiter,
auch wenn dieser von den Makedonen nicht als gleichberechtigt anerkannt
wurde. Unter Alexander war er der Leiter der Kanzlei gewesen, im Felde
war er nicht hervorgetreten. Aber der Schein trog. Eumenes hat sich
in der Folgezeit als ein hervorragender Stratege erwiesen. Als er Schwierigkeiten
hatte, die ihm übertragene Satrapie Kappadokien zu übernehmen,
kam ihm Perdikkas mit dem Reichsheer zu Hilfe; der persische Satrap Ariarathes
erlitt eine Niederlage.
Perdikkas ernannte vor seinem Zug nach Ägypten Eumenes
zum bevollmächtigten Strategen; er sollte ihm den Rücken freihalten.
In Kleinasien hatte Eumenes, der Freund und Waffenbruder des Perdikkas,
wenige Wochen vor dessen Untergang einen Sieg über Krateros und Neoptolemos
davongetragen. Krateros, der Abgott des makedonischen Heeres, hatte in
der Schlacht den Tod gefunden, und Neoptolemos war von Eumenes mit eigener
Hand erschlagen worden. Dies alles geschah im Mai des Jahres 321 v.u.Z.;
als die Nachricht davon nach Ägypten gelangte, war Perdikkas gerade
zwei Tage tot. Die Erbitterung des Heeres in Ägypten war groß,
denn jedermann hatte mit einem Sieg des Krateros in Kleinasien gerechnet;
die eilends einberufene Heeresversammlung verurteilte Eumenes mitsamt 50
seiner engsten Freunde zum Tode; auch Attalos sollte sterben, sobald man
seiner habhaft werden konnte. Da nicht anzunehmen war, dass sich Eumenes
ergeben würde, standen langwierige Kämpfe in Kleinasien bevor,
von denen niemand wußte, wie sie ausgehen würden. Durch die
Beschlüsse von Triparadeisos (321 v.u.Z.) wurde Eumenes noch einmal
ausdrücklich als abgesetzt erklärt; die Satrapie Kappadokien
wurde dem Nikanor übergeben.
Im Jahre 317 v.u.Z. hatte der Reichsverweser Polyperchon
Eumenes zum bevollmächtigten Strategen von Asien ernannt, ohne auf
die Stellung des Antigonos Rücksicht zu nehmen. Eumenes' Position
war illegal, weil die Ernennung Polyperchons durch Antipater der Zustimmung
der hierfür zuständigen makedonischen Heeresversammlung entbehrte.
Bereits seit 320 v.u.Z. war es zu Kämpfen zwischen Antigonos, dem
Strategen von Asien, und Eumenes gekommen. Eumenes war mit Perdikkas eng
befreundet gewesen, und wie dieser war er immer für die Einheit des
Alexander-Reiches eingetreten. Er hatte Perdikkas den Rücken in Kleinasien
freigehalten und einen entscheidenden Sieg über seine Feinde, vor
allem Krateros, davongetragen. Antigonos war sein Gegner, denn dieser strebte
nach der Herrschaft über ganz Vorderasien. Eumenes dagegen hatte wiederholt
mit der Unbotmäßigkeit seiner Soldaten zu kämpfen. Er hatte
sich gezwungen gesehen, in der Bergfeste Nora an der Grenze zwischen Kappadokien
und Lykaonien, Zuflucht zu suchen. Mit einer kleinen Schar seiner Anhänger
war Eumenes auf dem steilen Felsen eingeschlossen worden. Die Belagerung
dauerte ungefähr ein Jahr (320 v.u.Z.-319 v.u.Z.); sie wurde durch
ein Übereinkommen zwischen Eumenes und Antigonos beendet. Eumenes
hatte es verstanden, gegen den Willen des Antigonos in den Vertragstext
die Namen der Könige - Philipp III. Arrhidais und Alexander IV. -
einzusetzen.
Die Jahre 319 v.u.Z. bis 317/16 v.u.Z. brachten in Vorderasien
die Wiederaufnahme des Krieges zwischen Eumenes und Antigonos. Er wurde
mit großer Erbitterung auf beiden Seiten geführt. Auch die Zivilbevölkerung
wurde schwer mitgenommen; sie hatte große Not zu leiden, denn sie
mußte den Kriegsführenden Geld, Lebensmittel und Unterkünfte
bereitstellen. Auf die Entscheidung hatte sie nicht den geringsten Einfluß.
