Dionysios der Milde                       Tyrann/König  von Herakleia
--------------------------
    306 v.u.Z.
 

Sohn des Tyrannen Klearchos von Herakleia
 

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 218,303,347
********************
"Geschichte des Hellenismus."

Mit Dionysios von Herakleia schloß er die von Antigonos gewünschte Verbindung, die von dieser Zeit an dauernd und für das beiderseitige Interesse vielfach förderlich war [89 In diese Zeit fällt wohl die Vermählung des Polemaios mit einer Tochter des Dionysios aus erster Ehe, Memnon c. 4,7. Dionysios hatte die bedeutende Herrschaft Herakleia von seinem Vater Klearchos geerbt; als die landesflüchtigen HERAKLEIOTEN den König Alexander um Wiederherstellung der Demokratie baten, wußte er sich durch Vermittlung Kleopatras, die später in Sardeis residierte, zu halten; dieselben Anträge wiederholten die Landesflüchtigen bei Perdikkas, Dionysios schloß sich seinen Gegnern an, und Krateros gab ihm, der verwitwet war, seine frühere Gemahlin Amastris zur Ehe, wodurch der Tyrann außerordentlich, namentlich auch viel Geld gewann, so daß er den ganzen fürstlichen Apparat des Dionys von Syrakus an sich kaufen konnte (?)].
Aber außer dem unmittelbaren Reichsgebiet fand in dieser Zeit, wie es scheint, der Königstitel rasche Verbreitung; Mithridates II. von Pontos, Atropates von Medien, vielleicht auch die Machthaber in Armenien, in Kappadokien mögen sich jetzt das Diadem beigelegt haben; auch Agathokles von Syrakus, Dionysios von Herakleia, den man den Milden nannte, nahm den Königstitel an.
Im Jahre 316 hatt sich der Dynast von Herakleia am Pontos, Dionysios, mit Antigonos verbündet und seine Tochter mit dessen Neffen Polemaios vermählt; er war von Antigonos als König von Herakleia anerkannt worden und blieb trotz der Empörung seines Eidams mit dem mächtigen Herrscher in bestem Vernehmen; als Dionysios im Jahre 306 starb, übertrug er seiner Gemahlin Amastris, der Nichte des letzten Perser-Königs, die in Susa mit Krateros vermählt worden war, das Königtum und einigen Vormündern mit ihr die Sorge für ihre Kinder, deren Erbe König Antigonos zu schützen übernham.

Bengtson Hermann: Seite 76
****************
"Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen."

Amastris verband sich ihrerseits mit dem Tyrannen - oder König - Dionysios von Herakleia. Drei Kinder hat sie ihm geboren, doch ist von diesen nicht viel Gutes zu berichten.
 
 
 

  1. oo N.N.
              

  2. oo 2. Amastris, Perserprinzessin
               um 340 v.u.Z.289 v.u.Z.
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Tochter

2. Ehe

  3 Kinder
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 76 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 27,218,303,347-