Eumenes befand sich insofern im Nachteil, als er sich nicht voll auf seine
Soldaten verlassen konnte. Durch Wiederbelebung des Andenkens an Alexander
den Großen versuchte er seine Soldaten zu motivieren. Er ließ
ein Zelt mit einem Altar Alexanders errichten, an dem man Opfer darzubringen
pflegte. Auch die Beratungen über die Kriegsführung fanden in
diesem Zelt statt. Hier führten die Generale der Argyraspiden, Antigenes
und Teutamos, das große Wort, weil sie wußten, dass Eumenes
auf ihre Hilfe angewiesen war. Seine Hoffnung, aus Europa von Polyperchon
Unterstützung zu erhalten, mußte Eumenes begraben, denn Antigonos
hatte über Kleitos, Polyperchons Admiral, einen entscheidenden Seesieg
davongetragen. Antigonos beherrschte jetzt die Übergänge von
Europa nach Kleinasien, so dass Eumenes von allen Hilfsquellen in Europa
abgeschnitten war. So war es kein Wunder, wenn Antigonos seinen Rivalen
aus Kleinasien verdrängen konnte. Im Jahre 318/17 v.u.Z. hatte Eumenes
in Babylonien überwintern können; als sein Hauptquartier wird
der Ort Karon Komai (die "Dörfer der Karer") genannt. Sein Versuch,
die Satrapen von Babylonien und Medien, Seleukos und Peithon, auf seine
Seite herüberzuziehen, sollte sich bald als Illusion erweisen. Andererseits
konnte Eumenes in die Susiane eindringen und sich hier mit den Kontingenten
der Oberen Satrapien vereinigen. Es waren dies nicht weniger als 20.000
Mann, dazu noch 120 Elefanten. Rein zahlenmäßig war Eumenes
dem Aufgebot des Antigonos gewachsen, wenn nicht sogar überlegen Er
strebte nun danach, Antigonos eine Entscheidungsschlacht zu liefern. Aber
dieser war nicht nur der bessere Stratege, er konnte sich auch auf seine
Soldaten verlassen. Sogar im Heer des Eumenes verfügte er über
Sympathien. Die Operationen des Eumenes und des Antigonos hat Diodor eingehend
geschildert; es ist eine im höchsten Grad objektive Darstellung.
Das Ende des Eumenes kam schneller als gedacht. Nach
einer unentschiedenen Schlacht in der Paraitakene mußte Eumenes in
der Gabine eine schwere Niederlage hinnehmen. Seine Soldaten, unter denen
sich die Argyraspiden durch Treulosigkeit hervortaten, lieferten ihn an
Antigonos aus. Dieser aber ließ Eumenes umbringen (Winter 317/16
v.u.Z.)
Eumenes hatte sich für das Königreich bis zum
letzten eingesetzt. Aber ihm hatten die Sonderinteressen der Satrapen und
der militärischen Führer entgegengestanden. Er war mehr oder
weniger auf sich allein gestellt gewesen, auch Polyperchon hatte ihm nicht
helfen können. Vielleicht hätten die Kämpfe in Vorderasien
einen anderen Ausgang genommen, wenn es Antipater vergönnt gewesen
wäre, einige Jahre länger zu leben. Die Idee des nationalen makedonischen
Königtums aber mußte allmählich verblassen, je länger
der Tod Alexanders des Großen zurücklag; gegenüber der
zielstrebigen Strategie des Antigonos konnte sich die Idee nicht durchsetzen.
Noch heute erscheint die Persönlichkeit des Eumenes
zwielichtig. Ganz ohne Zweifel war er nicht nur ein fähiger Feldherr,
sondern vor allem auch ein gewandter Diplomat. In seiner Verhandlungsführung
war er unübertroffen. Dies zeigt der von ihm aufgesetzte Vertrag von
Nora. Beloch hat dagegen geschrieben, Eumenes habe alle Fehler besessen,
die für einen Griechen charakteristisch seien; es sei die Habsucht,
die ihn ins Verderben gestürzt habe. Aber Beloch übersieht, dass
Eumenes das Geld für die Entlohnung seiner Soldaten unbedingt brauchte;
sie wären ihm schwerlich gefolgt, wenn er sie nicht gut besoldet hätte.
Um seine Soldschulden abzugelten, hat er sie mit Landgütern in Anatolien
abgefunden. Er handelte hier nach dem Vorbild Alexanders der Großen,
der seinen Kampfgefährten Landbesitz zur Verfügung gestellt hatte.
Im übrigen hat Eumenes auch dann noch einen Schein des Rechts gewahrt,
als er längst durch die Heeresversammlung geächtet war. Als er
nämlich aus den Gestüten am Idagebirge im nordwestlichen Kleinasien
Rosse holen ließ, hat er die Belege hierfür dem Reichsverweser
Antipater zugesandt. Dies ist um so bemerkenswerter, als auch Antipater
seiner Ächtung zugestimmt hatte. Mag sein, dass Eumenes mit seinen
Kontributionsforderungen, die er den kleinasiatischen Gemeinden abverlangte,
gelegentlich zu weit gegangen ist, doch hier galt, wie so oft in den Diadochen-Kriegen,
das Wort "Not kennt kein Gebot". Hätte Eumenes hier Milde walten lassen,
so wäre dies mit seinem Untergang gleichbedeutend gewesen.
Eumenes war fest davon überzeugt, die Sache der
Könige in Vorderasien zum Sieg führen zu können. In ihm
war das Andenken an Alexander gegenwärtig, der Makedonenkönig
war sein großes Vorbild, obwohl Eumenes nicht zu den Makedonen, sondern
zu den Griechen gehörte. Wer jedoch die Geschichte allein nach dem
Erfolg beurteilt, wie Beloch, der wird der Leistung des Eumenes nicht gerecht.
Sie wird um so größer erscheinen, wenn man bedenkt, dass er
gegenüber den makedonischen Offizieren einen harten Stand gehabt hat.
Dass er ein Freund und Parteigänger des Perdikkas gewesen war, haben
ihm die anderen Diadochen nie verziehen. So bleibt Eumenes, der Grieche,
eine einmalige Erscheinung. Die Treulosigkeit seiner Soldaten und Offiziere
hat ihn zu Fall gebracht. In der Darstellung der Diadochenkämpfe hat
ihm der Historiker Hieronymus von Kardia, sein Landsmann, ein Denkmal gesetzt,
das unvergänglich bleiben wird.